Bomben gegen Gaddafi

23. März 2011 12:59; Akt: 23.03.2011 13:18 Print

Der grosse Krach um den Libyen-Einsatz

von Peter Blunschi - Warum streitet die NATO um die Führung des Militäreinsatzes gegen Libyen? Soll Gaddafi gestürzt werden? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Bildstrecke im Grossformat »
Die westlichen Länder wollen die Flugverbotszone durch den Einsatz verschiedener Waffensysteme durchsetzen. Frankreich verfügt mit dem «Charles de Gaulle» über den einzigen atomgetriebenen Flugzeugträger Europas. Der Flugzeugträger «Charles de Gaulle» wurde 2001 in Dienst gestellt. Er ist 261,5 Meter lang und erreicht eine Geschwindigkeit von 27 Knoten (50 km/h). Am 19. März legte das Schiff in Toulon mit Kurs auf Libyen ab. An Bord der «Charles de Gaulle» sind je nach Mission 28 bis 35 Flugzeuge stationiert. Darunter bis zu 16 «Super-Étendard Modernisé» ... ... und 12 «Rafale Marine». Im Bauch der «Charles de Gaulle» werden französische Kampfjets und Aufklärungsflugzeuge in Einsatzbereitschaft versetzt. Üblicherweise sind etwa zehn Tage nötig, um den Flugzeugträger für einen Einsatz vorzubereiten. Diesmal war die «Charles de Gaulle» bereits nach 60 Stunden einsatzbereit. Die erste Angriffswelle der Alliierten flog die die französische Luftwaffe mit rund 20 zweistrahligen Rafale-Kampfflugzeugen. Sie feuerten am 19. März 2011 um 17.45 UHR MEZ den ersten Schuss ab. Die ersten Einsätze flogen die landgestützten Rafale-Jets von der Basis St. Dizier in Nordostfrankreich. Um die Reichweite der Jets zu verlängern, wurden an der Unterseite Zusatztanks angebracht. Inzwischen ist das Gros der landgestützten französischen Jets in Solenzara auf Korsika stationiert. Auch die bewährte Mirage 2000 kommt für Frankreich zum Einsatz. Die am Libyen-Einsatz teilnehmenden Mirage 2000 der französischen Luftwaffe starten von Solenzara auf der Mittemeerinsel Korsika. Die französische Marine setzt zudem die Fregatte «Dupleix», ... ... die Fregatte «Aconit», ... ... die Fregatte «Jean-Bart», ... ... den Zerstörer der Horizon-Klasse Forbin (vorne), ... ... sowie das Versorgungsschiff «La Meuse» ein. Grossbritannien fliegt seine Missionen in Libyen mit dem Eurofighter Typhoon. Der Typhoon, eine Gemeinschaftsproduktion von Alenia Aeronautica (It), BAE Systems (GB), und EADS (D), ist seit 2003 im Einsatz. Neben der Royal Air Force setzt ihn auch die deutsche, die italienische und die spanische Luftwaffe ein. Zusätzlich zum Typhoon hat Grossbritannien auch Tornado-Kampfjets Richtung Libyen entsandt. Der Tornado entstand in einer frühen Zusammenarbeit von Grossbritannien, Deutschland und Italien. Er wird seit 1979 eingesetzt. Den ersten Kriegseinsatz hatten die britischen Tornados im Golfkrieg von 1991. Die Fregatten «HMS Westminster und ... ... «HMS Cumberland» unterstützen den britischen Einsatz. Ein britisches U-Boot der Trafalgar-Klasse schoss mehrere Marschflugkörper gegen die libysche Luftabwehr ab. Dänemark schickt sechs amerikanische F-16 und ein militärisches Transportflugzeug nach Libyen. Belgien will sich mit sechs F-16 und einer Fregatte an der Operation beteiligen. Kanada hat sechs CF-18A «Hornet» Kampfjets im Einsatz. Die Flugzeuge sind am 18. März auf auf der Basis Trapani Birgi in Sizilien angekommen. Eine kanadische CF-18A im Landeanflug auf die NATO-Basis Trapani Birgi. Die kanadische Fregatte «HMCS Charlottetown» ist ebenfalls für die Militäroperationen in Libyen im Einsatz. AWACS-Flugzeuge der NATO werden für die Luftraumüberwachung in Libyen eingesetzt. Da Deutschland nicht an den Kampfhandlungen teilnimmt, lösen deutsche Crews ihre US-Kameraden in Afghanistan ab. Die Amerikaner können so in Libyen eingesetzt werden. Zwei AWACS-Überwachungsflugzeuge der NATO und ein amerikanisches Transportflugzeug auf der Luftwaffenbasis Trapani Birgi auf Sizilien. Dem italienischen Stützpunkt fällt durch seine Nähe zu Nordafrika eine wichtige Rolle zu. Daneben stehen weitere Basen in Italien, Spanien, dem französichen Korsika und dem griechischen Kreta für Einsätze zur Verfügung. Italien hat sieben Luftwaffenstützpunkte für Militäroperationen in Libyen zur Verfügung gestellt. Zudem hält Rom vier Jets vom Typ Tornado-ECR bereit. Die Tornado-ECR-Jets verfügen über eine Spezialausrüstung für die präzise Positionsbestimmung von Radarsystemen. Damit kommt ihnen eine entscheidende Rolle bei der Ausschaltung der gegnerischen Luftabwehr zu. Auch der italienische Flugzeugträger «Giuseppe Garibaldi» ist für einen Einsatz vorgemerkt. Tankflugzeuge des Typs KC10A und KC135 auf der Luftwaffenbasis Moron de la Frontera nahe Sevilla in Südspanien. Spanien steuert ein Boeing-707-Tankflugzeug (im Bild mit zwei F-18 beim Tankvorgang) bei. Daneben sollen vier spanische F-18 und ein CN-235 Seeüberwachungsflugzeug helfen, die Flugverbotszone über Libyen durchzusetzen. Auch ein U-Boot der Agosta-Klasse, die «Tramontana» (S-74) wird von Spanien für die Libyen-Mission eingesetzt. Die Fregatte «Mendez Nuñez» (F-104) komplettiert den spanischen Beitrag. Eine Mirage 2000-5 der katarischen Luftwaffe bei einem Tankstopp auf dem Flughafen Larnaca auf Zypern. Katar beteiligt sich mit vier Kampfjets und einem Frachtflugzeug am Einsatz gegen das Gaddafi-Regime. Norwegen beteiligt sich mit sechs F-16 an der Libyen-Mission. Nach einem Zwischenstopp auf dem Luftwaffenstützpunkt Souda auf der griechischen Insel Kreta sollen sie nach Sigonella auf Sizilien verlegt werden. Im Bild ebenfalls sichtbar sind zwei Mirage 2000-5 Jets aus Katar. Norwegen erwägt zudem den Einsatz eines Seefernaufklärers vom Typ «Orion». Im Bild eine Lockheed P-3W «Orion» der australischen Luftwaffe. Eine knappe Woche nach Beginn der Militäroperationen in Libyen haben die Vereinigten Arabischen Emirate als zweites arabisches Land Kampfjets bereitgestellt. Der Beitrag besteht aus sechs Maschinen des Typs F-16 E/F ... ... und sechs Mirage 2000. Die Flugzeuge sind auf der NATO-Basis Decimomannu nahe Cagliari auf Sardinien stationiert. Auch die USA beteiligen sich mit schwerem Geschütz. Von der «USS Barry» aus hat die US-Marine dutzende Tomahawk-Marschflugkörper auf libysche Luftabwehrstellungen abgefeuert. Auch von der «USS Stout» wurden Tomahawks abgefeuert. Das Flaggschiff der 6. US-Flotte im Mittelmeer, die «USS Mount Whitney», ist ebenfalls Teil des Einsatzdispositivs gegen Gaddafi. Das amphibische Angriffsschiff der US-Navy «USS Kearsarge» teilt seine Dienst mit ... ... der «USS Ponce». Im Bild die Durchfahrt der «Ponce» durch den Suez-Kanal am 2. März. Die «USS Kearsarge» hat vier AV-8B Harrier II des US-Marine-Corps an Bord. Das Atom-U-Boot «USS Providence» ist eines von drei US-Unterseebooten im Mittelmeer. Für Luftschläge setzen die USA unter anderen Tarnkappenbomber vom Typ B-2 ein. Für eine erste Angriffswelle starteten die Jets auf der Whiteman Air Force Base in Missouri, wohin sie anschliessend zurückkehrten. Diese Mission dauerte insgesamt über 25 Stunden. Um die Situation vor Ort in Libyen zu erkunden, setzen die USA Drohnen (unbemannte Flugzeuge) vom Typ Global Hawk ein. Die Drohnen starten auf der NATO-Basis Sigonella auf Sizilien. US-Kampfjets des Typs F-16C Fighting Falcon operieren von der NATO-basis Aviano in Italien aus. Über Libyen sind auch F-15E Strike Eagle der US-Luftwaffe unterwegs. Am 22. März stürzte ein Jet dieses Typs vermutlich wegen technischer Probleme über Libyen ab. Beide Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig retten. Die USA steuern zudem EA-18-Kampfbomber, ... ... zwei Transportflugzeuge vom Typ C-17 ... ... und ein C-130 Frachtflugzeug bei. Im Bild: Der Landeanflug einer C-130 auf der NATO-Basis Aviano in Italien.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seit Samstag fallen Bomben und Marschflugkörper auf Libyen, doch eine einheitliche Kommandostruktur existiert noch immer nicht. Umstritten ist vor allem die Rolle der NATO: Grossbritannien und die USA wollen der Militärallianz die Führung übertragen, Deutschland, Frankreich und die Türkei wehren sich aus ganz unterschiedlichen Motiven dagegen.

Jetzt zeichnet sich ein Kompromiss ab, der gemäss dem «Guardian» auf eine Arbeitsteilung nach bosnischem Vorbild hinausläuft: Demnach übernimmt die NATO die militärische Führung bei der Durchsetzung der Flugverbotszone, die politische Aufsicht bei der Umsetzung der UNO-Resolution 1973 hingegen würde von einer Koalition übernommen, der neben den USA, Grossbritannien und Frankreich auch arabische Staaten angehören sollen.

US-Präsident Barack Obama soll am Dienstag in separaten Telefongesprächen mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und dem britischen Premierminister David Cameron über eine solche Lösung gesprochen haben. Doch nach wie vor bleibt vieles unklar, und die Interessen der verschiedenen Parteien gehen teils weit auseinander. Ein Überblick:

Warum wollen sich die USA zurückziehen?

Derzeit laufen die Fäden des Libyen-Einsatzes beim Afrika-Kommando (Africom) der US-Streitkräfte in Stuttgart zusammen. Doch die USA wollen ihren Beitrag unbedingt zurückfahren, wie Obama am Dienstag erneut betonte. Nach Afghanistan und Irak wollen sie nicht erneut als Aggressor gegen ein muslimisches Land auftreten. In Amerika ist zudem die Ansicht weit verbreitet, dass Libyen in erster Linie ein Problem der Europäer ist. Im Kongress ist zudem bereits Widerstand gegen die Kosten der Aktion laut geworden.

Welche Rolle spielt Frankreich?

Nicolas Sarkozy ist der eigentliche Antreiber des Militäreinsatzes gegen Gaddafi. Schon kurz nach dem Pariser Libyen-Gipfel vom letzten Samstag lancierte er die ersten Luftangriffe, «ohne die Verbündeten genügend zu informieren», wie der «Guardian» schreibt. Gegen eine Führungsrolle der NATO wehrte er sich, weil das Bündnis in der muslimischen Welt wegen des Afghanistan-Kriegs einen schlechten Ruf habe. Stattdessen favorisierte Sarkozy eine gemeinsame britisch-französische Führung. Doch bei David Cameron biss er auf Granit, die Briten beharren auf einem NATO-Kommando. Jetzt gibt Frankreich offenbar nach.

Warum bremst die Türkei?

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ist verärgert über Frankreichs Vorpreschen, nicht zuletzt weil die Türkei nicht zum Pariser Libyen-Gipfel eingeladen wurde. Erdogan muss auch auf die öffentliche Meinung in seinem Land Rücksicht nehmen, ausserdem fürchtet die Türkei um ihr Ansehen in der arabischen Welt und pocht auf mehr Schutz gegen mögliche zivile Opfer. Deshalb hat Ankara bislang eine NATO-Führungsrolle blockiert. Nach einem Telefongespräch mit Barack Obama am Montag soll Erdogan zu mehr Flexibilität bereit sein. Am Dienstag allerdings bekräftigte er nochmals sein Nein zu einem NATO-Einsatz.

Was wollen die Araber?

Muammar al Gaddafi hat kaum noch Freunde in der arabischen Welt. Die arabische Liga sprach sich denn auch für eine Flugverbotszone über Libyen aus. Nach den ersten Angriffen und Berichten über zivile Opfer machte Generalsekretär Amr Mussa eine Kehrtwende, um dann das Vorgehen doch wieder zu unterstützten. Bislang beteiligt sich mit Katar erst ein arabisches Land am Kampfeinsatz, das Emirat hat zwei Flugzeuge entsandt. Ein hoher US-Regierungsbeamter zeigte sich gegenüber CNN jedoch zuversichtlich, dass sich in den nächsten Tagen weitere arabische Staaten «auf verschiedenste Art» an der Durchsetzung der UNO-Resolution beteiligen werden. Sollte der Einsatz jedoch lange dauern und zivile Opfer fordern, dürfte die Stimmung in der arabischen und muslimischen Welt schnell kippen.

Warum steht Deutschland abseits?

Die deutsche Regierung will sich keinesfalls an militärischen Aktionen gegen Libyen beteiligen. Sie hat sich im UNO-Sicherheitsrat der Stimme enthalten und am Dienstag ihre Streitkräfte aus dem Mittelmeerraum zurückgezogen. Mit dieser Haltung stösst Deutschland bei den Verbündeten auf grosses Unverständnis. Ex-Aussenminister Joschka Fischer spricht von einem «skandalösen Fehler». Kritiker vermuten innenpolitische Motive. Dieses Jahr finden wichtige Landtagswahlen statt, und die Regierung von Angela Merkel und Guido Westerwelle befindet sich bereits wegen der Atom-Katastrophe in Japan unter Druck.

Welches Ziel hat die Militäraktion?

Einerseits geht es um die Durchsetzung des Flugverbots über Libyen, doch es gab auch direkte Angriffe auf Gaddafis Truppen. Experten kritisieren, die UNO-Resolution 1973 sei unklar formuliert, ausgeschlossen ist einzig der Einsatz von Bodentruppen. Was zur Frage führt: Soll der Diktator gestürzt werden? Barack Obama betonte, dies sei nicht der Fall, doch er und die Verbündeten erklärten gleichzeitig, sie wollten Gaddafis Abgang. Bislang kann sich der libysche Herrscher gegen die unorganisierten und schlecht bewaffneten Rebellen offenbar gut behaupten. Was geschieht, wenn sich der Konflikt in die Länge zieht? Es ist nicht zuletzt diese Unklarheit, die viele Kritiker des Militäreinsatzes hervorheben.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schwab A. am 24.03.2011 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sarkonneries

    Gottseidank macht Deutschland nicht mit. Was da läuft, kann man als "Sarkonneries" bezeichnen. Da betreibt ein kleiner Mann Imagepflege auf Kosten ganz vieler. Krieg kann man nicht mit Krieg bekämpfen, Frieden mit Waffengewalt herbeiführen....

  • Tobias Baumann am 23.03.2011 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Das Ganze ist Sinnlos

    Gadaffi lässt sich, wie sich zeigt, von den Bombardements des Westens nicht beeindrucken. Über die Sanktionen kann er ebenfalls nur lachen. Da stellt sich doch die Frage, was bringt das Ganze? Gadaffi wird auch nicht Ruhe geben, sollte er aus dem Amt vertrieben werden... Meiner Meinung nach sind die Einzigen, die von den ganzen Sanktionen getroffen werden die Rebellen. Wo bleibt die kritische und realistische Berichterstattung?

    einklappen einklappen
  • hahaha am 23.03.2011 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Soviel Öl hat Libyen nicht! 1.7%!

    In vielen Kriegen stimmte die Öl-Vermutung. Hier aber nicht! Heute wird Öl wie folgt gefördert: Freundlich-gesinnte Regierungen suchen und Abkommen treffen; wenn nicht gutgesinnt: nicht-militärische Destabilisierung der Regierung! Klappt dies auch nicht: Wirtschaftskrieg, in der Hoffnung dass der Staat mal am Tropf des IWF hängt, damit mit der Rettung der Finanzen JEDE Forderung der Öl Multis als Bedingung für jeden Rappen gestellt. Nach dem Debakel in Irak wird KEIN Land mehr auf diesem Weg Öl suchen! Nun wurde die Proteste nicht von westlichen Länder begonnen, ausser FB/Twitter wären Länder!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Offene Fragen am 25.03.2011 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Gaddafi sitzt auf Finanzen, Gold und Öl!

    Es gehe nicht darum Gaddafi zu stürzen (Amerikanisches Statement)? Nun sind seine Waffensysteme weggebombt und die westliche Kriegsmaschinerie und Waffenindustrie kann, sollte er bleiben, fette Geschäfte mit dem Verkauf moderner Waffensystemen machen. Menschliche Schicksale interessieren diese Zocker nicht. Um Gaddafi und seinen Clan auszulöschen hätte vermutlich eine einzige Rakete gereicht.

  • Eidgenoss 88 am 24.03.2011 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zeit für eine Debatte auf 20 Minuten

    Würde die Schweiz an der Intervention in Lydien teilnehmen, gefährdet dies die guten Beziehungen zu Russland und unsere Neutralität. Würde die Schweiz an der Intervention nicht teilnehmen ist das ein weiterer Sieg der Darstellung wie erpressbar die Schweiz geworden ist. Wie es die Vergangenheit gezeigt hat ist auf das Ausland nicht Verlass. Ganz im Gegenteil. Die EU Staaten helfen sich ja nicht einmal gegenseitig. Daher ist es Zeit über eine neue Ausrichtung der Schweiz zu debattieren. Man kann das Militär heute wie ein Hoch technologisches Unternehmen sehen. Aus diesem Grund wird das Milizsystem allmählich überholt. Der Aufbau einer kleinen extrem schlagkräftigen Armee, mit Technologien aus dem nächsten Jahrhundert wird deshalb unumgänglich. Weniger Panzer, weniger Puch und keine Stahlmulden die die Nutzlast eines Saurer D330 einen drittel reduzieren.

  • F, Meyer am 24.03.2011 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Freiheitskämpfer

    Das sind Freiheitskämpfer für eine geregelte Demokratie und die sollten unterstützt werden. Gaddafi will das Volk als Untertane wie in der Steinzeit. wer nicht horcht muss sterben.

    • Nora Nordmann am 24.03.2011 11:54 Report Diesen Beitrag melden

      Freiheitskämpfer, F. Meyer

      F.Meyer, Komisch ist, dass genau die, die für eine Demokratie und Sturz von dem bösen, bösen Gaddafi erreichen wollen, bis vor kurzem den gleichen Gaddafi mit allen Ehren empfangen und gefeiert haben. Der Gaddafi muss in dem Fall Üüber Nacht ein Tyran, Mörder eigenes Volkes, etc. etc. geworden sein .... ?!?!?

    • Jürg am 24.03.2011 14:58 Report Diesen Beitrag melden

      Stunde der Heuchler

      Klar, Europa ist gegen Gaddafi, also war es schon immer so.. Allesamt haben sie ihn ehrenvoll empfangen und dick Geschäfte mit ihm betrieben. Die EU, lieber F Meyer ist im übrigen dem Namen Demokratie nicht würdig, wie scheinheilig also, dass diese im Zusammenspiel mit den USA im Namen der Freiheit in den Krieg ziehen. Diese Nummer wird auch nicht neuer. Der Westen hatte noch nie ein Problem mit Diktatoren, solange diese taten, wie ihnen befohlen wurde.

    einklappen einklappen
  • Schwab A. am 24.03.2011 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sarkonneries

    Gottseidank macht Deutschland nicht mit. Was da läuft, kann man als "Sarkonneries" bezeichnen. Da betreibt ein kleiner Mann Imagepflege auf Kosten ganz vieler. Krieg kann man nicht mit Krieg bekämpfen, Frieden mit Waffengewalt herbeiführen....

  • Bolivar am 24.03.2011 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Israel....

    Libyen wurde wegen Öl und Wasser angegriffen,nichts anderes!Was Gaddafi in diesem Stammeskrieg macht ist nichts im Vergleich zu Israel.Tausende Palästinenser sind ohne Anklage im Gefängnis,Gebiete werden einfach so besetzt und ein ganzes Volk unterdrückt und getötet.Was macht der Westen? Nichts!

    • DaVE am 24.03.2011 10:16 Report Diesen Beitrag melden

      meine Güte!

      Jaja das böse Israel und die ach so lieben Palästinenser... so einfach ist die Welt, nicht?

    • Reto K. am 24.03.2011 11:54 Report Diesen Beitrag melden

      Selbst schuld!

      Seit ich denken kann versucht der "Westen" in Israel zu helfen. Doch anscheinend wollen sowohl Israel wia auch die Palästinenser gar keine Einigung.

    • Markus am 24.03.2011 12:31 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      @Bolivar - Vorbehaltlos einverstanden mit diesem Vergleich, der zudem wieder sehr aktuell ist. Wieder sind israelische Flugzuege unterwegs um Palestinenser zu liquidieren. Dass da mal eine Bombe gezuendet wird in Tel Aviv oder Jerusalem ist nur normal, und verstaendlich.

    • Jacky M. am 24.03.2011 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      @ Bolivar

      Wie ist Israel enstanden? Da war doch die UNO "Geburtshelferin". Wie soll sie denn jetzt gegen die Israeli vorgehen? Sie würde sich angreifbar machen, dass sie selber ja diesen Schlammasel zu verantworten hat. Und wer erwartet schon, dass die heutige UNO ihre Taten von damals revidiert??

    • Onkel Mec am 24.03.2011 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      Sind Selbstmordanschläge eine Antowort?

      @alle: Klar, Israel agiert falsch. Irgendwie immer. Aber darf man einen aussichtslosen Krieg gegen sich mit Selbstmordanschlägen noch weiter schüren? Mal abgesehen, dass dieses kriegerische Mittel keinen einzigen Soldaten trifft, es macht sicherlich auch keine Freunde in der restlichen Welt.

    • Bolivar am 24.03.2011 14:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Jacky

      Was Du wegen der UNO schreibst ist richtig,die UNO hat den Staat ohne Berechtigung geschaffen.Aber wie wäre es z.Bsp.mit einer Flugverbotszone über Israel damit keine Palästinenser mehr getötet werden?Blauhelme die für die Sicherheit sorgen?Abbau der illegalen zionistischen Siedlungen?Gleichberechtigung jüdischer und (ja das gibt es!)moslimischer Israeli? @Onkel Mec:wenn man mir mein Land und Haus wegnehmen würde oder meine Kinder umbringen,auch ich wäre bereit zu einem Selbstmordanschlag!Man muss doch den stärkeren anprangern,nicht der chancenlos Unterlegene?

    • Christoph am 26.03.2011 05:49 Report Diesen Beitrag melden

      @ alle "Freunde" Israels

      Die Geschichte ist doch nicht so alt. Warum musste der Staat Israel enstehen? Aus dem einfachen Grund, dass ein Hitler und seine Mitläufer gab, welche die Juden ausrotten wollten und die Europäer, die wohl keine Juden waren, welche mitmachten. Die Enstehung des Staates Israel ist durch Abstimmung der Nationen enstanden. Mit dem Geld, das sie von der EU so erhalten, könnten die Palästinenser einen ebenso modernen Staat haben wie Israel, wenn sie es wollen. Aber das Thema des Artikels heisst "Das grosse Krach um Lybien-Einsatz"und nicht Israel oder die beliebten Selbstmordanschläge der Palis.

    einklappen einklappen