Analyse

10. September 2014 16:02; Akt: 10.09.2014 16:27 Print

Diese Waffen hat der IS schon erbeutet

Chinesische Maschinengewehre, russische Kalaschnikows, Panzerfäuste aus Ex-Jugoslawien: Das Waffenarsenal der Terrormiliz IS ist umfangreich.

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Über Waffenmangel kann sich die Terrorarmee Islamischer Staat (IS, vormals Isis) nicht beklagen. Erst vor Kurzem publizierten die Dschihadisten ein Video, in dem sie mit einem erbeuteten Kampfflugzeug prahlen. Auch schwere Artillerie und Drohnen sollen schon in ihrem Besitz sein. Die Organisation Conflict Armament Research hat nun genau analysiert, welche Waffen der IS besitzt.

Als Grundlage für ihren Bericht dienten zahlreiche Interviews mit kurdischen Peschmerga-Kämpfern sowie Kämpfern der YPG (Kurdish Protection Unit). Die Kurden dokumentierten exakt, wann sie welche Waffen von den IS-Kämpfern erbeutet hatten (siehe Diashow oben).

Seriennummern werden entfernt

Neben einer Übersicht zum Waffenarsenal zeigt der Bericht auch auf, über welch gut funktionierende Logistik der IS mittlerweile verfügt. So fanden YPG-Kämpfer vom IS erbeutete amerikanische Waffen im syrischen Ayn al-Arab – zwei Wochen nachdem IS-Kämpfer die Stadt Mosul erobert hatten. Dabei liegt Ayn al-Arab ganze 500 Kilometer von Mosul entfernt.

Weiter steht im Bericht, dass viele Seriennummern der Waffen weggeschweisst wurden, um deren Herkunft zu verschleiern. Wie dem Bericht zu entnehmen ist, verfügt der IS auch über saudische Panzerfäuste M-79. Diese wurden ursprünglich an die syrischen Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) geliefert.

Hier eine M-79 im Einsatz:


(Quelle: YouTube/Hamilton's Military Channel)


(bat)