MH370

19. Februar 2020 08:24; Akt: 19.02.2020 08:51 Print

Ex-Premier spricht über möglichen Piloten-Suizid

Der ehemalige australische Premierminister Tony Abott hat sich zum Absturz der MH370 geäussert. Laut ihm dachte die malaysische Regierung an einen Piloten-Suizid.

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Bis auf Trümmerteile wurde vom Flug MH370 nichts gefunden. Es ist eines der grössten Rätsel der modernen Luftfahrt: Vor bald sechs Jahren (8. März 2014) verschwand die MH370 auf dem Weg von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, an Bord waren 239 Menschen. Nun bringt der damalige australische Premierminister Tony Abbott eine Theorie wieder ins Spiel: Die malaysische Regierung ging nach seinen Worten sehr früh und fast sicher von einem Suizid des Piloten aus, der alle Menschen an Bord in den Tod riss. Flug MH370 /die Boeing 777 ist der jüngste Fall einer spurlos verschwundenen Maschine. Im Folgenden eine Liste der bekanntesten Fälle. wurden Wrackteile innerhalb weniger Tage gefunden. Doch es dauerte zwei Jahre, bis der Rumpf der Maschine auf dem Grund des Atlantik entdeckt wurde. Die Maschine war auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in einen schweren Sturm geraten und abgestürzt. Alle 228 Menschen an Bord kamen um. ab. Teile des Hecks und andere Trümmer wurden einige wenige Tage später entdeckt. Bis zur Bergung der Blackbox und des Stimmrekorders dauerte es neun Monate. Der Rumpf liegt bis heute auf dem Grund des Ozeans. in den Anden ab, mehr als ein Dutzend der Insassen kamen dabei ums Leben. Einige der Überlebenden machten sich auf die Suche nach Hilfe. Die anderen wurden später gerettet. In der Zeit bis zur Bergung hatten sie sich vom Fleisch der Toten ernährt. Die Propellermaschine vom Typ Lockheed L-1049H Super Constellation sollte im Jahr 1962 US-Soldaten nach Vietnam bringen. Doch schon die Zwischenstation auf den Philippinen erreichte das Flugzeug mit 107 Insassen nie. Dutzende Flugzeuge und Schiffe suchten den Westpazifik ab - vergeblich. Eine Avro Lancastrian mit elf Personen an Bord stürzte im Jahr 1947 über den argentinischen Anden ab. Über 20 Jahre später wurden die Trümmer von Bergsteigern entdeckt, 2000 wurden die Überreste der Toten geborgen. eine Douglas DC-3 auf ihrem Weg von Puerto Rico nach Miami mit 37 Personen an Bord. Im Jahr 1937 verschwand die US-amerikanische Flugpionierin Amelia Earhart auf ihrer Reise um die Welt mit ihrer zweimotorigen Monoplane Electra über dem Pazifischen Ozean. Von ihr und dem Flugzeug fehlt bis heute jede Spur - selbst nach einer mehrere Millionen teuren Suchaktion. 1939 wurde Earhart offiziell für tot erklärt.

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Es ist eines der grössten Rätsel der modernen Luftfahrt: Vor bald sechs Jahren (8. März 2014) verschwand die MH370 auf dem Weg von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, an Bord waren 239 Menschen. Was damals passierte, ist noch immer ungewiss.

Nun bringt der damalige australische Premierminister Tony Abbott eine Theorie wieder ins Spiel: Die malaysische Regierung ging nach seinen Worten sehr früh und fast sicher von einem Suizid des Piloten aus, der alle Menschen an Bord in den Tod riss. Das sagte Abbott laut einer Dokumentation, die am Mittwoch im australischen Fernsehen ausgestrahlt werden sollte.

Suche nach Wrack eingestellt

Vertreter der damaligen Regierung in Kuala Lumpur äusserten sich zunächst nicht zu Abbott, aber ein Politiker aus der aktuellen Koalition forderte eine Reaktion und eine internationale Untersuchung.

Bis auf einige Wrackteile, die an verschiedenen Küsten angespült wurden, gibt es keine Spur von dem Flugzeug. Vermutet wird, dass die Boeing auf dem Boden des Indischen Ozeans liegt. Die Suche nach dem Wrack wurde offiziell eingestellt - Australien war damals federführend. Ein Abschlussbericht aus Malaysia fand keine Lösung. Neben einem Suizid gibt es auch diverse andere Theorien - darunter ein Absturz wegen Treibstoffmangels oder eine Entführung.

(fss/sda)