Jemen

15. Juni 2011 14:02; Akt: 15.06.2011 16:24 Print

Extremisten ziehen sich aus Stadt zurück

Extremisten hatten für mehrere Stunden die Hafenstadt Huta im Süden Jemens eingenommen. Jetzt haben sie sich in die umliegenden Felder zurückgezogen.

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Mit mehr als 99,8 Prozent ist Abed Rabbo Mansur Hadi am 24.2.2012 zum neuen Präsidenten des Jemen gewählt worden. Ein historischer Moment: Im saudiarabischen Staatsfernsehen ist zu sehen, wie der langjährige jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh das Dokument zur Abgabe seiner Macht unterzeichnet. Auf den Strassen Sanaas demonstrierten die Menschen dagegen, dass die Unterschrift unter das Dokument Saleh und seiner Familie Immunität vor Strafverfolgung zusichert. Auch am gehen in der Hauptstadt Sanaa die Demonstrationen gegen den Präsidenten Saleh weiter. Zehntausend Menschen sind am in Jemens Hauptstadt Sanaa auf die Strassen gegangen und haben gegen Präsident Saleh demonstriert. Am kehrt Präsident Ali Abdullah Saleh erstmals nach vier Monaten in die Hauptstadt Sanaa zurück. Am wird mit neuen Granatangriffen im Jemen weitergemacht. Die Waffenruhe wird gebrochen. Die Proteste in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gehen auch am weiter. Tags darauf werden bei einem Granatenangriff auf diesem Platz mindestens drei Demonstranten getötet. Auch in der Stadt Taiz im Süden Jemens werden die Protestierenden von Sicherheitskräften vertrieben. Bei Protesten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind am mindestens 26 Demonstranten getötet und 200 weitere verletzt worden. Nach dem blutigen Wochenende herrscht im Jemen Ausnahmezustand. Im Jemen haben tausende Demonstranten zum Beginn des Studienjahres am die größte Universität des Landes gestürmt. Am haben Zehntausende Demonstranten die Söhne von Präsident Ali Abdullah Saleh zum Verlassen des Landes aufgefordert. Am schliessen sich 100 000 Menschen in einem Trauerzug in Sanaa zusammen. Nachdem bekannt wurde, dass Präsident Ali Abdullah Saleh das Land in Richtung Saudi-Arabien verlassen hat, bricht am Jubel auf den Strassen aus. Lautstark verlangen die Regierungsgegner in der Hauptstadt Sanaa den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh. Am Rande eines Bürgerkriegs: Rauch steigt auf in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Regierungsgegner leisten einem verwundeten Stammeskämpfer, der bei Gefechten mit der Armee verletzt wurde, erste Hilfe. Ein klares Ziel vor Augen: Dieser Demonstrant zeigt mit seinem Slogan unmissverständlich, wo er Präsident Saleh haben möchte. Ein Teil der Armee ist zu den Demonstranten übergelaufen. Als Zeichen der Solidarität mit ihnen strecken die Soldaten die Hände zusammen. Siegeszeichen der übergelaufenen Soldaten. Auch Frauen ... ... und ältere Stammeskämpfer gehen auf die Strasse, um ihren Frust mit lauten Parolen kundzutun. Rauchschwaden von brennenden Reifen steigen empor. Oppositionelle versuchen einen Strassenabschnitt zu blockieren. Auch die Stadt Taiz im Süden von Jemen kommt nicht zur Ruhe. Bei nächtlichen Auseinandersetzungen wurden mindestens 20 Aufständische getötet sowie über 150 verletzt.

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Nach einem überraschenden Angriff im Morgengrauen und der teilweisen Einnahme der Hafenstadt Huta im Süden des Jemens haben sich die militanten Islamisten dort am Mittwoch wieder zurückgezogen. Sie hatten ganze Stadtviertel unter ihre Kontrolle gebracht.

Nach zwölf Stunden verliessen sie aber Huta und bezogen Stellungen in umliegenden Feldern, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Gründe für den Rückzug waren nicht bekannt.

Soldat kam ums Leben

Nach Feuergefechten mit Regierungsstreitkräften hatten die Angreifer zuvor ganze Stadtviertel eingenommen, verlautete aus Sicherheitskreisen. Ein Soldat kam demnach ums Leben, drei weitere wurden verwundet.

Zwischen 150 und 200 Angreifer, unter denen vermutlich auch Mitglieder der Terrorgruppe Al-Kaida seien, kontrollierten ein paar Stunden lang mehrere Bezirke im Süden von Huta, wie Sicherheitsbeamte sagten. Einige der Angreifer seien auch in Feldern vor der Stadt stationiert. Huta ist die Hauptstadt der Provinz Lahdsch.

Wie es weiter hiess, fuhren mehrere Extremisten am Mittwoch auch durch Teile der südlichen Hafenstadt Aden und eröffneten dort das Feuer auf Sicherheitskräfte. Weitere Details waren nicht bekannt.

Angreifer nutzen monatelange Unruhen im Land aus

Militante Islamisten haben die seit mehr als vier Monaten andauernden politischen Unruhen im Jemen ausgenutzt und schon Ende Mai zwei Städte im Süden des Landes eingenommen. In der Hauptstadt Sanaa stehen sich Anhänger und Gegner von Präsident Ali Abdullah Saleh gegenüber.

Saleh wurde Anfang des Monats bei einem Raktenangriff verletzt. Regierungssprecher Abdu al Dschanadi sagte am Mittwoch, Ermittler seien zu dem Ergebnis gekommen, dass eine «militärische» Gruppe für den Angriff verantwortlich sei. Damit spielte er offenbar auf Heereseinheiten an, die sich im März gegen Saleh gestellt und sich den Demonstranten angeschlossen hatten, die den Rücktritt des Präsidenten fordern.

(ap)