«Kein Scherz»

15. Oktober 2018 04:06; Akt: 15.10.2018 10:53 Print

Den Klimawandel gibt es laut Trump jetzt doch

US-Präsident Donald Trump hält den Klimawandel inzwischen für Realität – und fügt ein «Aber» an.

Donald Trump hat seine Meinung bezüglich Klimawandel geändert: Der Präsident betritt die Bühne zu einer Wahlkampfveranstaltung. (Video: CBS)
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«Ich bestreite Klimawandel nicht», sagte Donald Trump in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview des US-Senders CBS. «Aber er könnte sehr wohl wieder zurückgehen.» Der US-Präsident wisse zudem nicht, ob Analysen von Wissenschaftern zuträfen, wonach die Menschheit für die globale Erderwärmung verantwortlich sei. «Wissenschaftler haben eine politische Agenda», sagte Trump.

In der Zeit vor seiner Präsidentschaft hatte Trump wiederholt über Warnungen vor dem Klimawandel gespottet. So hatte er beispielsweise Ende 2013 auf Twitter geschrieben: «Globale Erderwärmung ist ein totaler und sehr teurer Scherz!» Im vergangenen Jahr hatte er als Präsident den Ausstieg der USA aus dem von seinem Vorgänger Barack Obama mitverhandelten Pariser Klimaschutzabkommen gekündigt. In den vergangenen Tagen hatte der ungewöhnlich heftige Hurrikan Michael schwere Verwüstung in mehreren US-Bundesstaaten angerichtet.

Trump sagte CBS: «Man sagt, dass wir Hurrikane hatten, die viel schlimmer waren, als was wir gerade mit Michael hatten.» Auf seine frühere Haltung zur Erderwärmung angesprochen, antwortete der Präsident: «Ich denke nicht, dass es ein Scherz ist.» Trump betonte aber, er wolle durch Klimaschutzmassnahmen nicht Millionen Jobs und Milliarden Dollar verlieren.

Trump sagt: Den Klimawandel gibt es doch

In dem Interview warf Trump der EU erneut feindseliges Verhalten in Handelsfragen vor. «Die Europäische Union wurde gebildet, um uns beim Handel auszunutzen.» «Und das ist, was sie getan haben.» Er fügte hinzu: «Niemand behandelt uns viel schlechter als die Europäische Union.» Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatten sich im Juli darauf geeinigt, den Handelskonflikt beilegen zu wollen. Eine konkrete Vereinbarung gibt es dazu aber bisher nicht.

CBS-Reporterin Lesley Stahl sagte daraufhin: «Das klingt feindselig.» Trump widersprach und betonte mit Blick auf die EU: «Wissen Sie, was feindselig ist? Wie sie uns behandeln.» Der Präsident sagte weiter, er möge die Nato. «Aber wissen Sie was? Wir sollten nicht für fast die gesamten Kosten der Nato aufkommen, um Europa zu beschützen. Und zusätzlich nutzen sie uns beim Handel aus. Das werden sie nicht mehr tun. Sie verstehen das.»

Verstrickung Putins hält er für möglich

Auf die Frage, ob er zustimme, dass der russische Präsident in Attentate etwa durch Vergiftungen verwickelt sei: «Wahrscheinlich ist er es, ja. Wahrscheinlich.» Er fügte hinzu: «Natürlich sollten sie das nicht tun.» Der US-Präsident betonte in dem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview, im persönlichen Umgang mit Putin trete er «sehr hart» auf.

Trump war im Juli für einen Auftritt mit Putin nach einem Gipfeltreffen der beiden Präsidenten in Helsinki in die Kritik geraten. Für Entrüstung in den USA sorgte damals, dass sich Trump bei der Pressekonferenz mit Putin nicht klar hinter die eigenen Sicherheitsbehörden stellte, die Russland Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 vorwerfen.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bauer Fritz am 15.10.2018 05:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Logisch!

    Ob man an Klimawandel glaubt oder nicht - es gilt der Umwelt Sorge zu tragen!

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  • Markus E. am 15.10.2018 04:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erst wenn...

    Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann! Indianisches Sprichwort

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  • Hugo Habicht am 15.10.2018 06:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnvorstellungen

    In Europa werden Menschen mit diesem Krankheitsbild Therapiert oder kommen in eine geschlossene Einrichtung. In Amerika werden diese President?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Natur Bursche am 15.10.2018 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel ist Realität

    Den Klimawandel gibt es aber die Grünen wollen alle bequem und sauber in der Stadt leben, zersiedelungs Ausrede ist gute Ausrede , es gibt auch blumenwiese am Platz von rasen und Natur Hecken am Platz von Monokultur Hecken, was man liebt will man in der Nähe und nicht das Gegenteil

  • Dede am 15.10.2018 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht ja/nein

    Es geht nicht darum ob er stattfindet oder nicht. Es geht um die Wahrscheinlichkeit. Selbst wenn es nur 20% oder 10% müssten wir noch stärker handeln.

  • Asterix am 15.10.2018 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Na denn.

    Na, wenn Trump das sagt, wird es wohl so sein....

  • Fredi am 15.10.2018 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kompetenz, was ist das ?

    Einmal mehr zeugt Trump davon, wohl nicht viel Sachverstand und Wissen zu haben. Einmal mehr dreht er sich wie ein Fähnchen im Wind. Er ist einfach ein unwürdiger, wischi-waschi-schwatzender Präsident. Punkt !!

  • Dave am 15.10.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Klima

    Trump und seine Reichen Freunde, waren die stärksten Kritiker. Aber wen jetzt sogar Trump, die wahrheit einsieht, sollte uns das zu denken geben. Auch wen es schon zu spät ist. Geht doch mal nach Florida, dort stehen Städte unter Wasser, ohne das es geregnet hat. Man hat sogra ein Namen dafür ( ist mir aber entfallen )