Neuseeland

03. März 2011 06:30; Akt: 03.03.2011 06:35 Print

Erste ausländische Opfer identifiziert

Erst 13 der 161 geborgenen Opfer des Erdbebens in Christchurch sind identifiziert. Darunter sind zwei Israelis.

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Unter einer umgestürzten Statue des Stadtgründers aus dem 19. Jahrhundert fanden die Rettungsarbeiter ein handgeschriebenes Pergament in einer Flasche und einen versiegelten Kupferzylinder, in dem historische Dokumente vermutet werden. Die Statue stand auf dem Hauptplatz der Stadt nahe der historischen Kathedrale. Während des Erdbebens am vergangenen Dienstag stürzte sie um. Museumsexperten untersuchen nun die Gegenstände. Die Presslufthammer schwiegen, die Kirchenglocken läuteten und über dem Parlamentsgebäude der Hauptstadt Wellington erklang ein maorisches Klagelied: Die Welt stand für zwei Minuten still, um der vermutlich 240 Erdbebenopfer zu gedenken. Das Erdbeben der Stärke 6,3 hatte am 22. Februar 2011 um 12.51 Uhr Ortszeit Christchurch erschüttert und schwere Schäden angerichtet, wie das Leser-Bild zeigt. Auf den Strassen der zweitgrössten neuseeländischen Stadt herrschte Angst und Panik. Das Beben liess den Turm der örtlichen Kathedrale umstürzen. «Der Turm ist einfach abgebrochen», berichtet Leser-Reporter Philippe Mösch. Der 25-Jährige hat das Beben in seiner Sprachschule miterlebt. Zahlreiche weitere Gebäude stürzten ein und begruben Menschen unter sich. Zahlreiche Menschen sind bei dem Erdbeben in Neuseeland ums Leben gekommen. Die Rettungsarbeiten wurden durch zahlreiche Nachbeben behindert. Das Zentrum des Erdstosses lag rund zehn Kilometer südwestlich von Christchurch. Die Erde bebte nach Augenzeugenberichten mehr als eine Minute lang. Tausende Menschen flüchteten aus der Innenstadt.

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Zwei Israelis sind die ersten identifizierten ausländischen Opfer des schweren Erdbebens, das Dienstag vor einer Woche die neuseeländische Stadt Christchurch heimgesucht hat.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, stieg die Zahl der Toten auf mittlerweile 161. Allerdings würden noch viele Menschen vermisst, sodass mit rund 240 Toten zu rechnen sei, hiess es.

Die Identifikation vieler Opfer gestaltet sich schwierig, weil sie von den Trümmern zermalmt wurden. Bislang wurden nur die Namen von 13 Toten veröffentlicht.

Die Namen der 22- und 23-jährigen israelischen Rucksacktouristen wurden am Donnerstag der Liste hinzugefügt. Die Behörden rechnen mit weiteren ausländischen Opfern, da sich in einem der eingestürzten Gebäude eine Sprachschule befand.

Am 22. Februar um 12.51 Uhr (Ortszeit) hatte ein Erdbeben der Stärke 6,3 die Südinsel Neuseelands erschüttert. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer von der belebten Innenstadt von Christchurch entfernt. Zahlreiche Bürogebäude, Kirchen und Häuser in der mit 350 000 Einwohnern grössten Stadt der Südinsel wurden stark beschädigt.

(sda)