Frankreich wählt

04. Mai 2012 10:03; Akt: 04.05.2012 11:13 Print

François Hollande auf der Zielgeraden

Auch die letzten Wahl-Umfragen sehen Hollande vor dem amtierenden Präsidenten Sarkozy. Unterstützung erhält der Sozialist vom liberalen Bayrou, der sich für die Wahl des 57-Jährigen ausgesprochen hat.

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Der Sozialist François Hollande liegt auch in den letzten Umfragen zur Stichwahl um das französische Präsidentenamt vorn. Nach am Freitag veröffentlichten Zahlen kann der 57-Jährige an diesem Sonntag auf 52,5 bis 53,5 Prozent der Stimmen hoffen. Amtsinhaber Nicolas Sarkozy würde demnach lediglich auf 46,6 bis 47,5 Prozent kommen.

Die Meinungsforscher wiesen allerdings darauf hin, dass der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten zuletzt deutlich schrumpfte. In sämtlichen Umfragen machte der Konservative Sarkozy im Verlauf der vergangenen Tage Boden gut und gewann zwischen einem und zwei Prozentpunkten.

Mit mehreren Kundgebungen wollten Sarkozy und Hollande am Freitag die letzten Wechselwähler für sich gewinnen. Der Wahlkampf endet offiziell am Abend.

In der zweiten Runde der französischen Präsidentenwahl sind am Wochenende rund 46 Millionen Franzosen aufgerufen, das Staatsoberhaupt für die kommenden fünf Jahre zu wählen. Sollte Hollande gewinnen, käme 17 Jahre nach dem Ende der Amtszeit von François Mitterrand erstmals wieder ein Sozialist an die Macht.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zürcher Zeit am 04.05.2012 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    NEUES SPANIEN

    Wir können nur hoffen, dass Sarkosi gewinnt! Wenn Hollande die Macht in Frankreich übernimmt, dann wird die Schweiz erneut für Steuerentzug angegriffen. Dies geht sehr klar von einigen sehr aggressiven Deklarationen von Sozilistenanhänger hervor. Montebourg hat auch die Schweiz mit seiner Arroganten und höchst degradierende Worte klargemacht.

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  • doubleD am 04.05.2012 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Errungenschaften

    Eines dürft Ihr nicht vergessen. Vor Sarkozy war die französische Regierung isoliert. Die Amerikaner und die Deutschen waren nicht gut auf die Franzosen eingestimmt. Sarkozy hat dies massiv geändert und die besten Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland geschaffen die es je gab. Indirekt hat Sarkozy sehr viel für Frankreich gemacht, denn was ist ein starkes Frankreich wert wenn Europa schwach ist, bzw. ist das überhaupt möglich im europäischen dichten Wirtschaftskreislauf?! Ich befürchte, dass Hollande diese Arbeit vernichten und die wichtigen Beziehungen verlieren wird.

  • Döme am 04.05.2012 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Aussicht

    Wenn Hollande ins Amt kommt wirds düster für Frankreich. Und geht dieser Staat bankrott, kippt der Euro. Ein sozialist, der eine so unattraktive Steuersituation schafft und Staatsangestellte am Laufband produziert ist pures Gift für die EU und Frankreich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcel F. am 05.05.2012 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm, dümmer, Frankreich!

    Ich arbeite knapp 100 Tage pro Jahr in Frankreich. Ich weiss genau, wie die Franzosen funktionieren. Ein Hollande hat leider die grösste Chance Präsident zu werden, nur schon, weil er der Bevölkerung verspricht, die Arbeitsstunden pro Woche zu reduzieren! Da es ein Linker ist, spricht keiner von Populismus oder hinterfragt dieses Wahlversprechen!

  • Roman am 05.05.2012 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann gute Nacht Frankreich

    Francois Hollande wird das Land noch tiefer in die Misere stürzen als Sarkozy es je könnte,das wäre eine wirklich schlechte Wahl...

  • Rico P. am 05.05.2012 06:09 Report Diesen Beitrag melden

    Alter Spruch

    Leider ein wahrer Spruch : Jedes Volk kriegt die Regierung (Präsidenten) den es verdient.In F egal wer gewählt wird. Würde ihnen etwas besseres wünschen und gönnen.

  • Jacky M. am 04.05.2012 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin dafür

    das die Franzosen Hollande bekommen, wenn sie ihn so sehr wollen. Nur darf unsere Regierung dann nicht den ständigen Forderungen der Franzosen nachgeben. Dann müssen sie die Verantwortung selber übernehmen. Wir können nicht die finanzielle Situation anderer Länder ins Lot bringen, wenn sie über ihre Verhältnisse leben. Hollande verspricht ihnen alles, wie er es dann hält ist seine Sache.... Sarkozy empfehle ich, sich das nicht mehr anzutun. Er muss nicht eine Nation versuchen zu retten, die diese Rettung nicht will.

  • Kurt Röösli am 04.05.2012 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Bonne nuit Frankreich!

    Geringe Arbeitszeiten, lange Ferien und Frühpensionierungen haben in Frankreich die Kapazität im Bereich Produkteentwicklung (Time to Market) so minimiert, dass nun die einfachen Arbeiter/Innen darunter leiden. Die Französische Industrie nimmt sich selber vom Markt!