Südsudan

01. Februar 2011 06:46; Akt: 01.02.2011 08:08 Print

Der 193. Staat der Welt kurz vor der Gründung

Der Sudan hat das Votum der Südsudanesen für einen unabhängigen Staat anerkannt. Der Weg ist frei für einen neuen Staat.

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Der Vizepräsident Ali Osman Taha akzeptiert das Ergebnis der Volksabstimmung. (Bild: Reuters)

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In der ersten offiziellen Reaktion aus Khartum nach der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnis sagte Vizepräsident Ali Osman Taha am Montag, dass die Regierung des Sudan mit dem Ausgang der Volksabstimmung einverstanden sei.

«Wir teilen mit, dass wir das Ergebnis des Referendums akzeptieren», sagte Taha. Der Vizepräsident versprach, gute Beziehungen zu dem neuen Staat anzustreben.

Knapp vier Millionen Menschen waren bei dem Volksentscheid zwischen dem 9. und 15. Januar zur Wahlurne gegangen. Nach dem von der Wahlkommission am Sonntag mitgeteilten vorläufigen amtlichen Endergebnis stimmten 98,83 Prozent der Wähler für eine Abspaltung des Südens. Im Juli soll der 193. Staat der Welt offiziell gegründet werden.

Arbeitsgruppe wegen Streit

Die Abstimmung war der Schlusspunkt eines 2005 von der Zentralregierung in Khartum und südsudanesischen Rebellen unterzeichneten Friedensabkommens, das den mehr als zwanzigjährigen Bürgerkrieg zwischen dem Süden und dem Norden endgültig beenden soll.

Sudans umstrittener Staatschef Omar al-Baschir hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach erklärt, die Abspaltung des Südens anerkennen zu wollen.

Vizepräsident Taha kündigte am Montag an, sich an den Arbeitsgruppen zu beteiligen, die eine Lösung bei den verbleibenden Streitthemen zwischen dem Norden und Süden finden sollen. Dazu gehört vor allem der Umgang mit der ölreichen Region Abyei an der Grenze zwischen den beiden Landesteilen.

(sda)