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08. August 2018 18:08; Akt: 08.08.2018 20:58 Print

Assads Ehefrau ist an Brustkrebs erkrankt

Asma al-Assad, die Ehefrau des syrischen Machthabers, ist an Brustkrebs erkrankt und wird in einem Militärspital in Damaskus behandelt.

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Die Ehefrau des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad ist an Brustkrebs erkrankt. «Mit Stärke und Zuversicht hat Asma al-Assad die ersten Behandlungen eines bösartigen Tumors in ihrer Brust begonnen», teilte die Präsidentschaft am Mittwoch in Damaskus mit.

Die Bekanntgabe von Details zum Gesundheitszustand von Mitgliedern der regierenden Familie ist für die arabische Welt ungewöhnlich. Das Geschwür sei früh erkannt worden. Assads Büro veröffentlichte ein Foto im Internet, das das Paar in einem Spital zeigt: Die 42-Jährige sitzt auf einem Stuhl, während sie offenbar intravenöse Infusionen bekommt. Sie und ihr Mann lächeln einander an. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Behandlung erfolge in einem Militärspital in Damaskus.

Verteidigerin der Bürgerrechte wird kritisiert

Asma ist seit dem Jahr 2000 mit dem syrischen Präsidenten verheiratet – die Hochzeit fand kurz nach dessen Amtseinführung statt. Als «First Lady» im Bürgerkriegsland tritt sie immer wieder als soziale Repräsentantin des Landes auf und besucht beispielsweise medienwirksam Verwundete. Das Paar hat zusammen drei Kinder.

Die Investmentbankerin, die 1975 in Grossbritannien als Tochter eines Kardiologen und einer Diplomatin geboren wurde, hatte sich nach ihrer Heirat mit dem syrischen Präsidenten als Verteidigerin der Bürgerrechte präsentiert.

Seit Beginn des Bürgerkrieges 2011 wird sie jedoch dafür kritisiert, nicht gegen das brutale Vorgehen der Regierung Stellung bezogen und ihren luxuriösen Lebensstil inmitten des Kriegselends beibehalten zu haben.

Vor Beginn des Syrien-Kriegs im Jahr 2011 hatten Modemagazine auch im Westen Artikel über Asma al-Assad veröffentlicht und lobten unter anderem ihren Stil.

(sda)