Afghanistan

20. Februar 2011 13:48; Akt: 20.02.2011 13:57 Print

Dutzende zivile Opfer bei NATO-Einsätzen

Eine NATO-Grossoffensive in Afghanistan in dieser Woche hatte offenbar schwere Folgen. Gegen 50 Zivilisten sollen getötet worden sein.

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Bei Einsätzen und Luftangriffen der internationalen Truppen sind im Osten Afghanistans in der vergangenen Woche möglicherweise dutzende Zivilisten ums Leben gekommen.

Der Gouverneur der Provinz Kunar, Faslullah Wahidi, sagte am Sonntag, dass bei den noch immer andauernden Kämpfen insgesamt 63 Menschen getötet worden seien. Etwa 50 der Toten seien Zivilisten gewesen, darunter mindestens 20 Frauen sowie mehrere Kinder, Teenager und ältere Männer.

Aufständische gegen die NATO

Demnach liefern sich Aufständische und Einheiten der NATO-Truppe ISAF Gefechte im entlegenen Distrikt Ghasiabad. Die ISAF bestätigte Einsätze in der Gegend, wies den Vorwurf getöteter Zivilisten allerdings zurück.

«Wir haben keine bestätigten Berichte über getötete Zivilisten», sagte ein Sprecher. Informationen, wonach sieben Zivilisten bei einem Luftangriff ums Leben gekommen seien, würden untersucht. Die ISAF tötete bei den Kämpfen nach eigenen Angaben 26 Aufständische.

(sda)