US-Diplomatie

19. März 2011 18:10; Akt: 19.03.2011 21:24 Print

Clintons Mann für den nahen Osten gestorben

Der frühere US-Aussenminister Warren Christopher ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Er galt als Schlüsselvermittler im Bosnienkrieg und im Nahen Osten.

storybild

Der frühere US-Außenminister Warren Christopher verstarb im Alter von 85 Jahren. (Bild: Keystone/AP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der ehemalige US-Aussenminister Warren Christopher erlag am Freitagabend einer Blasen- und Nierenkrebserkrankung, wie eine Sprecherin der Anwaltskanzlei O'Melveny & Myers in Los Angeles mitteilte, deren Seniorpartner Christopher war.

In seiner Zeit als Aussenminister unter dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton von 1993 bis 1997 machte sich Christopher als Vermittler im Nahostkonflikt einen Namen. So reiste er allein Dutzende Male nach Syrien, um sich für eine politische Einigung mit Israel stark zu machen. Während sich Christophers Bemühungen im Nahen Osten schliesslich als wenig erfolgreich erwiesen, konnte er 1995 als Mitarchitekt der gelungenen Friedensverhandlungen nach dem Bosnienkrieg einen grossen Erfolg verbuchen.

«Die USA sicherer gemacht»

Seine grössten Verdienste sehe er darin, sich für den Stopp von Nuklearwaffentests und einer Beschränkung der Verbreitung von Waffentechnologie eingesetzt zu haben, sagte Christopher 1996 der Nachrichtenagentur AP. So sei er froh, die USA sicherer gemacht zu haben.

Bundesaussenminister Guido Westerwelle äusserte sich betroffen über den Tod Christophers. «Sein Einsatz für eine Friedenslösung auf dem Balkan bleibt ebenso unvergessen wie seine Vermittlung zwischen Israel und seinen Nachbarn», erklärte der Minister. «Warren Christophers Wirken war stets dem Frieden, der Freiheit und der Menschlichkeit verpflichtet.»

(ap)