14 geköpft, 9 erhängt

05. Mai 2012 10:13; Akt: 05.05.2012 10:33 Print

Der Drogenkrieg in Mexiko wird immer brutaler

Der mexikanische Drogenkrieg hat eine neue Dimension der Gewalt erreicht. In Nuevo Laredo wurden 23 Menschen auf brutalste Weise ermordet.

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Schon am 4. Mai kommt es in Monterrey zu einer Schiesserei. Mindestens ein Polizist wurde dabei getötet. (Bild: Reuters)

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In der nordmexikanischen Grenzstadt Nuevo Laredo sind am Freitag 23 Leichen gefunden worden. Offenbar handelt es sich um Opfer des in der Region tobenden Kampfs der Drogenkartelle.

Zunächst wurden an einer stark frequentierten Brücke der Stadt vier erhängte Frauen und fünf erhängte Männer gefunden. Wenige Stunden später entdeckte die Polizei in einem Auto an einer der wichtigsten Strassen die Leichen von 14 geköpften Menschen. Die abgeschlagenen Köpfe wurden später in Kühlboxen vor dem Bürgermeisteramt aufgefunden.

Streit unter den Drogenkartellen

An der Brücke hing ein Spruchband, das auf die Streitigkeiten zwischen den Drogenkartellen Bezug nahm. Das Zeta-Kartell steht im Streit mit dem Golf-Kartell, das sich zuletzt offenbar dem Sinaloa-Kartell des flüchtigen Milliardärs Joaquín Guzmán angenähert hat.

Im Drogenkrieg in Mexiko wurden seit Ende 2006 mehr als 50 000 Menschen getötet. Die Bewohner von Nuevo Laredo sind sich Gewalt im Zusammenhang mit Drogenkartellen gewohnt.Die grausigen Funde vom Freitag sprengen aber die Grenzen des Üblichen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andre Studer am 05.05.2012 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Steigerung möglich

    Was heisst hier brutaler, seit Jahren werden Menschen in diesem Land auf alle Arten umgebracht es gibt keine Steigerung mehr.

  • Stefan Siggenthaler am 06.05.2012 01:08 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lösung wäre da

    .. aber keiner schaut hin. Legalisierung und kontrollierte Abgabe könnte das Problem lösen - die Schweiz ist in dieser Hinsicht schon relativ progressiv und gilt im Ausland sogar als Vorbild. Aber man könnte mehr machen, vor allem international, damit endlich dieser Wahnsinn aufhört. Ohne Schwarzmarkt keine Schmuggler, keine Kartelle, keine Gewalt mehr. Aber nein, lieber weiterhin so tun, als könnte man das Problem mit verbieten lösen.

  • Zenai am 05.05.2012 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ??

    Warum greift hier nicht die nato ein??

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Manuel am 06.05.2012 01:26 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld oder Unschuld

    Jeder der kokst macht sich ein kleines bisschen mitschuldig an dieser Misere.

  • Stefan Siggenthaler am 06.05.2012 01:08 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lösung wäre da

    .. aber keiner schaut hin. Legalisierung und kontrollierte Abgabe könnte das Problem lösen - die Schweiz ist in dieser Hinsicht schon relativ progressiv und gilt im Ausland sogar als Vorbild. Aber man könnte mehr machen, vor allem international, damit endlich dieser Wahnsinn aufhört. Ohne Schwarzmarkt keine Schmuggler, keine Kartelle, keine Gewalt mehr. Aber nein, lieber weiterhin so tun, als könnte man das Problem mit verbieten lösen.

  • Shiber Shiner am 06.05.2012 00:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine alten männer ?  

    In diesen Milieu verkehren ja zu 99% Männer zwischen 18 bis 30 Jahren. Selbstverständlich gibt es ältere aber mit der Zeit müsste es ja immer weniger Männer geben und wen dann sind sie sehr jung >18. In einzelen Städten sterben täglich Durchschnittlich 30 Personen am Tag.

  • Andre Studer am 05.05.2012 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Steigerung möglich

    Was heisst hier brutaler, seit Jahren werden Menschen in diesem Land auf alle Arten umgebracht es gibt keine Steigerung mehr.

  • Fredy Bürli am 05.05.2012 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Kontrollierte Abgabe

    Alle Drogen freigeben.....damit der Staat die Abgabe von harten Drogen kontrollieren kann und jeden bei seinem Selbstmord auf Raten tatkräftig unterstüzt, der mit den Ansprüchen unserer Gesellschaft nicht klarkommt. Früher oder später wird derjenige der harte Drogen konsumiert auf staatliche Unterstützung zurückgreifen müssen. (Entzug, Sozialamt u.s.w.) Je schneller desto besser und billiger für den Staat. Zudem wird sichergestellt das die wirklich Armen der Welt z.B. Afghanistan, auch über ein gesichertes Einkommen verfügen. (Staatliche Abnahme-Garantie)

    • Mark strahl am 05.05.2012 21:26 Report Diesen Beitrag melden

      Idiotie^^

      Wir sollen also die Drogen von den Armen Bauern kaufen um die Leute dann kontrolliert kaputt zu machen?^^ Klar. Ich hoffe da schwamm Ironie mit?^^

    • F. Bürli am 05.05.2012 23:02 Report Diesen Beitrag melden

      Ironie?

      Natürlich was sonst?

    • SHIBER SHIBER am 06.05.2012 00:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mark

      Wir ? Sie nehmen es ja selber. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer bereit ist für Drogen zu zahlen, hat also auch eine Einnahmequelle ob legal oder illegal ist wieder Angelegenheit der Kriminalbehörde. Leider wissen wir nicht wieviel die Schweiz an Rauschgiftdezenate und Polizisten bezahlt welche nur nach "Wurzeln" jagen.

    • Freddy Gamsbühl am 06.05.2012 01:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Mark Strahl

      Wieso Ironie? Und wieso kapput machen? Jene, die harte Drogen wollen, nehmen sie jetzt schon. Nur unkontrolliert und mit einem blühenden Schwarzmarkt, der diese Brutalität überhaupt möglich macht. Seit 60 und mehr Jahren versucht man mit dem "Kampf gegen Drogen" das Problem einzudämmen und es wird nur immer schlimmer. Langsam sollte man merken, dass es nicht funktioniert!

    • Samoht am 06.05.2012 07:27 Report Diesen Beitrag melden

      @ Mark

      Nicht von den Bauern abkaufen, sondern alle beschlagnahmten Drogen kontrolliert abgeben. Das beschlagnahmte Geld gegen die Drogenmafja einsetzen und zur behandlung der Entzugbehandlung von Drogenentziehungswilligen einsetzen.

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