Taiwan

31. Juli 2014 22:54; Akt: 01.08.2014 16:34 Print

Fünf Explosionen, 24 Tote, über 270 Verletzte

Im Südwesten Taiwans kam es zu mehreren Gasexplosionen. 24 Menschen sind dabei gestorben. Es wird befürchtet, dass noch weitere Personen unter Trümmern begraben sind.

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Die Flammen loderten rund neun Meter in die Luft. (Bild: Keystone)

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Mindestens 24 Menschen sind bei mehreren Gasexplosionen im Südwesten Taiwans ums Leben gekommen. 271 weitere wurden verletzt, wie die Behörden in der Hafenstadt Kaohsiung mitteilten. Laut Medienberichten hatten Bewohner der zweitgrössten Stadt des Landes kurz vor den Explosionen am Donnerstagabend die Feuerwehr wegen einer undichten Gasleitung informiert. Ministerpräsident Jiang Yi-huah sagte, es habe mindestens fünf Explosionen gegeben.

Unter den Toten befanden sich nach Angaben der Einsatzzentrale vier Feuerwehrleute. Aufnahmen des TV-Senders ETTV zeigten ein grosses Feuer mitten auf einer Strasse und eine riesige Rauchwolke, die in den Nachthimmel aufstieg. Eine erste heftige Explosion brachte offenbar die Scheiben anliegender Häuser zum Bersten. Lokale TV-Sender zeigten Bilder von herumgewirbelten Autos und umgeknickten Bäumen. Ein Motorrad und andere Trümmer lagen verstreut herum.

«Menschen in Sicherheit bringen»

In Videoaufnahmen eines Handys ist eine weitere Explosion zu hören, während etwa neun Meter hohe Flammen zu sehen sind. In der betroffenen Gegend fiel der Strom aus. Das erschwerte der Feuerwehr die Suche nach Menschen, die möglicherweise von Trümmern verschüttet wurden.

Der Bürgermeister der 2,8-Millionen-Einwohner-Stadt, Chen Chu, erklärte, in dem betroffenen Stadtviertel hätten mehrere Petrochemie-Unternehmen Pipelines entlang der Kanalisation gebaut. «Unsere Priorität ist es, jetzt die Menschen in Sicherheit zu bringen. Wir haben alle Bürger entlang der Pipelines aufgefordert, die Gegend zu verlassen», sagte er dem Fernsehsender TVBS.

Nach Aussage des Direktors des Katastrophenschutzes, Chang Jia-juch, handelte es sich bei dem ausgetretenen Gas um Propen. Dieses könne nicht mit Wasser gelöscht werden. Vielmehr müssten die Feuerwehrleute warten, bis das Gas abgebrannt sei.

(sda)