05. November 2007 06:26; Akt: 05.11.2007 10:59 Print

Colom siegt bei Präsidentschaftswahl in Guatemala

Die Präsidentenwahl in Guatemala hat der für die Mitte-links-Partei Nationale Einheit kandidierende Geschäftsmann Álvaro Colom gewonnen.

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Er besiegte nach einem von zahlreichen Gewaltakten begleiteten Wahlkampf in der Stichwahl Ex-General Otto Pérez Molina von der rechtsgerichteten Patriotischen Partei. Pérez Molina räumte seine Niederlage ein, nachdem er nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen sechs Prozentpunkte hinter Colom zurücklag.

Colom tritt für eine Reform der Justiz und für höhere Sozialausgaben ein. Mehr als die Hälfte der zwölf Millionen Einwohner des mittelamerikanischen Landes muss mit weniger als zwei Dollar (1,40 Euro) am Tag auskommen. Die Wurzeln der hohen Kriminalität sieht Colom im Erbe des Bürgerkriegs. Er wolle seine Erfahrungen bei der Vermittlung des Friedensabkommens dazu einsetzen, die Kriminalität zu bekämpfen, hatte Colom vor der Wahl angekündigt.

In der ersten Runde der Präsidentenwahl am 9. September kam Colom auf 28 Prozent, Pérez Molina auf 25 Prozent. Von den insgesamt zwölf Kandidaten landete die Friedensnobelpreisträgerin und Maya-Aktivistin Rigoberta Menchú mit sechs Prozent auf dem sechsten Platz.

(ap)