Polizeieinsatz in Österreich

18. Juli 2019 11:36; Akt: 18.07.2019 13:11 Print

Fahrschüler dreht bei Prüfung durch

Ein Fahrschüler tickt auf dem Übungsplatz in Österreich komplett aus, sodass die Polizei kommen muss. Der Fahrschulbesitzer schildert die bangen Momente.

Beim vierten Versuch, den Führerschein für Österreich zu bekommen, tickte ein Fahrschüler aus. (Video: privat)
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Ein Prüfling (33) fuhr auf einem Übungsplatz in Österreich Amok: Vollgas heizte er über den Platz, lenkte abrupt ein, zog die Handbremse und driftete umher. Das Auto drehte sich mehrfach, wie im Video zu sehen ist.

15 Minuten lang dauerte die Fahrt des 33-Jährigen. Der Afghane trat bereits zum vierten Mal zur praktischen Prüfung an. Da er eine Lenkberechtigung seines Heimatlandes besitzt, muss er in Österreich die theoretische Prüfung nicht ablegen – jedoch die praktische.

«Heute.at» sprach mit dem Fahrlehrer, dem es gelang, die Amokfahrt zu beenden. Franz Auböck: «Ich hatte echt Angst um die anderen Menschen. Es befanden sich zu dem Zeitpunkt rund acht Personen, darunter andere Fahrlehrer und Prüflinge, auf dem Übungsplatz. Der Lenker hätte auch auf die Strasse hinausfahren können.»

Der 65-Jährige ist seit 40 Jahren als Fahrlehrer aktiv. So ein Fall sei ihm noch nie untergekommen. Bislang bestand der Afghane die Prüfung nicht, da er Mühe mit den Verkehrsregeln hatte. «Eine ‹Stop›-Tafel oder ein Vortrittsschild wurde bei ihm oft einfach nicht berücksichtigt.»

Polizei nahm ihn mit aufs Revier

Am Dienstagmittag eskalierte die Situation plötzlich. «Er setzte sich ins Auto und hätte einparken sollen. Doch plötzlich stieg er aufs Gas und fuhr wie wild über den Platz», schildert der Fahrschulbesitzer die bangen Momente.

Auch die Polizei wurde alarmiert und nahm den Mann nach seiner Fahrt mit aufs Revier. Er wurde wegen des Verdachts der Sachbeschädigung angezeigt.

(heute.at/fss)