Deutschland

08. Oktober 2009 18:30; Akt: 08.10.2009 18:37 Print

Decke in Atommüll-Lager eingestürzt

In dem weltweit ältesten unterirdischen Atommüll-Lager Asse in Deutschland ist eine Decke eingestürzt. Es bestehe keine akute Gefahr, erklärte die Behörde.

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Das teilte das Bundesamt für Strahlenschutz am Donnerstag in Salzgitter mit. Die Decke befand sich demnach zwischen zwei 15 Meter hohen Hohlkammern, die bereits grösstenteils mit Salz gefüllt sind und in denen keine radioaktiven Abfälle lagern. Zwischen der Decke und dem Salz darunter hatte sich über die Jahre eine Spalte von etwa 30 bis 60 Zentimetern gebildet.

Es bestehe keine akute Gefahr, erklärte die Behörde. Es sei keine seismische Aktivität festgestellt worden. Experten prüfen, ob dort Stabilisierungsmassnahmen sinnvoll sind.

In dem Salzbergwerk bei Wolfenbüttel in Niedersachsen gibt es mehrere Probleme. Mindestens seit 1988 wird dort der stetige Zufluss grosser Mengen Wasser - rund zwölf Kubikmeter pro Tag - registriert. Mehrfach - zuletzt im Juli - wurde radioaktive Lauge entdeckt. Seit Jahren wird an einem Schliessungskonzept für die Asse gearbeitet, die 1967 als weltweit erstes unterirdisches Atomlager eröffnet wurde.

(ap)