Rauswurf von CIA-Mann

12. Juli 2014 02:33; Akt: 12.07.2014 03:38 Print

Deutschlands Reaktion ein «Wutanfall»

Die deutsche Regierung hat den CIA-Stationsleiter endgültig aus dem Land geworfen. Ein US-Abgeordneter kritisiert die Reaktion der Bundesregierung scharf.

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Der US-Abgeordnete Mike Rogers kritisiert Deutschlands Rauswurf des CIA-Stationsleiter: «Von den Deutschen erwarten wir das nicht.» (Bild: Keystone/AP/Charles Dharapak)

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In den USA wächst die Kritik am Rauswurf des CIA-Stationsleiters in Berlin. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Mike Rogers, sprach am Freitag von einem «Wutanfall» der Bundesregierung.

«Das ist Etwas, was wir von den Russen, den Iranern und Nordkoreanern erwarten, nicht etwas, was wir von den Deutschen erwarten», sagte er dem TV-Sender CNN am Freitag. Die US-Geheimdienste hätten den deutschen Diensten Informationen geliefert, die das Leben von Deutschen gerettet hätten.

Andere Spione dürften bleiben

Der Rauswurf des CIA-Mannes «scheint schlichtweg nicht wie die Reaktion eines Erwachsenen». Zugleich warf Rogers den Deutschen praktisch vor, iranische und russische Top-Spione im Land zu tolerieren. «Ich sehe kein Interesse, diese Chefs rauszuwerfen.»

Zuvor hatte bereits das Weisse Haus Deutschland aufgefordert, den Ärger über die Spionageaffäre intern zur Sprache zu bringen. Es sei nicht sinnvoll, das Thema in den Medien zu diskutieren, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Josh Earnest.

(sda)