Beziehungsdrama

06. Oktober 2019 11:15; Akt: 06.10.2019 15:44 Print

25-Jähriger tötet Ex-Freundin und ihre Familie

Ein 25-Jähriger soll in Kitzbühel in der Nacht auf Sonntag fünf Personen getötet haben. Bei einem der Opfer handelt es sich um die Ex-Freundin des mutmasslichen Täters.

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Ein 25-jähriger Mann soll im österreichischen Nobel-Skiort Kitzbühel in der Nacht auf Sonntag fünf Personen getötet haben. Kurz vor 6 Uhr stellte er sich der Polizei und gab eine Pistole und ein Messer ab. Wie die Polizei an einer Pressekonferenz mitteilte, ist der mutmassliche Täter ein gebürtiger Tiroler.

Bei den Opfern handelt es sich um die Ex-Freundin des Täters, ihren neuen Freund und ihre Familie. «So eine unfassbare Tragödie hatten wir in Kitzbühel noch nie», sagt Bürgermeister Klaus Winkler.

Die Tote, eine 19-jährige Frau, hatte die Beziehung zum Tatverdächtigen beendet und einen neuen Freund. In der Nacht auf Sonntag seien der mutmassliche Täter und sein späteres Opfer in Kitzbühel zusammengetroffen, es habe Streit gegeben. Noch in der Nacht sei der 25-jährige Andreas E. dann zum Wohnaus der 19-Jährigen gefahren und habe sich dort durch Klopfen Einlass verschafft.

«Ruhiger Mensch»

Zwischen E. und der 19-Jährigen habe sich wieder ein Streit entwickelt. Der Vater sei zum Streit dazugekommen und habe dem 25-Jährigen klar gemacht, dass die Beziehung beendet sei. Was dann passiert ist, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Der junge Mann habe sich einer Schusswaffe bemächtigt und seine 19-jährige Ex-Freundin, ihre Eltern, ihren Bruder (25) sowie den neuen Freund der Frau (24) ermordet.

Der Tatverdächtige wurde am Vormittag einvernommen. Es gibt derzeit keinen Hinweis auf weitere Täter, der Mann handelte demzufolge allein. Das Motiv liege laut Polizei im Bereich «Beendigung einer Liebesbeziehung».

Nicht sagen könne man derzeit, wer der neue Freund der 19-Jährigen, der sich ebenfalls unter den Opfern befindet, sei. Der mutmassliche Täter sei als «ruhiger Mensch» bekannt und nicht vorbestraft, vor vielen Jahren aber wegen «kleinerer Delikte» in Polizeikontakt gestanden.

Waffe aus dem Tresor geholt

Der mutmassliche Täter und das 19-jährige Opfer seien in der Vergangenheit vor Beziehungsende auch verlobt gewesen. Die Polizei konkretisiert auch die Vorgangsweise: Der 25-Jährige hatte in der Nacht auf Sonntag seine Ex-Freundin mit deren neuen Freund getroffen.

Dabei sei es zum Streit gekommen, danach gingen die Beteiligten nach Hause. In der Nacht fuhr E. aber zum Wohnhaus der 19-Jährigen, klingelte und wurde vom Vater der jungen Frau abgewiesen.

Daraufhin sei der 25-Jährige zu sich nach Hause gefahren und habe sich eine Waffe aus dem Tresor geholt. Die Waffe gehöre dem Bruder des mutmasslichen Täters, der die Pistole legal besessen haben soll. Mit der Waffe kehrte er zum Wohnaus der 19-Jährigen zurück und drang über den Balkon in das Wohnhaus ein. Danach habe er seine Ex-Freundin, deren neuen Freund sowie die Mutter, den Vater und den Bruder der Ex-Freundin getötet.

(red)