Chinas Gallenhändler

02. März 2012 18:17; Akt: 02.03.2012 22:48 Print

Da kommt einem die Galle hoch

In China macht derzeit ein Dokumentarfilm von sich reden, der das Ausbeuten von Bären kritisiert. Für die traditionelle Medizin ist Bärengalle ein wichtiger Bestandteil. Die brutale Haltung der Tiere ist legal nach chinesischen Gesetz.

(Quelle: AP)
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Während vier Jahren filmten Tierschützer an verschiedenen Orten in China, wie gefangene Bären als Gallensaft-Spender missbraucht wurden. Die Flüssigkeit wird in der traditionellen Medizin beispielsweise für die Behandlung von Leber- oder Augenbeschwerden verwendet. Die Tiere werden dafür in winzigen Käfigen gehalten. Spezielle Metaljacken saugen die Galle durch Katheter ab – ohne jegliche Betäubungsmassnahmen. Der ganze Vorgang ist in China völlig legal.

Für die Filmemacher war das Projekt nicht ungefährlich. Da die Betriebe im Verborgenen gehalten werden, mussten sie sich als potentielle Käufer ausgeben, um das Vertrauen der Farmer zu gewinnen.

Tierschützer hoffen auf Kettenreaktion

Der Film hat bereits im Internet seine Kreise gezogen und wurde nun an einem Tierschutzevent gezeigt. In China hat das Interesse an Tierschutz in der letzten Zeit zugenommen. Nicht zuletzt dank prominenter Unterstützung. So hat sich unter anderem NBA-Star Yao Ming gegen Haiflossen-Suppe und Bärengalle-Toniks ausgesprochen.

Die Macher erhoffen sich mit diesem Projekt das Bewusstsein der Leute zu erhöhen und hoffentlich auch die Nachfrage nach diesem Produkt zu senken.

(pru/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Antonietta/Tumminello am 05.03.2012 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    In Ländern in ganz Asien müssen Bären

    ein qualvolles Leben auf Bärenfarmen fristen, damit ihre Galle abgezapft und in der traditionellen Medizin verwendet werden kann. Man heilt damit Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Hämorrhoiden. Bären werden in Käfigen unterschiedlichster Art gefangen gehalten. Von entsetzlich engen Presskäfigen bis hin zu größeren Zellen, aber allen gemeinsam ist das schreckliche körperliche und seelische Leid, das sie den Bären verursachen.

  • Pasukarunosekai am 02.03.2012 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Im Westen nichts Neues

    Ach der Westen, Hort der Freiheit, der Liebe und der Gemeinschaft, Land der Vernunft und der Hoffnung, wo Milch und Honig in die Münder all der Gleichen unter Gleichen fliesst. Wie herrlich all die Versuchstiere in der Schweiz, Europa, Amerika in ihren Käfigen frohlocken! Wie gerne sie leiden, für unsere Schönheit, Gesundheit, Eitelkeit. Diese bösen, bösen Chinesen!

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  • Beni Hochuli am 03.03.2012 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Retourkutsche

    Wir haben immer noch nicht begriffen, dass wir in der Natur eingebettet sind, machen Freihandelsabkommen, weil es den Chinesen gut geht, setzten aber keinerlei Anforderungen woher stammte das H5N1 Virus? Woher das H1N1 ? Aus Ländern wie China, Mexiko, welche keinen Tierschutz kennen. Liebe Menschen, eins sage ich Euch und diese Meinung teile ich mit vielen Fachkollegen, die Natur wird zurückschlagen, mit neuen, mutierten Viren. Es gibt zu viele Menschen und die Natur wird das regeln wie beim Borkenkäfer. Verdient haben wir es, denn es geht uns nur noch ums Geld und nicht ums Leben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Antonietta/Tumminello am 05.03.2012 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    In Ländern in ganz Asien müssen Bären

    ein qualvolles Leben auf Bärenfarmen fristen, damit ihre Galle abgezapft und in der traditionellen Medizin verwendet werden kann. Man heilt damit Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Hämorrhoiden. Bären werden in Käfigen unterschiedlichster Art gefangen gehalten. Von entsetzlich engen Presskäfigen bis hin zu größeren Zellen, aber allen gemeinsam ist das schreckliche körperliche und seelische Leid, das sie den Bären verursachen.

  • Beni Hochuli am 03.03.2012 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Retourkutsche

    Wir haben immer noch nicht begriffen, dass wir in der Natur eingebettet sind, machen Freihandelsabkommen, weil es den Chinesen gut geht, setzten aber keinerlei Anforderungen woher stammte das H5N1 Virus? Woher das H1N1 ? Aus Ländern wie China, Mexiko, welche keinen Tierschutz kennen. Liebe Menschen, eins sage ich Euch und diese Meinung teile ich mit vielen Fachkollegen, die Natur wird zurückschlagen, mit neuen, mutierten Viren. Es gibt zu viele Menschen und die Natur wird das regeln wie beim Borkenkäfer. Verdient haben wir es, denn es geht uns nur noch ums Geld und nicht ums Leben

  • karli am 03.03.2012 06:53 Report Diesen Beitrag melden

    So nebenbei

    Momentan lagern Schweizer Pharmafirmen einen Teil ihrer Tierversuche nach Asien aus. Dieses Beispiel veranschaulicht, dass ein vernünftiges Mass am Tierschutz nötig ist, aber nicht übertrieben werden sollte, weil es sich für die Tiere kontraproduktiv auswirkt, solange es nicht möglich ist, solche absurde Tierquälereien in Asien zu stoppen.

  • Hans Leider am 02.03.2012 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    China = Tierquälerland Nr. 1

    "In China hat das Interesse an Tierschutz in der letzten Zeit zugenommen." Das lässt hoffen. Was in China tierquälerisch abgeht, ist unter jeder Würde und schon fast nicht mehr fassbar. Pelztieren wird bei lebendigem Leibe das Fell abgezogen, Gallenbären siehe oben, Hai-Finning etc. Ein Umdenken ist bitter nötig, damit diese unfassbaren Zustände endlich aufhören!

  • Pasukarunosekai am 02.03.2012 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Im Westen nichts Neues

    Ach der Westen, Hort der Freiheit, der Liebe und der Gemeinschaft, Land der Vernunft und der Hoffnung, wo Milch und Honig in die Münder all der Gleichen unter Gleichen fliesst. Wie herrlich all die Versuchstiere in der Schweiz, Europa, Amerika in ihren Käfigen frohlocken! Wie gerne sie leiden, für unsere Schönheit, Gesundheit, Eitelkeit. Diese bösen, bösen Chinesen!

    • Nagel am 03.03.2012 09:25 Report Diesen Beitrag melden

      right

      Nagel auf den Kopf getroffen, mit diesem Kommentar. Es ist immer einfacher auf jemand anderen zu zeigen.

    • H.W am 04.03.2012 02:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Prinzip

      Es kommt nicht draufan wo und wer! Weltweit ist es traurig dass Tiere gequält werden ob für Medizin,Schönhei oder was auch immer!Es geht ums prinzip

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