Totaler Blackout

17. Juni 2019 06:56; Akt: 17.06.2019 06:56 Print

Die grössten Stromausfälle weltweit

In Argentinien kam es am Sonntag erstmals zu einem landesweiten Stromausfall. Eine Chronik der grössten Blackouts der Geschichte.

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In ganz Argentinien und Uruguay ist es am 16. Juni 2019 zu einem massiven Stromausfall gekommen. 48 Millionen Menschen waren rund acht Stunden ohne Strom. Der bisher grösste Stromausfall in der Geschichte fand zwischen dem 30. und 31. Juli 2012 in Indien statt. Er betraf über 600 Millionen Menschen im Norden und Osten des Landes. Im März 2015 wurden wegen des Ausfalles mehrerer Kraftwerke 80 Provinzen der Türkei nicht mehr mit elektrischer Energie versorgt. 76 Millionen Menschen blieben für neun Stunden ohne Strom. Am 26. Januar 2015 haben Rebellen in Pakistan einen Übertragungsmasten in die Luft zu gesprengt und somit 80 Prozent des Landes zum Stillstand gebracht. 140 Millionen waren betroffen. Am 1. November 2014 hat ein landesweiter Stromausfall das öffentliche Leben in Bangladesch komplett lahm gelegt. Grund dafür war eine defekte Hochspannungsleitung. 140 Millionen Menschen waren zwölf Stunden ohne Strom. 5.7 Millionen Menschen in Kalifornien, Arizona und Mexiko waren am 8. September 2011 von einem massiven Stromausfall betroffen. Ein Defekt am Gross-Staudamm Itaipu im Süden Brasiliens sorgte zwischen den 10. und den 20. November 2009 für einen Stromausfall, von dem rund 87 Millionen Menschen - unter anderem in Grossstädten wie Rio de Janeiro und Sao Paulo - betroffen waren. Am 26. April 2007 wurde 80 Prozent von Kolumbien von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Börse von Kolumbien stellte ihren Betrieb ein, viele Menschen mussten aus steckengebliebenen Aufzügen befreit werden. Am 4. November 2006 kam in Europa zu einem grösseren Stromausfall. Teile von Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Österreich, Spanien waren betroffen. Der Ausfall dauerte zwei Stunden. Beim drittgrössten Stromausfall in der Geschichte blieben im Jahr 2005 100 Millionen Menschen auf Java und Bali ohne Strom. Am 28. September 2003 war ganz Italien und die Vatikanstadt ohne Strom. Auslöser war der Ausfall von zwei Schweizer Hochspannungsleitungen. Die Feier zur «Weissen Nacht» – eine Kulturnacht mit verschiedenen Konzerten in der Stadt Rom – wurde unterbrochen, als alle Lichter plötzlich ausgingen. Am 14. August 2003 kam es zu einem grossflächigen Stromausfall im Nordosten der USA sowie in Teilen Kanadas. 55 Millionen Menschen waren betrofffen. Rund 35 Millionen Menschen waren am 7. April 2001 auf den Philippinen vom Stromnetz abgeschnitten. Laut der Energiebehörde war der Grund des totalen Blackouts eine Überlastung des Netzes. Am 2. Januar 2001 kam es in Indien zum zweitgrössten Stromausfall der Geschichte: Diesmal waren 230 Millionen stundenlang ohne Licht. In New York City fiel am 13. Juli 1977 durch Blitzeinschläge der Strom aus. Die Folgen waren katastrophal: In vielen Quartieren - vor allem in den Armenvierteln - kam es zu Plünderungen, marodierende Horden legten über 1000 Brände. Am 9. November 1965 kam es zu einem Stromausfall im Nordosten der USA und Teilen von Kanada. 30 Millionen Menschen waren rund zwölf Stunden ohne Versorgung. Der Vorfall war so traumatisch, dass es sogar als Kulisse für einen Hollywoodfilm diente.

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