Volkskongresswahlen Kuba

04. Februar 2013 03:37; Akt: 04.02.2013 10:45 Print

Fidel Castro zeigt sich erstmals wieder öffentlich

Fast ein Jahr sah man den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro nicht mehr in der Öffentlichkeit. Nun hat sich der 86-Jährige gezeigt - um sich wahrscheinlich selbst zu wählen.

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In Kuba haben am Sonntag die Wahlen für die Nationalversammlung begonnen. Über 8,4 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, die 612 Mitglieder des Volkskongresses für die nächste fünfjährige Legislaturperiode zu bestimmen. Zudem sollten auf Provinzebene 1269 Delegierte gewählt werden.

In Kuba sind keine anderen Parteien ausser der kommunistischen Partei zugelassen. Auch einen Wahlkampf gibt es nicht. Insgesamt öffneten am Morgen (Ortszeit) landesweit rund 30'000 Wahllokale.

Castro ist für Kandidatenliste nominiert

Der 86-jährige «Revolutionsführer» Fidel Castro sowie sein 81-jähriger Bruder und Staatschef Raúl Castro wurden in der östlichen Provinz Santiago de Cuba für die Kandidatenliste nominiert. Ersterer zeigte sich seit fast einem Jahr wieder in der Öffentlichkeit. Auf Bildern des staatlichen Fernsehens ist zu sehen, wie der 86-Jährige am Sonntag in Havanna seine Stimme bei den Wahlen zum Volkskongress abgab.

Zuletzt war der langjährige Staatschef beim Besuch von Papst Benedikt XVI. auf Kuba im März vergangenen Jahres live im Fernsehen zu sehen gewesen. Nachdem es zwischenzeitlich Gerüchte um seinen Gesundheitszustand gegeben hatte, waren lediglich Fotos von Castro in den staatlichen Medien verbreitet worden.

Die neuen Abgeordneten kommen rund zwei Wochen nach der Wahl zur konstituierenden Sitzung zusammen und bestimmen den Staatsrat sowie den Staats- und Regierungschef. Präsident Raúl Castro dürfte dann eine Amtszeitverlängerung von weiteren fünf Jahren bekommen. Es ist seine zweite offizielle Amtszeit.

(sda)