Anschlag in Bangkok

18. August 2015 14:19; Akt: 19.08.2015 08:18 Print

Einheimische beten wieder am Erawan-Schrein

Die thailändischen Behörden suchen nach mehreren Tatverdächtigen. Diese haben den abends stets gut besuchten Tatort bewusst ausgesucht.

Bildstrecke im Grossformat »
Der Verdächtige Yusufu M. bei einer Tatortbegehung in Bangkok. (9.9.2015) Verdächtiger gefasst: Auf Tafeln wurde nach «Thailands meistgesuchtem Mann» gefahndet. (23. August 2015) Schwierige Ermittlungen: Weil viele der installierten Überwachungskameras nicht funktionierten, müssen die Fahnder «Teile des Puzzles zusammensetzen». Mutmassliche Attentäter: Bilder einer Überwachungskamera zeigen drei Verdächtige. Einer der Verdächtigen am 17. August 2015 in einem Tuktuk. Das Tuktuk soll nach der thailändischen Polizei auf dem Weg zum Erawan-Schrein sein. Neues Fahndungsfoto: Das am 20. August von der thailändischen Polizei veröffentlichte Bild zeigt den Hauptverdächtigen als Beifahrer auf einem Motorrad. Die Behörden gehe davon aus, dass der Einzeltäter Helfer hatte und haben Interpol um Hilfe bei der Fahndung gebeten. Die thailändische Polizei sucht derzeit nach drei Verdächtigen, die auf Videobildern zu sehen sind. Mindestens einer von ihnen soll ein Ausländer sein. Die Polizei hat ein Phantombild des mutmasslichen Bombenlegers veröffentlicht In Nana untersuchte die Polizei ein verdächtiges Paket: Dieses Twitter-Bild soll die Situation vor Ort zeigen. (19. August 2015) Der mutmassliche Täter, auf den auch ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Wieder zugänglich: Der Erawan-Schrein ist für die Bevölkerung und Touristen freigegeben. (19. August 2015). Ein Soldat der thailändischen Armee weist einen Touristen und Einheimische vom Tatort weg. Buddistische Mönche halten eine Zeremonie für die Opfer ab. (19. August 2015) In der Nähe des Erawan-Schreins gedenken Menschen den Opfern des Attentats. (18. August 2015) Menschen legen nahe des Tatorts Blumen nieder. Auf religionsübergreifenden Zeremonien ist den Opfern des Anschlags gedacht worden. Die Polizei veröffentlicht ein Bild eines Verdächtigen, aufgenommen von einer Überwachungskamera. Er geht mit einem schwarzen Rucksack zum Erawan-Schrein... ...und kehrt ohne zurück. (18. August 2015) Menschen spenden Blut beim Roten Kreuz in Bangkok. (18. August 2015) Weitere Detonation: Ein Bild einer Überwachungskamera soll die Explosion vom 18. August beim Sathorn Pier zeigen. (18. August 2015) Polizisten untersuchen den zweiten Tatort. (18. August 2015) Nahe dem Erawan-Schrein legen die Menschen Blumen und Kondolenzschreiben nieder. (18. August 2015) Die Trauer bei den Angehörigen ist gross. (18. August 2015) Ein Bild der Zerstörung: Der Ort der Explosion am Tag danach. (18. August 2015) Eine erste Spur führt in den Norden des Landes: Forensiker untersuchen den Tatort. (18. August 2015) Die Bombe zerstörte sich auch selbst weitgehend: Ein Polizist sichtet Spuren. (18. August 2015) Polizisten, Rettungskräfte und Armeeangehörige versuchen sich einen Überblick zu verschaffen. (17. August 2015) Schwere Explosion im Zentrum Bangkoks: Ein Polizist am Ort des Geschehens. (17. August 2015) Grosse Hektik nach der Explosion: Hilfskräfte versuchen, sich einen Überblick zu verschaffen. Rettungskräfte versuchen, verletzte Menschen in die Spitäler zu transportieren. Ein Bild der Verwüstung in Bangkok. Ein Polizist fotografiert den Tatort. Unzählige Trümmer liegen auf den Trottoirs und Strassen bei der Unglücksstelle. Die Behörden versuchen, sich ein Bild über die Verwüstungen der Detonation zu machen. Kein Durchkommen: Soldaten und Polizisten sperren das Gelände ab. So hat der Unglücksort ausgesehen: Der Erawan-Schrein im Jahr 1999. epa04921354 An Erawan Shrine bombing suspect, identified by Thai police as Yusufu Mieraili (C-L) who was arrested holding a Chinese passport, during a crime reenactment outside a shopping center opposite of the Erawan Shrine in Bangkok, Thailand, 09 September 2015. Yusufu was arrested by Thai police on the Thai-Cambodian border in connection with the Erawan Shrine bombing in Bangkok and confessed to owning bomb-making materials found in an apartment in Bangkok. The bombing at the Hindu Shrine killed at least 20 people and injured more than a hundred. EPA/RUNGROJ YONGRIT

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zwei Tage nach dem Bombenanschlag mit 20 Todesopfern am Erawan-Schrein in Bangkok ist die Kultstätte am Mittwoch wieder für die Öffentlichkeit geöffnet worden. Etwa ein Dutzend buddistische Mönche leiteten am frühen Morgen die Gebete am Erawan-Schrein, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Viele thailändische Gläubige sowie ausländische Touristen knieten vor dem Schrein nieder und zündeten Räucherstäbchen an.

Bei der Bombenexplosion waren am Montagabend (Ortszeit) 20 Menschen getötet und mehr als 120 weitere verletzt worden. Unter den Todesopfern waren elf Ausländer, sie kamen aus Malaysia, China, Hongkong, Singapur und Indonesien. Der Schrein ist bei Touristen ebenso beliebt wie bei einheimischen Buddhisten und Hindus. In seiner Nähe in dem zentralen Viertel Chidlom befinden sich auch mehrere Einkaufszentren und teure Hotels.

Fahndung nach Täter

Die Polizei leitete nach dem Anschlag eine Fahndung nach einem Verdächtigen ein. Bilder einer Überwachungskamera zeigen einen jungen Mann im gelben T-Shirt mit einem Rucksack, der am Montag am Anschlagsort unterwegs war. Die Polizei ging am Dienstag zudem einer Spur zu einer regierungsfeindlichen Gruppe im Nordosten nach, die vor dem Anschlag im Internet Warnungen veröffentlicht haben soll. Die Region ist eine Hochburg der Rothemden, der Unterstützer des früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra und seiner Schwester Yingluck.

Am Dienstagnachmittag gab es nahe einer Bahnstation in Bangkok eine weitere Sprengstoff-Explosion. Der Polizei zufolge wurde ein kleiner Sprengsatz auf Passanten geworfen, verletzt wurde aber niemand.

(mlr/sda/AFP)