EU-Wahlen

27. Mai 2019 08:03; Akt: 27.05.2019 09:04 Print

Mitteparteien brechen ein, Rechte und Linke legen zu

Über 400 Millionen EU-Bürger waren aufgerufen, die Abgeordneten des neuen Europaparlaments zu bestimmen. Alles zur Europawahl im News-Ticker.

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Geht aus der Europawahl in Italien als Gewinner hervor: Lega-Innenminister Matteo Salvini. (27. Mai 2019) So sieht die Sitzverteilung am Montagmittag aus. Die Erklärung zu den Parteien finden Sie im nächsten Slide. Diese Parteien sind im EU-Parlament vertreten. «Es sieht nach einem grossen Sieg für die Brexit Party aus»: Nigel Farage. (26. Mai 2019) Beim Protest von 250 Gelbwesten im Zentrum von Brüssel soll die Polizei mehrere Demonstranten festgenommen haben. Die Gelbwesten demonstrierten gegen die EU. Am Grand Place soll es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen sein. Die Grünen fuhren in Deutschland mit etwa 21 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl ein. Der deutsche Journalist Martin Sonneborn (links) hat mit seiner Satirepartei Die Partei Hochrechnungen zufolge 2,4 bis 2,5 Prozent erzielt - und kann damit künftig voraussichtlich den Comedian Nico Semsrott (rechts) als Unterstützer mit ins EU-Parlament nehmen. Es ist der bisher grösste Triumph von Marine Le Pen: Von einem «Sieg für das Volk» spricht die 50-Jährige am 26. Mai 2019. Die Europaskeptikerin hat den Pro-Europäer Macron mit rund 24 zu 22 Prozent geschlagen. Die ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz ging bei der Wahl als klarer Sieger hervor und holte laut Prognosen mit 34,5 Prozent mehr als sieben Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Franzosen in den USA durften schon am 25. Mai ihre Stimme abgeben: die französische Botschaft in Washington DC. Einige EU-Bürger haben sich per Twitter darüber beschwert, wegen formeller Ungenauigkeiten von ihrem Wahlrecht enthoben worden zu sein. Für die Tories von Premierministerin Theresa May dürfte es bitter werden, sogar ein einstelliges Ergebnis ist nicht auszuschliessen. Labour-Chef Jeremy Corbyn und seine Frau Laura Alvarez verlassen ein Wahllokal an der Pakeman-Grundschule in Holloway, London. Der niederländische populistische Politiker Geert Wilders von der Partei für Freiheit (PVV) gibt am 23. Mai 2019 im Wahllokal in Den Haag (Niederlande) seine Stimme ab. Die Europawahl findet zwischen dem 23. und 26. Mai statt. 427 Millionen EU-Bürger sind wahlberechtigt. Die Bürger wählen meist in ihrem Heimatland. Leben sie in einem anderen EU-Staat, können sie alternativ für dortige Kandidaten stimmen. Für jedes Land ist im Parlament dabei eine feste Zahl von Abgeordneten vorgegeben – zurzeit sind es 751 Abgeordnete.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 50+ am 27.05.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Interessant ist England. Gab es da nicht Kommentare, dass das Resultat bei einer erneuten Brexit Abstimmung heute anders ausfallen würde? Die EU scheint nicht der Liebling der Briten zu sein

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  • Pia Zil lig am 27.05.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    daneben

    Durch die jahrelange völlig falsche Politik der linken, muss einem dieses Resultat nicht verwundern

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  • Napoleon am 27.05.2019 07:15 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist die antwort

    Auf die immer mehr sich öffnende schere zwischen arm und reich. Vielleicht werden die karten bald neu gemischt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lukas am 28.05.2019 00:43 Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunlich

    nur noch 30% der Briten wollen den Brexit, auch mit No Deal. Und die Franzosen haben nur mit 24% gegen die eigene Regierung und EU gewählt.

  • old boys from ägeri am 27.05.2019 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    coole zukunft

    Das ist positiv. Wir sollten endlich den USA beitreten und das sozialistische EU-System verlassen. Schluss mit Sozialhilfe, IV, AHV etc. There's no free lunch. Endlich eine coole Welt ohne störende Filme, Kultur etc. Muss man alles abschaffen. Einfach chrampfen für die Aktien und die Wohlhabenden. Unsere coole Traumwelt.

  • Rock am 27.05.2019 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    die Folgen von Zentralismus

    Die Abstrafung der grossen Parteien ist deshalb kein Zufall, sondern das Ergebnis falscher Politik, die Theorie beweist, das Waren, Kapital, Personen, Dienstleistungen und Löhne in jedem EU Land enorm verschieden sind, deshalb entsteht ein gewisser hoher Druck, das Einheimische von ihren Arbeitsplätzen verdrängt werden und auch die Nachfrage von Wohnungen und Miete strak gestiegen sind, die Aufzählung wäre endlos und genau deshalb haben diese EU Politiker, auf der ganzen Linie das Vertrauen verloren.

  • Rock am 27.05.2019 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    die EU schafft sich selber ab

    Die EU schafft sich selber ab, die grossen Parteien wurden abgestraft für ihre schlechte Politik, der Zerfall ist auch zurück zuführen, das sie viel versprochen wurde aber kaum etwas gehalten haben, auch die hohen Defizite sind nicht etwa abgebaut oder einfach so verschwunden, sie sind noch da, die Schuldentilgung, wird wohl wie die EU, eine Illusion bleiben.

  • Carlo am 27.05.2019 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Endlager für Populisten

    irgendwo muss man ja diese Populisten entsorgen. Jetzt sitzen sie halt in den Hinterbänken des EU Parlaments und profitieren von ihrem stolzen Lohn.

    • Carla am 27.05.2019 18:37 Report Diesen Beitrag melden

      Anfang von Diversifikation

      Entweder man beteiligt sich an einer politischen Debatte oder man bezeichnet sein Gegenüber als Populist. Nicht selten aufgrund fehlender Argumente...

    • Thilo am 27.05.2019 19:12 Report Diesen Beitrag melden

      Meine Güte!

      Ach, Carla, ich würde mal an deiner Stelle den allgemein anerkannten Begriff von Populisten benutzen und nicht deinen hausgemachten. Der Wortursprung mag vielleicht derselbe sein, aber Populist hat nun mal nicht im entferntesten etwas mit populär zu tun.

    • reto am 28.05.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Thilo

      Egal was Du alles zu Dir nimmst. Hör auf damit , es schadet Dir.

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