Peru

17. April 2019 17:52; Akt: 18.04.2019 01:07 Print

Ex-Präsident erschiesst sich vor Festnahme

Der peruanische Ex-Präsident Alan García hat sich am Morgen in seinem Haus kurz vor einer geplanten Festnahme wegen Korruptionsvorwürfen in den Kopf geschossen.

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Der peruanische Ex-Präsident Alan García ist tot. Der 69-Jährige sei wenige Stunden nach seinem Suizidversuch seinen Verletzungen erlegen, teilten Garcías Sozialdemokraten am Mittwoch mit. Der frühere Staatschef hatte sich am Morgen in seinem Haus kurz vor einer geplanten Festnahme wegen Korruptionsvorwürfen in den Kopf geschossen.

Peru hatte wegen Korruptionsermittlungen ein Ausreiseverbot gegen den Ex-Präsidenten verhängt, der von 1985 bis 1990 und von 2006 bis 2011 an der Staatsspitze stand. García flüchtete daraufhin im November in die Botschafterresidenz Uruguays in Lima, die er im Dezember aber wieder verliess.

Gegen García wird wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern ermittelt. Diese sollen von dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht während seiner zweiten Amtszeit gezahlt worden sein. Odebrecht hat eingeräumt, unter drei verschiedenen peruanischen Präsidenten 29 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern an Behördenvertreter gezahlt zu haben.

(sda)