Fatou Bensouda

12. Dezember 2011 06:26; Akt: 12.12.2011 08:47 Print

Das ist das neue Gesicht der Gerechtigkeit

Sie soll die neue Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) werden: Die Gambierin Fatou Bensouda ist die erste Afrikanerin, die diesen Chefposten übernimmt. Für viele eine gute Wahl.

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Die Gambierin Fatou Bensouda steht vor ihrer Wahl zur neuen Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH). Beim jährlichen Treffen der Versammlung der Vertragsstaaten des IStGH, das heute Montag in New York beginnt, soll die Nachfolge des bisherigen Chefanklägers Luis Moreno-Ocampo offiziell gemacht werden. Seine neunjährige Amtszeit läuft Mitte 2012 aus.

Ende November hatte sich die Versammlung bei informellen Beratungen auf die 51-jährige bisherige Stellvertreterin Moreno-Ocampos geeinigt, die sich damit gegen 51 andere Kandidaten durchsetzte. Die Gambierin wäre die zweite Inhaberin des Postens des Chefanklägers des Tribunals, das 2002 seine Arbeit aufnahm. Es verfolgt Kriegsverbrechen und greift nur dann ein, wenn Länder nicht bereit oder in der Lage sind, sie selbst gerichtlich zu verfolgen.

Für die Afrikanische Union (AU) ist Bensouda die ideale Besetzung. Mit Morena-Ocampo war die AU unzufrieden, weil der Argentinier sich ausschliesslich mit Greueltaten in Afrika beschäftigte, wie BBC schreibt. Die AU bemängelte stets, dass zum Beispiel Burma nicht genug vom Internationalen Strafgerichtshof beleuchtet wurde.

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Bensouda wurde in eine polygame Familie geboren – ihr Vater hatte zwei Frauen. Später heiratete sie einen gambisch-marokkanischen Geschäftsmann. Sie haben drei Kinder zusammen. Eines davon ist adoptiert. Unter dem gambischen Präsidenten Yahya Jammeh, der sich 1994 an die Macht putschte und sich um Menschenrechte foutierte, wurde sie 1998 Justizministerin. Zwei Jahre später wurde sie von Jammeh entlassen.

NGOs begrüssen die Wahl von Bensouda. Sie habe sich stets für Menschenrechtsanliegen eingesetzt. Und sie habe einen grossen Intellekt, sagte Liz Evenson von Human Rights Watch gegenüber BBC.

Derzeit beschäftigt sich der IStGH mit Fällen aus dem Kongo, der Zentralafrikanischen Republik, aus Uganda und der Lord's Resistance Army, dem Darfur-Konflikt im Sudan, der Revolution in Libyen und der Gewalt nach den Wahlen in Kenia und der Elfenbeinküste.

(kub/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tita am 12.12.2011 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sieger-Tribunal

    Den Haag ist nicht ernstnehmbar. Es ist das Tribunal der Sieger. Man kann sich sogar durch Fleiss in die Lage bringen nie angeklagt zu werden, es kommt nur auf die Zahl der Opfer an. Je mehr Menschen jemand als Verantwortlicher töten lässt, desto weniger muss er damit rechnen angeklagt zu werden.Siehe Bush, Blair, Sarkozy, Rasmussen, Cameron etc.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tita am 12.12.2011 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sieger-Tribunal

    Den Haag ist nicht ernstnehmbar. Es ist das Tribunal der Sieger. Man kann sich sogar durch Fleiss in die Lage bringen nie angeklagt zu werden, es kommt nur auf die Zahl der Opfer an. Je mehr Menschen jemand als Verantwortlicher töten lässt, desto weniger muss er damit rechnen angeklagt zu werden.Siehe Bush, Blair, Sarkozy, Rasmussen, Cameron etc.

    • samuel schmid am 12.12.2011 11:35 Report Diesen Beitrag melden

      Krieg und Krieg ist nicht das selbe

      ich stimme teilweise zu, nun aber Sadam Husein, der TalibanRegierung in Afghanistan, Kim Il-sung, die Gadhafi Klan, Mladic... und viele andere Diktatoren zu vergleichen mit Regierungspresidenten (demokratisch gewählt) und gleich wegen Kriegsverbrechen zu verfolgen... ist nicht ganz korrekt! Klar wurden menschen umgebracht in dieser befreiungskrieg aber diese diktatoren hätten auch gerade stehen können und freiwillig die macht zu verlassen! denn ist zumutbar... falls keine einsatz von der internationale gemeinschaft, würden immer mehr und mehr landsleute umgebracht, spurlos verschwinden, ...

    • Ilovenour am 12.12.2011 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      ..kann man überhaupt etwas ernstnehmen?

      Kann man überhaupt in dieser Welt noch etwas ernstnehmen? Ich kann mich ja selbst noch nicht ernst nehmen, jedenfalls nicht sehr lange...War es mit den Regierungen denn jemals anders? wenn ich die Weltgeschichte lese, dann begann das schon mit Adam und Eva, welche nicht auf die Regierung hörte und den Apfel ass, laut Qur'an war es Adams Schuld....und wie immer in der Welt, keiner ist Schuld an allem und niemand war's gewesen...wer sagt denn schon freiwillig ich war's und lässt sich freiwillig bestrafen? take it easy...Livekomödie "Leela" die göttliche Komödie.

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