19. April 2005 11:08; Akt: 19.04.2005 11:08 Print

Elf Tote bei Anschlägen im Irak

Ein Selbstmordattentäter hat am Dienstag mit einem Fahrzeug einen Anschlag auf irakische Sicherheitskräfte in Bagdad verübt. Drei Mitglieder der Nationalgarde wurden dabei getötet.

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Der Anschlag richtete sich Polizeiangaben zufolge gegen einen Stützpunkt der im Aufbau befindlichen Armee des Landes im Stadtbezirk Athamija.

In einer Stadt westlich von Bagdad wurden Polizei und Spital mitarbeitern zufolge mindestens 8 Menschen getötet und 15 weitere bei Rebellenangriffen verletzt. Auch einer dieser Angriffe richtete sich gegen die Nationalgarde. Die Rebellen hätten das Feuer auf die Soldaten eröffnet und fünf Soldaten getötet.

Zwei Mitarbeiter der Regierung getötet

Derweil gingen auch die Angriffe auf hochrangige Mitglieder von Verwaltung und Armee weiter. So wurden zwei Mitarbeiter des Innen- und des Verteidigungsministeriums von Unbekannten ermordet.

Ein Mitarbeiter des Innenministeriums wurde nach Angaben der Behörde am Montagabend vor seinem Haus im Osten von Bagdad erschossen. Der Mann war gerade von einem Besuch in dem Dorf Madain zurückgekehrt, das am Wochenende wegen einer angeblichen Massengeiselnahme in die Schlagzeilen geraten war.

Im Süden von Bagdad erschossen Aufständische am späten Montagabend einen irakischen General und seinen Sohn. Wie der US- Nachrichtensender CNN unter Berufung auf irakische Polizeiangaben berichtete, hatte der Mann etwa zehn Uniformierte in seine Wohnung gelassen.

Dort ermordeten die Männer den General, der zum Beraterstab der Verteidigungsministers der Übergangsregierung gehörte, und seinen Sohn, einen Hauptmann. Anschliessend liessen die Täter ihre Uniformen im Haus ihres Opfers zurück und flüchteten in drei Autos.

(sda)