Vierte Fernsehdebatte

16. Oktober 2019 04:16; Akt: 16.10.2019 09:51 Print

Demokraten greifen Trump kollektiv an

Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber haben sich zu einer weiteren Fernsehdebatte getroffen.

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In grosser Einigkeit haben die demokratischen Präsidentschaftsbewerber bei ihrer vierten Fernsehdebatte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump plädiert. Der frühere Vizepräsident Joe Biden wehrte sich gegen Vorwürfe in der Ukraine-Affäre.

Bei der Fernsehdebatte – der ersten seit der Einleitung von Vorermittlungen für ein mögliches Impeachment Trumps – griffen die führenden Präsidentschaftsanwärter der Demokraten den Amtsinhaber in der Nacht zu Mittwoch scharf an. Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden und der linke Senator Bernie Sanders nannten Donald Trump bei der Debatte im US-Bundesstaat Ohio den «korruptesten Präsidenten in der Geschichte des Landes».

Die Senatorin Kamala Harris kritisierte, Trump sei nicht nur korrupt, sondern zutiefst unpatriotisch. Die linke Senatorin Elizabeth Warren, die gemeinsam mit Biden unter den demokratischen Bewerbern in Umfragen an der Spitze liegt, beklagte, Trump habe wiederholt gegen Gesetze verstossen. Sie mahnte, es gehe um die Zukunft des Landes.

Die US-Demokraten im Repräsentantenhaus führen Untersuchungen, die zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führen könnten. Sie werfen Trump vor, sein Amt missbraucht zu haben – mit dem Ziel, dass sich eine ausländische Regierung zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt. Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in einem Telefonat zu Ermittlungen ermuntert, die Trumps Rivalen Joe Biden und dessen Sohn Hunter schaden könnten. Trump will bei der Präsidentschaftswahl 2020 wieder kandidieren.

Biden verteidigt sich und seinen Sohn

Er wirft Bidens Sohn Hunter vor, dieser habe sich geschäftlich in der Ukraine auf unlautere Weise bereichert – durch einen hoch bezahlten Posten im Aufsichtsrat eines Energieunternehmens. Joe Biden beschuldigt er wiederum, dieser habe seine Position als US-Vizepräsident vor Jahren ausgenutzt, um seinen Sohn vor strafrechtlichen Ermittlungen in der Ukraine zu schützen. Biden bestreitet das vehement.

Auch bei der TV-Debatte beteuerte Biden: «Mein Sohn hat nichts Unrechtes getan. Ich habe nichts Unrechtes getan.» Weiteren Nachfragen zu möglichen eigenen Verfehlungen in dem Fall wich er allerdings mehrfach aus und versuchte stattdessen, die Aufmerksamkeit auf Trump zu leiten: «Es geht hier um Trumps Korruption. Darauf sollten wir uns konzentrieren.»

Bidens Sohn Hunter hatte kurz vor der Fernsehdebatte allerdings eingeräumt, Fehler bei der Einschätzung seiner früheren beruflichen Tätigkeiten begangen zu haben. Er habe nicht vorausgesehen, wie die Kritiker seines Vaters seine geschäftlichen Aktivitäten in der Ukraine wie auch in China gegen diesen einsetzen würden, sagte Hunter Biden dem Sender ABC News. «Ich habe einigen sehr unmoralischen Leuten Gelegenheit gegeben, auf illegale Weise zu versuchen, meinem Vater zu schaden.» Der Biden-Sohn bestritt jedoch jegliche illegale oder unethische Aktivitäten.

«Ich bin gesund»

Der US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat nur zwei Wochen nach seinem Herzinfarkt in einer TV-Debatte einen energischen Auftritt hingelegt. «Ich bin gesund», sagte der 78-jährige Senator am Dienstagabend in der Debatte von zwölf Anwärtern bei den oppositionellen Demokraten auf die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump.

Sanders kündigte an, dass er seinem Kampf um die Kandidatur bei der Wahl im November 2020 mit einer «energischen Kampagne» im ganzen Land einen neuen Schub verleihen wolle. Er bedankte sich zugleich für die «Liebe» und guten Wünsche, die er nach seinem Herzinfarkt empfangen habe, auch aus den Reihen seiner Mitbewerber auf der Debattenbühne.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geissenpeter am 16.10.2019 05:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das macht ihn nur stärker

    je mehr Gegner er hat desto mehr Wähler kann er mobilisieren. Ihr habt es immer noch nicht verstanden.

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  • Roli1966 am 16.10.2019 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komödie

    am Schluss gewinnt wie immer... das Geld

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  • Gribi am 16.10.2019 06:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft

    Er hat es damals geschafft in einer schwierigen Zeit den Fuss in die Türe zu halten. Er wird auch jetzt wieder gewählt da zu viele von ihm abhängig sind. Tja, holst du dir den Fuchs in den Hühnerstall musst du nicht jammern..,,

Die neusten Leser-Kommentare

  • Avenarius am 18.10.2019 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zu alt und verbohrt

    Sie werden die Wahlen nicht mehr erleben ... ja ... es ist so ... zu alt !

  • Jummy Joel am 17.10.2019 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu Amtsenthebung?

    Man könnte einfach warten bis zu den Wahlen, und das Volk entscheiden lassen.

  • Realität am 16.10.2019 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurige

    Ein Trauerspiel ist, nicht das, was viele Kommentierende hier schreiben. Ein Trauerspiel ist, dass viele, die damals als ERSTE in Israel ankamen und umgehend auch den US-Pass bekamen, heute die Welt regieren. In der Schweiz sind es die TAMEDIA-CEOs. Wird nicht geschaltet. Spielt keine Rolle. Wichtig ist mir, dass die Betroffenen diesen Kommentar lesen und zur Kenntnis nehmen müssen.

    • nicht wirklich informativ am 28.10.2019 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Realität

      Was Sie schreiben ist zwar auch mein langjähriger Eidruck. Nur wäre es schön, wenn Sie noch ein paar Facts dazu liefern könnten. Einfach etwas zu behaupten ist nicht wirklich informativ!

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  • Flash Gordon am 16.10.2019 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    Trump gewinnt

    Haussprecherin Nancy Pelosi (Dems) gab heute bekannt, dass sie keine Wahl zur Amtsenthebung Trumps abhalten werden. Die Dems werden 2020 brutal untergehen, jetzt wo ihr Haussender CNN noch mehr Zuschauer verlieren wird.

    • 20' Informierter, 24h/365tage am 16.10.2019 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Flash Gordon

      Die Hauptsache ist, Sie glauben, was Sie schrieben. Bekommen Sie nie zu lesen. Diese Tamediatichter liebt Leute, wie Sie.

    • Flash Gordon am 16.10.2019 22:48 Report Diesen Beitrag melden

      @20' Informierter, 24h/365tage

      HaHaHaHa Was hat Tamedia damit zutun? Habs bei Politico gelesen und mittlerweile ist das Netz voll davon. Sie glauben sicher auch noch dass Zitronenfalter, Zitronen falten. Zeit ihre Filterblase zu verlassen und sich anderweitig zu Informieren.

    • Ron Burgundy am 17.10.2019 08:25 Report Diesen Beitrag melden

      @Flash Gordon

      Es ist ihr Hasssender und Haussender.

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  • leben über Jahre am 16.10.2019 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wiedechätzli

    Wo bleibt die WhatsApp-Werbung von 20'? Wir würden gerne antworten.

    • Tamedia am 16.10.2019 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @leben über Jahre

      20' bekam kaum Anmeldungen. Die Kommentierenden hätten ja durch die Smartphon-, iphonnummer eruiiert werden können. Keine Berichte mehr mit bis zu 500 und mehr Kommentare. Keine Manipulation mehr.

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