Vorwürfe gegen Biden

01. April 2019 03:20; Akt: 01.04.2019 08:26 Print

Ex-Vize soll Kollegin berührt und geküsst haben

Eine Parteikollegin wirft dem ehemaligen Vizepräsidenten der USA unangebrachtes Verhalten vor. Er kann sich nicht daran erinnern.

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Der frühere US-Vizepräsident und mögliche Herausforderer von Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020, Joe Biden, soll eine Parteikollegin unerlaubt auf den Hinterkopf geküsst haben. Die Vorwürfe von Lucy Flores kommen just zur Unzeit.
Biden trifft nämlich derzeit seinen Entscheid über eine US-Präsidentschaftskandidatur. In den jüngsten Umfragen liegt er zum Teil deutlich vor seinen demokratischen Parteikollegen und auch deutlich vor dem Amtsinhaber Trump.

Biden äusserte sich am Sonntag gemäss CNN zu den Vorwürfen. Er habe nie im Glauben gehandelt, irgendetwas Unangemessenes zu tun. «In meinen vielen Jahren im Wahlkampf und im öffentlichen Leben habe ich unzählige Handschläge ausgetauscht, Umarmungen Sympathiebekundungen, Unterstützung und Trost. Nicht einmal, nie, hätte ich gedacht, unangemessen zu handeln», heisst es in der Stellungnahme.

Am Haar gerochen und geküsst

Flores hatte in einem Zeitungsbeitrag erklärt, dass Biden sie 2014 unangemessen berührt hatte. «Sehr unerwartet und wie aus dem Nichts, fühlte ich, wie Joe Biden seine Hände auf meine Schultern legte, näher kam, an meinem Haar roch und mich dann auf dem Kopf küsste», erinnert sich die Politikerin gemäss CNN. Der Moment sehr für sie schockierend gewesen. «Man erwartet so etwas Intimes nicht von jemanden, der so viel Macht hat.» Deshalb habe sie nicht gewusst, wie sie reagieren solle. «Ich fühlte mich machtlos. Ich wusste nicht, wie ich das überhaupt verarbeiten soll.»

Biden sagte, er werde voller Respekt zuhören - auch wenn er möglicherweise eine andere Erinnerung habe oder überrascht sei von dem, was er höre. Flores erklärte, es sei sicher nicht ungesetzlich gewesen, was Biden getan habe. Sie wollte aber auf das Verhalten des damaligen Vizepräsidenten aufmerksam machen.

(roy/20 Minuten/sda)