Video aufgetaucht

08. Januar 2016 20:14; Akt: 08.01.2016 20:14 Print

Die Bombenbau-Tutorials des «Islamischen Staats»

Ferngesteuerte Autos, Sprengstoffgürtel: Die IS-Terrormiliz bastelt in Raqqa an neuen Waffen – auch für Anschläge im Westen und auf Passagierflugzeuge.

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Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) feilt an neuen, hochentwickelten Waffen. Das belegen Videoaufnahmen, die dem britischen TV-Sender Sky News vorliegen. Die rund acht Stunden Material konfiszierten Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) im Norden Syriens, als sie einen Ausbilder des IS an der Grenze zur Türkei aufgriffen.

Die Aufnahmen zeigen, wie die Terrormiliz Islamischer Staat Wissenschaftler und Waffenexperten einsetzt — möglicherweise, um Angriffe in Europa durchzuführen. Auch Flugzeuge scheinen vermehrt im Visier der Islamisten zu sein.

Raketen für Angriffe auf Passagierflugzeuge

Laut Sky News versuchten Entwickler des IS, Geschosse umzubauen, die ursprünglich an Kampfjets montiert waren. Sie modifizierten die Raketen so, dass sie auf Hitze reagieren. So könnte der IS vom Boden aus Passagierflugzeuge abschiessen.

Die «Werkstätte» oder «Bomben-Uni des IS», wie es «Welt.de» nennt, soll in Raqqa liegen, der «Hauptstadt» des IS. Laut «Sky News» befindet sich diese in einer ehemaligen Pferdereithalle. Hier erhalten Islamisten aus Syrien, dem Irak, Sudan, Tunesien, Somalia, Ägypten und Pakistan Terror-Training.

Ferngesteuerte Autos und Drohnen

In Bomben-Labors tüftelt der IS auch an ferngesteuerten Autos. Um allfällige Wärmescanner an Sicherheitsschranken umgehen zu können, bauen die Tüftler im Video Schaufensterpuppen um. Sie versehen sie mit elektronischen Heizkissen, die Körperwärme simulieren, um mögliche Scanner zu umgehen.

Diese Variante habe vor allem in Gegenden, in denen Selbstmordattentäter rar sind, grosses Potenzial, so der Bombenexperte Chris Hunter zu «Sky News». Sicherheitskräfte würden denken, dass jemand in einem Auto sitze, und die Attentäter könnten dann näher an potenzielle Ziele gelangen.

Videos richten sich an Jihadisten im Westen

Die Videos seien zu Schulungszwecken gedreht worden, sagt ein IS-Deserteur einem Reporter von «Sky News». Im IS-Gebiet würden Kämpfer öffentlich trainiert — die Anleitungen zum Bombenbau seien an Jihadisten in Europa gerichtet.

Auch europäische Geheimdienste gehen davon aus, dass der IS gezielt Material an Anhänger im Westen weitergibt, um ihnen beizubringen, Sprengstoffwesten und Autobomben selbst herzustellen. Es wird inzwischen vermutet, dass die Sprengstoffgürtel, die die Attentäter vom 13. November in Paris trugen, in Frankreich oder Belgien produziert wurden.

(cfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Birdy am 08.01.2016 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein ende setzen

    Einmarschieren da unten und zwar alle!!! Usa, russland, china und wer sonst noch in der allianz sein will!! Diktatur einführen mit begrenzten freiheiten und langsam über jahrzente neue und stabile staaten aufbauen. Sicherstellen das mann und frau gleichgestellt ist, alle arbeit haben, medizinische versorgung und schulbildung. Der einzige weg ist, diese zusammen mit den gemässigten vor ort zusammen aufzubauen!!

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  • René B. am 08.01.2016 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man weiss so viel

    und tut trotzdem sooo wenig :-(

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  • Beobachter am 08.01.2016 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Aus England

    Hier in England werden Muslime massiv beforzugt. Si ebekommen alle moeglichen Verguenstigungen die keine andere Religion bekommt. Bart und Tschador sind keine Seltenheit. Auch nicht an der Uni. Dann braucht man sich natuerlich nicht zu wundern wenn es auch viele Terrorzellen gibt und die Sharia seit einigen Jahren in Kraft ist. England hebt viele Terrorzellen aus. Der Staat versucht das aber so gut es geht zu verschweigen. Auf Beschwerden wegen Sexuellen uebergriffen auf Teenager war die Antwort stereotyp das es ein lokales Problem sei und nichts mit der Religion zu tun hat. Geht sei Jahern so

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Müller am 12.01.2016 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Behandlung, aber bitte an den Wurzeln

    fakt ist, dass man etwas gegen den IS unternehmen muss, denn es kann so nicht weitergehen. Das problem ist, dass die Öl- und Waffen/Rüstungslobby vom IS profitiert. Öl gelangt vom IS zur Türkei und von dort zu uns. Käufe von Waffen und Pfefferspray in der Bevölkerung nehmen stets zu und ebenso die exporte ins Ausland. der Staat heisst dies gut, schliesslich sahnt er ja ab. das ergebnis zeigt sich tagtäglich inform der Bilder, die uns durch die Medien erreichen. Da der Staat nicht gewillt ist, einzuschreiten, stellt sich die Frage was kann man tun? Ein Anfang wäre, auf die Strassen zu gehn!

  • Susi Weber am 10.01.2016 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Gerichte können helfen

    Es tönt wohl radikal aber ich sehe keine andere Lösung: man muss verhindern dass ausgereiste Europäer die sich dem IS anschlossen wieder zurückkommen. Dies kann man nicht mit Gerichtsurteilen und Sozialintegrations-Projekten lösen. Jeder einzelne muss zwingend in auf dem Gebiet des IS getötet werden.

  • vini am 09.01.2016 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bombenbau

    keine Angst der Staat wird uns schützen vor solche Anschläge, PS: wohl kaum

  • m.t am 09.01.2016 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    europa

    ich glaub die Is werden noch europa mit giftbomben oder europas grundwasser vergiften .und sie werden europa entmachten.wir dùrfen die augen nicht verschliessen.

  • Peschmerga am 09.01.2016 12:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr lange

    Ramadi wurde erobert. Diese Leute werden nicht mehr lange leben.