Pakistan

13. Januar 2014 08:30; Akt: 13.01.2014 08:30 Print

Deutscher Konvertit von US-Drohne getötet

Bei einem Drohnenangriff der USA im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet soll erstmals ein deutscher Konvertit (27) getötet worden sein. Dies jedoch schon im Februar 2012.

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Der Konvertit Patrick K. aus Offenbach in der von deutschen Islamisten veröffentlichten Videobotschaft.

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Beim Getöteten handelt es sich nach Informationen von deutschen Zeitungen um den 27-jährigen Patrick K. aus Offenbach. Aus einer Videobotschaft deutscher Islamisten gehe hervor, dass der Mann bereits am 16. Februar des letzten Jahres bei einem US-Drohnenangriff in Waziristan, einer nordwestlichen Bergregion Pakistans an der Grenze zu Afghanistan, ums Leben kam.

«Welt»-Informationen zufolge ist Patrick K. bereits als 14-Jähriger in Deutschland zum Islam konvertiert. 2011 sei er mit Frau und Tochter über Peschawar in die Stammesgebiete in Waziristan gereist. Dort habe er sich wahrscheinlich der islamistischen Terrorgruppe Islamische Bewegung Usbekistan (IBU) angeschlossen.

Gemäss der «Süddeutschen Zeitung» war der 27-Jährige an diesem 16. Februar offenbar mit mehreren usbekischen Kämpfern nahe der Stadt Mir Ali unterwegs, als eine US-Drohne ihr Fahrzeug traf. Beim Angriff starben alle zehn Insassen. Den Tod des Konvertiten sollen die Bonner Brüder Mounir und Yassin Chouka bekannt gegeben haben. Diese reisten 2008 aus Deutschland ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet aus und sind seitdem die Nachrichtensprecher des Dschihads.


Es wäre der erste deutsche Konvertit, der bei einem US-Drohnenangriff getötet wurde. Seitens der deutschen Behörden gab es zunächst keine Bestätigung über Patrick K.s Tod.