Freches Monster

15. Februar 2019 11:18; Akt: 15.02.2019 11:18 Print

So sieht der Brexit aus

Brexit ist ein blaues, haariges Monster – so zumindest stellt sich die Regierung in den Niederlanden den EU-Ausstieg Grossbritanniens vor.

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Wie der Brexit aussehen soll, scheint der britischen Führung bis heute nicht ganz klar zu sein. Die niederländische Regierung hat hingegen eine sehr konkrete Vorstellung: Der Brexit ist gross, blau, haarig und macht Ärger. So zumindest wurde er am Donnerstag in einem Tweet des niederländischen Aussenministers Stef Blok dargestellt. Auf dem Foto liegt ein haariges Wesen mit einem dicken Kopf und einem Hemd mit der roten Aufschrift «BREXIT» auf Bloks Schreibtisch.

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Der Minister hebt frustriert die Arme, weil der Störenfried ihn von der Arbeit abhält. «Stellt sicher, dass der Brexit euch nicht im Weg steht – oder liegt», heisst es im Kommentar zum Foto. Dies sei «eine witzige Art», vor dem Brexit zu warnen, hiess es aus einer Quelle in der niederländischen Regierung.


Das Brexit-Monster lauert überall

Das Bild vom Brexit-Monster solle bei niederländischen Unternehmen das Bewusstsein für die möglichen Auswirkungen des geplanten EU-Austritts Grossbritanniens schärfen – insbesondere für den Fall, dass das Vereinigte Königreich die EU am 29. März ohne ein Abkommen verlässt.

In Bloks Tweet wird auch auf die von der Regierung eingerichtete Website brexitloket.nl verwiesen, auf der sich Firmen über mögliche Brexit-Folgen informieren können. Auch dort ist das Brexit-Monster präsent: Es sitzt auf dem Schoss einer Frau und hält sie davon ab, an ihrem Computer zu arbeiten.

Niederlande plant, 900 Zollbeamte einzustellen

Grossbritannien wird nach dem derzeitigem Stand am 29. März die Europäische Union verlassen. Nach wie vor ist unklar, ob die Trennung chaotisch erfolgen wird oder ob es in Grossbritannien doch noch eine parlamentarische Mehrheit für einen Austrittsvertrag geben wird.

Wie viele andere EU-Staaten haben auch die Niederlande, die enge Handelsbeziehungen zu Grossbritannien unterhalten, umfangreiche Vorbereitungen für den Brexit getroffen. So wurden 100 Millionen Euro beiseitegelegt, etwa um 900 zusätzliche Zollbeamte einzustellen. Davon abgesehen konnten die Niederlande wegen des bevorstehenden Brexits bereits mehr als 40 Unternehmen aus Grossbritannien abwerben.




(kle/afp)