Präsident versus Medien

08. November 2018 12:39; Akt: 08.11.2018 14:58 Print

5 Momente, in denen Trump Reporter angreift

US-Präsident Donald Trump geht mit Journalisten oft hart um und beleidigt sie regelmässig. Fünf Beispiele.

Der Moment, als CNN-Reporter Jim Acosta seine Pressekarte abgeben musste. (Video: Twitter/Acosta)
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US-Präsident Donald Trump greift oft kritisch über ihn berichtende Medien an und scheut auch keine persönlichen Attacken gegen Journalisten. An einer Pressekonferenz nach den US-Zwischenwahlen am Mittwoch legte er sich gleich mit mehreren Reportern an. Beleidigungen gegenüber Medienvertretern leistet sich Trump aber nicht erst seit seiner Amtszeit. Fünf Momente aus den vergangenen drei Jahren:

• «Sie sind eine schreckliche Person»

Jüngster Fall: Nach einer verbalen Konfrontation mit Trump hat das Weisse Haus CNN-Star-Journalist Jim Acosta die Akkreditierung entzogen.

Trump hatte den CNN-Korrespondenten zuvor wegen hartnäckigen Nachfragens als «unverschämte, fürchterliche Person» und «Feind des Volkes» bezeichnet.


(Video: Youtube/Weisses Haus)

• «Das ist eine rassistische Frage»

An derselben Pressekonferenz schnitt Trump der afroamerikanischen Korrespondentin Yamiche Alcindor, die unter anderem für den öffentlich-rechtlichen Sender PBS arbeitet, das Wort ab. Alcindor sprach den Präsidenten auf seine Selbstbeschreibung als «Nationalisten» an, merkte an, dass diese von manchen Beobachtern als «ermutigendes Signal» an «weisse Nationalisten» gedeutet werde.

«Das ist eine rassistische Frage», unterbrach Trump die Journalistin und warf ihr vor, ihn damit zu beleidigen.


(Video: AP)

• «Ich weiss, dass Sie nicht denken. Das tun Sie nie»

Anfang Oktober beleidigte der Präsident die ABC-News-Reporterin Cecilia Vega. Bei der Pressekonferenz im Rosengarten des Weissen Hauses ging es um das Handelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Als Trump Vega aufrief und diese nicht gleich mit Fragen loslegte, machte er sich über sie lustig. «Sie ist schockiert, dass ich sie ausgewählt habe», sagte er gut hörbar für alle Anwesenden.

Und schliesslich: «Ich weiss, dass Sie nicht denken. Das tun Sie nie.» Später liess das Weisse Haus mitteilen, der Präsident habe nicht etwa «denken», sondern «danken» gesagt.


(Video: AP)

«Gescheiterter Haufen Müll»

Mit Jim Acosta lieferte sich Trump schon bei seiner ersten offiziellen Pressekonferenz als US-Präsident einen harten Schlagabtausch. Im Januar 2017 nannte Trump den CNN-Reporter «Fake News» und liess Acostas Frage nicht zu.

Trump teilte dabei auch kräftig gegen verschiedene Medienunternehmen aus und bezeichnete etwa das Onlineportal Buzzfeed als einen «gescheiterten Haufen Müll».


(Video: PBS)


• «Setzen Sie sich, seien Sie ruhig»

Während seiner Wahlkampfkampagne in Iowa 2015 wurde der Univision-Reporter Jorge Ramos nach einer Frage zur Einwanderung aus einer Pressekonferenz geworfen.

«Entschuldigen Sie, setzen Sie sich, Sie wurden nicht aufgerufen», so Trump, «gehen Sie zurück zu Univision!»


(Video: BBC News)

(kko/sda)