USA

05. März 2011 17:46; Akt: 05.03.2011 17:56 Print

Dem Schützen von Tucson droht die Todesstrafe

Dem Schützen von Arizona, der Anfang Januar die US-Abgeordnete Gabrielle Giffords schwer verletzt und sechs Menschen getötet hatte, droht die Todesstrafe.

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Erweiterte Anklage, erdrückende Beweislast: Jared Loughner soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft getötet werden. (Bild: Keystone/AP/Handout)

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Die Justizbehörden haben gegen den mutmasslichen Täter Anklage wegen sechsfachen Mordes erhoben. Dem 22-jährigen Jared Loughner werde unter anderem vorgehalten, einen Richter und eine Helferin Giffords erschossen zu haben, erklärte das US-Justizministerium.

Die Staatsanwaltschaft erweiterte die Anklage gegen Loughner erheblich. Insgesamt ist er nun in 49 Punkten angeklagt, zuvor waren es drei.

Loughner muss am Mittwoch erklären, ob er auf schuldig oder nicht schuldig plädiert. Bereits Ende Januar war Loughner wegen des Attentats auf die Kongressabgeordnete vor einem Bundesrichter erschienen und hatte auf «nicht schuldig» plädiert.

Sechs Tote, 13 Verletzte

Er hatte das Feuer eröffnet, als sich Giffords in einem Einkaufszentrum der Stadt Tucson mit Bürgern aus ihrem Wahlkreis traf. Sechs Menschen starben im Kugelhagel, 13 Menschen wurden verletzt.

Giffords wurde in den Kopf getroffen, überlebte aber schwer verletzt. Sie befindet sich derzeit in einer Rehabilitationsklinik und macht nach Angaben der Ärzte erhebliche gesundheitliche Fortschritte.

Zwei Wochen nach dem Anschlag wurde Loughner wegen versuchten Mordes in drei Fällen angeklagt. Diese Anklagepunkte betrafen zunächst Giffords und zwei ihrer Mitarbeiter.

Die nun insgesamt 49 gegen ihn erhobenen Anklagepunkte umfassen den Vorwurf des sechsfachen Mordes und dreifachen versuchten Mordes, wie Staatsanwalt Dennis Burke mitteilte.

Giffords auf dem Weg der Besserung

Der Anschlag habe sich gegen Giffords, ihre Wähler und ihre Mitarbeiter gerichtet, sagte er. Es seien Menschen getötet worden, die «eines der grundlegendsten Rechte des amerikanischen Volkes» ausüben und sich mit ihrem Volksvertreter frei und öffentlich versammeln wollten.

Die US-Abgeordnete singt bereits wieder mit ihren Kindern. Die Genesung der 40-Jährigen mache weiter Fortschritte, teilte ihre Rabbinerin nach einem Krankenbesuch am letzten Wochenende mit.

(sda)