Libyen

21. Februar 2011 07:09; Akt: 21.03.2011 16:53 Print

Diplomaten legen ihre Posten nieder

Der Zusammenhalt innerhalb des libyschen Regimes beginnt offenbar zu bröckeln: Mehrere ranghohe Botschafter schlossen sich der «Revolution» an.

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Libyens Präsident Muammar al-Gaddafi laufen die Diplomaten davon: Mehrere Botschafter sind nach dem blutigen Vorgehen der libyschen Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten zurückgetreten.

Der ständige Vertreter Libyens bei der Arabischen Liga, Abdel Moneim el Honi, legte am Sonntag seinen Posten nieder und schloss sich der «Revolution» in seinem Land an.

Ihm folgte am Montag ein ranghoher Diplomat in China: Vor laufender Kamera des Senders El Dschasira rief Hussein Sadiq el Musrati das gesamte diplomatische Korps auf, sich seinem Rücktritt anzuschliessen.

Der Diplomat berichtete von heftigen Kämpfen zwischen Gaddafis Söhnen, doch liess sich diese Information laut El Dschasira zunächst nicht bestätigen.

Botschafter in Indien zurückgetreten

Wenig später kündigte nach Informationen des britischen Senders BBC der libysche Botschafter in Indien, Ali el Essawi, seinen Rücktritt an. Er gab das blutige Vorgehen des libyschen Regimes gegen die Demonstranten als Grund für seinen Entscheid an.

Essawi warf der Regierung von Machthaber Moammar Gaddafi vor, ausländische Söldner gegen die Protestbewegungen einzusetzen. Die BBC bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass sie mit Essawi gesprochen habe. Eine Bestätigung der Botschaft in Neu Delhi lag jedoch keine vor.

(sda)