US-Wahlen

20. Dezember 2015 07:07; Akt: 21.12.2015 09:29 Print

Clinton attackiert Trump in TV-Debatte

Die dritte Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsanwärter war lebhaft. Hillary Clinton verteidigte ihre Rolle als Spitzenkandidatin.

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Souverän und routiniert: Hillary Clinton nach ihrem TV-Auftritt am 19. Dezember 2015 in Manchester, New Hampshire. (Bild: Keystone/Jim Cole)

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Die vom TV-Sender ABC organisierte Debatte fand in Manchester im Bundesstaat New Hampshire statt, in dem Anfang Februar die zweite Vorwahl abgehalten wird. Bei ihrem Auftritt am Samstagabend lieferten sich Hillary Clinton, der unabhängige Senator Bernie Sanders und der Ex-Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley, vor allem Auseinandersetzungen über die Syrien-Strategie, eine Verschärfung der US-Waffengesetze und die künftige Besteuerung der Mittelschicht.

Die Debatte blieb im Ton bei weitem höflicher und freundlicher als die bisherigen Fernsehdiskussionen der republikanischen Präsidentschaftsbewerber. Sanders entschuldigte sich sogar bei Clinton für einen Streit, der das demokratische Lager zuletzt beschäftigte: Ein inzwischen gekündigter Mitarbeiter von Sanders hatte einen Informatikfehler genutzt, um sich vertrauliche Wahldaten der Mannschaft um Clinton zu beschaffen.

Harte Attacken gab es nur gegen den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump: Clinton warf ihm angesichts seiner Aussagen zu Islam und Sicherheit vor, er sei «dabei, der beste Rekrutierer» des IS zu werden. Die Extremisten würden die antimuslimischen Reden von Trump in ihren Rekrutierungsvideos zeigen. Trump hatte zuletzt mit seiner Forderung nach einem US-Einreiseverbot für Muslime für Empörung gesorgt.

Clinton unangefochten in Führung

Doch auch wenn sich die Demokraten in ihrer Ablehnung von Trump einig waren, so waren sie bei Themen der Aussenpolitik, beim Waffenrecht oder in der Finanzpolitik doch unterschiedlicher Ansicht. So kam es unter anderem zu einer Auseinandersetzung, weil Sanders das von Clinton geforderte Überflugsverbot über Syrien ablehnt. Auch hielt er Clinton vor, den US-Einmarsch 2002 in den Irak unterstützt zu haben. Clinton wiederum versicherte, dass sie keine US-Bodentruppen in Syrien oder im Irak wolle.

Clinton hat zwar im bisherigen Rennen um die Spitzenkandidatur der Demokraten in Sanders einen stärkeren Widersacher gefunden als erwartet. Aber sie führt in jüngsten Umfragen US-weit in einem Verhältnis von 2:1 vor dem Senator, der sich selbst als Sozialist bezeichnet. O'Malley liegt weit abgeschlagen auf dem dritten Platz. Praktisch niemand glaubt daran, dass der Ex-Aussenministerin die Spitzenkandidatur zu nehmen ist.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • RoCh am 20.12.2015 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo bleibt die politik für das volk? 

    sämtliche "wahlen" sind doch bloss eine farce. ohne enorme finanzielle mittel geht in der politik gar nichts. der wahlkampf verschlingt abermillionen von dollars. noname poltiker haben gar keine chance. die kanditaten werden von banken und lobbyISten gesponsert. an der machtspitze angelangt zahlen sie die schuld durch gesetze und politik für die reichen wieder zurück und fungieren nur noch als marionette im dienste der banken und elite und des miltärISchen komplexes. das soll demokratie sein? demokratur ISt der passendere begriff. geld regiert die welt.

    einklappen einklappen
  • Epilog am 20.12.2015 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum attackieren...

    Der elimiert sich doch selbst.

  • OdinX am 20.12.2015 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Mir ist egal wer gewinnt, ...

    ausser Hillary Clinton, die kann ich nicht leiden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • 99Jannis am 20.12.2015 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump als Präsident?!

    Also meiner Meinung nach, wenn die Amis wirklich Trump wählen, würden sie sich selber ins Knie schiessen!

  • ury am 20.12.2015 20:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hillary hör auf

    Gemäss Clinton hat Trump wirklich viel Macht. Sie verschätzt sich schon wieder. Zudem war es ihre und Bush's Politik die den IS erst hervor brachte.

  • Reto am 20.12.2015 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht und Geld

    Nun ja, Frau Clinton hatt in den letzten jobs auch nicht brilliert.. Nur ein Ziel. Koste es was es wolle auf den Präsidentenstuhl... Nur Macht und Geld...

  • OdinX am 20.12.2015 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Mir ist egal wer gewinnt, ...

    ausser Hillary Clinton, die kann ich nicht leiden.

  • # Fäbu . am 20.12.2015 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauen an die Macht

    Tja Merkel ist nicht mehr lange die Mächtigste Frau der Welt