Ausschreitungen in Ferguson, USA

14. August 2014 08:50; Akt: 14.08.2014 12:08 Print

Demonstranten wollten Polizisten anzünden

In Ferguson wird nach dem gewaltsamen Tod von Michael Brown weiter protestiert. Demonstranten versuchten Polizisten anzuzünden und Journalisten wurden vorübergehend verhaftet.

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47 Personen wurden in der Nacht vom 19. auf den 20. August in Ferguson verhaftet. Die Demonstranten hatten Wasserflaschen auf die Polizei geworfen. Am Abend des 19. August protestieren die Bewohner von Ferguson zuerst friedlich gegen die brutale Vorgehensweise der Polizei gegen Afro-Amerikaner. Die Polizei verhaftet Demonstranten nach gewalttätigen Auseinandersetzungen am Morgen des in Ferguson. Die Polizei setzt am 17. August Tränengas ein, um eine Menschenmenge aufzulösen. Der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, rief am für die Stadt Ferguson den Notstand aus und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre. Nachdem amder 18-jährige Michael Brown von Polizisten erschossen worden war, gingen die Menschen in Ferguson, Missouri, auf die Strasse und demonstrierten. Als die Pressekonferenz abgehalten wurde, versammelten sich Hunderte Menschen vor dem Polizeihauptquartier in Ferguson. Einige von ihnen marschierten mit erhobenen Händen zu einem nahegelegenen Polizeigebäude und skandierten «Erschiesst mich nicht!». Zuvor hatten Polizisten und Aktivisten versucht, die wütenden Demonstranten zu beruhigen. Später kamen einige Tausend Menschen zu einer Nachtwache am Tatort zusammen. Während Tausende auf den Strassen gegen die Polizei demonstrierten, räumten Plünderer in der Nachbarschaft Läden aus. Skrupellos nahmen sie alles mit. Lesley McSpadden trauert mit ihrem Mann Louis um ihren 18-jährigen Sohn. Michaels Stiefvater Louis Head demonstriert vor der Polizeistation in Ferguson. Freunde und Nachbarn trauern um Michael.

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Nach dem Tod des 18-jährigen Michael Brown in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri ist es die fünfte Nacht in Folge zu Protesten gekommen. In der Nacht zum Donnerstag setzten Polizisten laut US-Medienberichten Tränengas und Rauchbomben ein, um die Demonstration aufzulösen.

Nach Polizeiangaben warfen einige Demonstranten Molotowcocktails und versuchten Polizisten anzuzünden. Augenzeugen sprachen von schwer bewaffneten Polizisten in Militäruniformen mit Schutzwesten, wie die Zeitung «St Louis Post-Dispatch» berichtete.

Die Polizei marschiert in Kampfuniform auf:


In den Strassen standen sich Polizisten und Hunderte Demonstranten gegenüber. Zuvor hatte ein Protestmarsch nahe der Stelle, an der ein 18-Jähriger von einem Polizisten erschossen wurde, geendet. Michael Brown soll seinen Todesschützen bei einer Auseinandersetzung in sein Dienstfahrzeug gedrängt haben. Zeugen berichteten dagegen, der Jugendliche habe sich kurz vor seinem Tod ergeben und, als er erschossen wurde, die Hände in die Höhe gehalten.

Einige Demonstranten hielten bei den Protesten vom Mittwochabend (Ortszeit) die Arme über den Kopf und skandierten: «Hände hoch! Nicht schiessen!», wie der Sender «Fox News» berichtete. Sie spielten damit auf den Tod von Brown an. Sie riefen auch: «Keine Gerechtigkeit, kein Frieden!»

Ein Bericht von CBS zeigt das Ausmass der Proteste:

Zwei Journalisten, die über die Proteste berichteten, wurden vorübergehend festgenommen, später aber wieder freigelassen. Einer der beiden berichtete nach Angaben der Zeitung «St Louis Post-Dispatch», Polizisten hätten ihn gewaltsam gegen einen Getränkeautomaten geschleudert, als sie versuchten, das Lokal zu räumen. Ein 19-jähriger Mann, der bei Protesten in der vorangegangenen Nacht von Polizisten angeschossen wurde, schwebte in einem Spital in Lebensgefahr.

Dieser Twitterer behauptet, die Polizei hätte Tränengas auf ein Team von Al Jazeera geschossen, um die Ausrüstung der Journalisten abbauen zu können, als diese flüchteten:


Schulen bleiben geschlossen

Die überwiegend schwarzen Bewohner der Kleinstadt mit 20'000 Einwohnern fordern eine umfassende Aufklärung des Vorfalls, was US-Justizminister Eric Holder bereits versprochen hat. Doch da die Polizei den Namen des verantwortlichen Beamten zu dessen Schutz geheim hält, wird ihr vorgeworfen, den umstrittenen Fall verschleiern zu wollen.

Demonstranten fordern die Bekanntgabe des Namens. Um die Lage in Ferguson zu beruhigen, sollen die Schulen am Donnerstag und Freitag geschlossen bleiben. Nach dem Tod des Teenagers war es seit der Nacht zum Sonntag wiederholt zu Protesten, Plünderungen und Dutzenden Festnahmen gekommen.

Plünderer nutzen das allgemeine Chaos:

(sda)