Nach Kritik an Foto

16. Dezember 2019 19:11; Akt: 16.12.2019 22:48 Print

Video zeigt Greta in überfülltem Zug

Gretas Bahnreise schlägt weiter hohe Wellen. Dass sie die Weiterfahrt in der ersten Klasse verschwiegen habe, koste Glaubwürdigkeitspunkte, sagt eine deutsche Ministerin.

Keine Sitzplätze mehr: Klimaaktivistin Greta Thunberg war auf ihrer Rückreise in einem überfüllten ICE unterwegs. (Video: Dagens Nyheter)
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Das Foto zeigt Greta in einem überfüllten Zug auf dem Boden sitzend: Die schwedische Klimaaktivistin befand sich am Samstag nach ihrer Teilnahme an der Klimakonferenz in Madrid auf der Rückreise in den Norden und hatte dabei in einem Ersatzzug ab Basel keinen Sitzplatz mehr bekommen.

Ein am Montag aufgetauchtes Video zeigt die Situation im ICE: Zahlreiche Reisende fanden keinen Sitzplatz mehr und mussten entweder stehen oder sich auf den Boden setzen – so wie Greta.

Die Deutsche Bahn hatte am Sonntag auf den entsprechenden Tweet der 16-Jährigen geantwortet und dabei darauf aufmerksam gemacht, dass Greta ab Kassel auf einem Sitzplatz weiterreisen konnte – in der ersten Klasse. Für diesen freundlichen Hinweis musste sich die Deutsche Bahn Kritik gefallen lassen.

Aber auch Greta erntete negative Reaktionen. Sie selbst wollte das Foto nicht als Kritik an der Bahn verstanden wissen – dass sie die Weiterreise in der ersten Klasse unterschlagen hat, kommt allerdings selbst beim linken Lager nicht gut an.

«Kostet Glaubwürdigkeitspunkte»

«Das ist natürlich keine gute Situation. Sie hat den zweiten Teil der Geschichte nicht öffentlich erzählt, wahrscheinlich wusste sie, warum», sagt die deutsche SPD-Familienministerin Franziska Giffey gegenüber der «Bild».

Linke kritisieren Greta für Foto aus überfülltem ICE

Das Foto, das Greta auf dem Boden sitzend zeigt, sei «ein Stück weit Selbstinszenierung». Auch wenn sie es beachtlich finde, was Greta in ihrem jungen Alter bewegen könne: «Zu einem gewissen Teil kostet das schon ein paar Glaubwürdigkeitspunkte», so Giffey weiter.

Greta hatte in der vergangenen Woche an der Klimakonferenz in Madrid teilgenommen und war am Freitag nach Turin an eine Klimakundgebung weitergereist. Am Samstag trat sie die Heimfahrt in Richtung Schweden an.


«Überfüllte Züge sind ein gutes Zeichen, denn sie bedeuten, dass die Nachfrage nach Zugreisen hoch ist!»

(scl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kai N. Blender am 16.12.2019 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    PR das Mass aller Dinge

    Auch Bilder können etwas anderes vermitteln, gäll Greta. Als Weltretterin macht das natürlich mehr Eindruck als feudal in der 1. Klasse zu sitzen. PR macht eben auch bei den Ökofreaks keinen Halt. Nur glaubwürdiger werden sie darum auch nicht.

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  • Margie am 16.12.2019 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    Überfüllt? Sieht leer aus!

    Der Zug sieht überhaupt nicht überfüllt aus! Sie ist die einzige auf dem Bild! In überfüllten Zügen, stehen aber viele Leute ziemlich dicht aneinander. Wo sind denn die anderen?

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  • Magoo am 16.12.2019 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Greta

    Wie kann man Greta und Glaubwürdig in einen Kontext bringen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • No Greta am 17.12.2019 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich fasse es nicht

    Es ist wirklich erschreckend, da kommt Gretli und niemanden bietet ihr einen Sitzplatz an. Unverständlich und fatal, dass dies einer solchen Klimaikone überhaupt passieren kann.

  • Z. Jung am 17.12.2019 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wo sitzen die vielen Pendler im Zug?

    Hätte sie nicht wieder die Schule geschwänzt, hätte sie zuhause gemütlich sitzen können. Warum sagt ihr niemand, dass der Klimawandel unumstösslich ist. Der wäre so oder so gekommen, nur nicht so schnell. Das haben wir Menschen verursacht. Es wäre sinnvoller, die Umweltverschmutzung einzudämmen, dann wäre aktuell schon viel getan. Zu Greta, sie sollte besser zur Schule und spielen gehen, dann wäre ihre Kindheit besser intakt.

  • Er Cla am 17.12.2019 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Cyrille, Zürich am 17.12.2019 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    In der ÖV am Boden.. Und jetzt?

    Eine jugendliche und wie es scheint, gesunde Person sitzt im Zug am Boden.. Wo ist das Problem? Das kommt täglich irgendwo vor, ohne dass es eine Schlagzeile wert ist. Wenn interesiert es?? Übrigens wird Greta auf den Atlantiküberquerungen mehrmals auf dem Boden gesesen sein.

  • Livia am 17.12.2019 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    PR

    Ist es nicht bedenklich, wenn der Greta-Staff in der 1.Klasse reist und Greta zu PR-Zwecken kurzzeitig auf den Boden beordert wird... Zu dem: wenn ich diesen Zug einfach so besteige, weiss ich zum voraus, dass ich eventuell keinen Sitzplatz finde und stehen bzw mich auf den Boden setzten muss.