Protz-Bilder auf Instagram

09. Januar 2019 11:41; Akt: 09.01.2019 11:42 Print

Das Rich Kid von Fidel Castros Revolution

Ein Enkelsohn von Fidel Castro protzt auf Instagram mit seinem Reichtum. Doch das Luxusleben von Tony Castro sorgt auf Social Media für Unmut.

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Die Insta-Fotos von Tony Castro lassen derzeit User auf Social Media vor Wut kochen. Sie zeigen den Enkelsohn von Fidel Castro, dem Mann, der fast 50 Jahre lang als Máximo Líder über Kuba herrschte, wie er ein Leben in Saus und Braus führt. Auf seinen Bildern protzt Tony Castro mit Luxus-Schiffsreisen nach Mexiko oder regelmässigen Aufenthalten in Spanien.

Der Account des 22-Jährigen ist zwar privat, doch einer seiner 1200 Follower hat kürzlich mehrere Bilder der US-Zeitung «Miami Herald» zukommen lassen. Sie zeigen den jungen Mann etwa im Juli 2018 vor der Sagrada-Familia-Kathedrale in Barcelona oder bei einer Einkaufstour in Madrid im Dezember 2017. Auf anderen Bildern ist Castro hinter dem Steuer eines BMW zu sehen sowie beim Feiern mit Familienmitgliedern.

«Wer zahlt eigentlich für Tony Castros Luxusreisen?»

«Das gute Leben eines Sohnes der Revolution», kommentierte ein User auf Twitter die Fotos. «Wer zahlt eigentlich für Tony Castros Luxusreisen?», fragte ein anderer. Ein weiterer Nutzer meinte: «Ich bin sicher, dass die gebeutelte Bevölkerung Kubas diese Fotos lieben wird.»

Wie die Zeitschrift «Hola» berichtete, soll sich der Castro-Spross vor einiger Zeit als Laufsteg-Model in Spanien versucht haben. Unter anderem habe er für Chanel gearbeitet.



Erst vor wenigen Tagen hatte die kommunistische Parteiführung in Kuba den 60. Jahrestag der Revolution gefeiert. Am Neujahrstag 1959 hatte die Revolutionsarmee um Fidel Castro und seinen Bruder Raúl nach zwei Jahren Guerillakampf die staatlichen Truppen geschlagen. Diktator Fulgencio Batista floh ins Ausland und die Castros errichteten in den folgenden Jahrzehnten ein sozialistisches Bollwerk im Hinterhof der USA. Gesundheitsversorgung und Bildungswesen auf der Karibikinsel gelten als vorbildlich, Meinungsfreiheit gibt es aber bis heute nicht.

(kle)