Mexiko

12. Januar 2011 21:28; Akt: 12.01.2011 21:48 Print

Der höchste Blutzoll des Drogenkriegs

Mexikanischen Drogenbanden sind im Jahr 2010 nach offiziellen Angaben 15 273 Menschen zum Opfer gefallen. Das übertrifft den bisherigen «Rekord» massiv.

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15 273 Tote im Drogenkrieg. Der bisherige Rekord lag bei rund 9000 Toten in 2009. Damit starben allein im Jahr 2010 rund die Hälfte aller Opfer, die in der blutigen Auseinandersetzung seit Beginn einer Militäroffensive gegen die Drogenkartelle vor rund vier Jahren zu beklagen sind.

Wie der für Sicherheit zuständige Regierungssprecher Alejandro Poiré am Mittwoch mitteilte, war die Zahl der von Banden begangenen Morde vor allem in den ersten neun Monaten dramatisch gestiegen.

Die Hälfte der Gewalttaten habe sich in drei Staaten im Norden des Landes ereignet, sagte der Sprecher bei einer Sicherheitskonferenz mit Präsident Felipe Calderón. Dabei handelt es sich um Chihuahua mit den Grenzstädten Ciudad Juárez, Sinaloa und Tamaulipas. In 89 Prozent der Fälle seien Mitglieder rivalisierender Banden getötet worden.

Calderón hatte den Drogenkartellen bei seinem Amtsantritt im Dezember 2006 den Krieg erklärt. Er rüstete die Bundespolizei aus und schickte mehrere Zehntausend Soldaten in den Kampf. In den vier Jahren der Amtszeit Calderóns sind mehr als 30 000 Menschen getötet worden.

(sda)