Mexiko und Guatemala

07. Juli 2014 13:52; Akt: 07.07.2014 20:44 Print

Erdbeben in Mexiko fordert vier Todesopfer

Ein heftiges Erdbeben hat am Montagmorgen die Grenzregion zwischen Mexiko und Guatemala erschüttert. Mindestens vier Menschen kamen in beiden Ländern ums Leben.

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Mindestens vier Menschen kamen in beiden Ländern ums Leben, wie die Behörden mitteilten. Das Beben der Stärke 6,9 brachte sogar in der Hunderte von Kilometern entfernten mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt Gebäude und Strassenlampen ins Wanken. Dutzende Gebäude und Wohnhäuser wurden beschädigt oder zerstört, in einigen Orten fiel der Strom aus. In Guatemala gab es zudem Berichte über Erdrutsche.

Die US-Erdbebenwarte hatte die Stärke des Bebens, das sich um 6.23 Uhr Ortszeit ereignete, zunächst mit 7,1 angegeben. Später korrigierte sie die Angabe auf 6,9.

Das Epizentrum lag den Angaben zufolge im Pazifik, etwa zwei Kilometer nordöstlich der mexikanischen Stadt Puerto Madero im Staat Chiapas nahe der Grenze zu Guatemala in einer Tiefe von 60 Kilometern.

Einstürzende Mauern und Erdrutsche

In dem Ort Pati in Guatemalas Grenzprovinz San Marcos starben mindestens zwei Menschen in ihren Häusern durch einstürzende Mauern, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Eine Frau in Quetzaltenango erlitt einen Herzinfarkt.

Guatemalas Präsident Otto Pérez Molina sagte im Radiosender Emisores Unidos zudem, ein neugeborenes Baby sei von einer einstürzenden Wand getroffen worden. Unklar blieb zunächst, ob es überlebte.

Eine örtliche Zeitung stellte Fotos ins Internet von Häusern, die grosse Risse in ihren Fassaden aufwiesen. Nutzer sozialer Netzwerke berichteten zudem über Steinfall auf Strassen, Erdrutsche und umgeknickte Strommasten.

Rotes Kreuz kümmert sich um in Panik geratene Personen

Aus dem mexikanischen Bundesstaat Chiapas, der am nächstem am Epizentrum lag, meldete der Zivilschutz einen Toten. Ein Mann in Huixtla sei durch einstürzende Wände getötet worden, hiess es. Menschen in dem Staat strömten in Panik auf die Strassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Das Rote Kreuz behandelte nach eigenen Angaben einige ängstliche Erwachsene und Kinder.

In der Stadt Tapachula nahe dem Epizentrum sagte der städtische Angestellte Omar Santos, die Gebäude hätten sich bewegt, Scheiben seien zerbrochen und Menschen durch die Strassen gerannt. Auch in El Salvador war das Beben zu spüren.

(dia/sda)