«Hilfe, wir stecken fest»

12. September 2019 21:07; Akt: 13.09.2019 10:29 Print

Flaschenpost rettet Wanderern das Leben

Eine Familie gerät bei einem Ausflug in Kalifornien in Not. Zum Glück haben sie einen Zettel und eine leere Trinkflasche dabei.

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Dank einer Flaschenpost konnte eine dreiköpfige Familie nach einem Wanderunfall gerettet werden. Curtis Whitson, seine 34-jährige Partnerin und sein 13-jähriger Sohn wanderten im Juni in einer Schlucht am Fluss Arroyo Seco in Kalifornien, als sie sich plötzlich in einer Situation befanden, bei der sie weder vorwärts noch rückwärts gehen konnten.

Whitsons Plan war, dem Fluss entlang bis zu einem Wasserfall zu folgen. Dort gebe es ein Seil, an dem man hinunterklettern könne, erzählte er seiner Familie. Er hatte die Route vor einigen Jahren gemacht. Einmal unten könnten sie noch bis zu einem Campingplatz marschieren, versprach er.

Doch es lief nicht alles nach Plan

Am dritten Tag des Ausflugs hatten sie die Stelle beim Canyon erreicht. Doch die Situation sah ganz anders aus, als sie sich Whitson vorgestellt hatte: Um die Gruppe herum befanden sich 15 Meter hohe Felswände, das Seil, mit dem Whitson gerechnet hatte, war auch nicht mehr da. Die Strömung war zudem zu stark, um den Wasserfall hinunterzurutschen. Das Trio steckte fest.

«Mir blieb das Herz stehen, als ich merkte, dass ein Abseilen nicht möglich war», sagte Whitson zu «CNN». Es war kein Mensch in der Gegend, ein Handysignal hatten sie auch nicht. Die Familie schrieb ein Hilferuf und steckte den Zettel in einer grünen Plastik-Trinkflasche. Zusätzlich schnitzte der Mann das Wort «Hilfe» auf die Seite der Flasche. Dann warf er sie ins Wasser.

Sie wollen nun ihre Retter finden

Nur Stunden später entdeckten flussabwärts zwei Wanderer die Flasche und alarmierten den Rettungsdienst. Am nächsten Morgen wurde das Trio mit einem Helikopter gerettet. «Die Familie hatte wirklich wenig Chancen. Hätte sie nicht die Flasche in den Fluss geworfen, wäre es eine gute Weile gegangen, bis man sie gefunden hätte», sagt Todd Brethour von der California Highway Patrol.

Curtis Whitson und seine Freundin wandten sich nun an die Medien, weil sie die Wanderer ausfindig machen wollen, die ihnen das Leben gerettet haben.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin tschuemperlin am 12.09.2019 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Risiken minimieren

    Kann man nur sagen: Glück gehabt! Man kann sehen, wie wichtig es ist bei solchen Abenteuervorhaben jemanden zu informieren, wie die mögliche Reiseroute aussieht... so dass man auch gesucht werden kann. Nur, schon eine einfache Wanderung kann mit ein paar Abkürzungen - in unbekanntem Gelände - ein Abenteuer werden!

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  • mre am 12.09.2019 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flaschen Post leben retten

    ja zum Glück konnten sie gerettet werden. seltsame Geschichte, hoch kamen sie u der selbe weg retour? unmöglich ?

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  • Beat Asler am 13.09.2019 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Steh ich auf der Leitung?

    Irgend etwas fehlt doch an Informationen? Es heisst, die Familie sei Flussabwärts gewandert und dann an die Stelle beim Wasserfall gekommen. Dort hatten sie dann 15m hohe Felswände um sich? Vorwärts gings nicht. Da kein Seil und die Strömung zu stark. Was ist mit rückwärts? Von wo sind die gekommen? Mit dem Fallschirm zwischen den Felswänden gelandet? Es ist nicht schlüssig WARUM die Familie nicht zurück konnte. Kann sein das ichs nicht kappier. Bitte da um Aufklärung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wer Weisserli am 13.09.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hä?

    Hm. Erst vor Rührung direkt fast Tränchen in den Augen. Dann studieren: "Was? Wie genau?". Erster Schluss ; es wurde ein Fluss durchquert, der danach gegen Abend an Masse/Stärke zunahm und darum nicht mehr überquerbar war (ist uns mal fast passiert, aber wir schafften es mit vereinten Kräften grade noch rüber, halb weinend). ABER da hätte man notfalls statt riskieren einfach an Ort und Stelle übernachten können... Oder wäre die Gefahr zu gross, ohne Camping von wilden Tieren gefressen zu werden, oder erfrieren? Komisch... Auch, dass so eine Flasche direkt geschnappt und geöffnet wird..

  • wolke007 am 13.09.2019 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flaschenpost.... dauert...

    Unwahrscheinliche Geschichte. Habe vor ca 20 Jahren eine Flaschenpost abgeschickt. Die ist bis heute noch nirgends aufgetaucht...

    • EllEff am 13.09.2019 10:26 Report Diesen Beitrag melden

      @ wolke007

      man muss den Deckel zumachen.

    • MiKü2 am 13.09.2019 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @EllEff

      He he - ach wie schön - ein kurzer Satz, der mich zum schmunzeln brachte - danke

    • Schneidewind am 13.09.2019 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @wolke007

      Richtig frankiert?!

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  • Wanderführer am 13.09.2019 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Oh je - mit diesem "Scout"

    würde ich nicht einmal einen ausgeschilderten Rundweg zusammen laufen wollen.

  • Beat Asler am 13.09.2019 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Steh ich auf der Leitung?

    Irgend etwas fehlt doch an Informationen? Es heisst, die Familie sei Flussabwärts gewandert und dann an die Stelle beim Wasserfall gekommen. Dort hatten sie dann 15m hohe Felswände um sich? Vorwärts gings nicht. Da kein Seil und die Strömung zu stark. Was ist mit rückwärts? Von wo sind die gekommen? Mit dem Fallschirm zwischen den Felswänden gelandet? Es ist nicht schlüssig WARUM die Familie nicht zurück konnte. Kann sein das ichs nicht kappier. Bitte da um Aufklärung.

    • Dani am 13.09.2019 08:52 Report Diesen Beitrag melden

      Dachte ich mir auch

      Bin froh bin ich nicht der einzige der es nicht versteht...

    • Simu am 13.09.2019 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beat Asler

      "Am dritten Tag" denke ohne Nahrung und Kind würd das richtig schwierig wieder 3 Tage zurück zu gehen.

    • Frisi am 13.09.2019 10:07 Report Diesen Beitrag melden

      Glück gehabt.

      Vermutlich sind sie schon einen Teil über Steine und Felsen heruntergerutscht. War wohl gar kein richtiger Weg, sondern steiles Gelände. Dann kamen sie zu der Stelle, an der das Seil hätte sein sollen für den restlichen Abstieg. Dort gab es kein Vor und kein Zurück mehr. Merke: Handy ist keine Lebensversicherung, wenn schon, dann ein gutes Funkgerät.

    • Wer Weissli am 13.09.2019 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Simu

      Stimmt, einzige logische Erklärung/Möglichkeit bisher. Danke

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  • Outdoor-Techi am 13.09.2019 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Satelliten-Kommunikationsgerät

    Bei Touren im Gerbirge immer ein Spot oder inReach Satellitendevice mit sich führen wäre sehr zu empfehlen. Habe selber ein inReach und kann im Notfall nur einen Knopf drücken, sei dies wenn ich selber in Not gerate oder jemand anderes Hilfe benötigt. Als Pluspunkt kann ich mit Familie oder Freunden über den Satelliten Text-Messanger kommunizieren. Würde nicht mehr ohne ins Gelände gehen.

    • geni am 13.09.2019 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Outdoor-Techi

      Runter ist schwieriger als rauf.

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