Pelosi nach Eklat

17. Oktober 2019 13:29; Akt: 17.10.2019 20:05 Print

«Ich bete für Gesundheit des Präsidenten»

Bei einem Treffen zwischen dem US-Präsidenten und Oppositionspolitikern ist es zu einem Eklat gekommen.

Nancy Pelosi äussert sich nach dem Eklat.
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Der heftige Streit in Washington um die Syrien-Politik hat zu einem Eklat bei einem Treffen zwischen Präsident Donald Trump und den Oppositionschefs geführt. Die Spitzenvertreter der Demokraten brachen am Mittwoch das Gespräch abrupt ab und verliessen das Weisse Haus.

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Zuvor hatte Trump die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, persönlich attackiert. Trump habe eine «üble Tirade» losgelassen und Pelosi als «drittklassige Politikerin» beschimpft, sagte der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. Pelosi selbst sprach von einem «Ausraster» des Präsidenten. «Ich bete für die Gesundheit des Präsidenten», sagte sie im Anschluss in einem Interview. «Es war ein ernster Zusammenbruch.»

Streit zwischen Trump und Pelosi eskaliert

Andere Parlamentarier sowohl von Demokraten als auch Trumps Republikanern blieben laut Schumer jedoch in der Sitzung mit dem Präsidenten.

«Sie ist sehr krank»

Trump legte anschliessend im Kurzbotschaftendienst Twitter nach: «Nancy Pelosi braucht schnell Hilfe!», schrieb der US-Präsident. «Entweder ist mit ihr da oben etwas nicht in Ordnung, oder sie mag einfach unser grossartiges Land nicht.» Pelosi habe bei dem Treffen im Weissen Haus eine «totalen Zusammenbruch» erlitten. «Es war sehr traurig anzusehen. Betet für sie, sie ist sehr krank.»

Unter massivem Druck

Der Präsident steht wegen des parteiübergreifenden Widerstands gegen den US-Truppenabzug aus Nordsyrien unter massivem Druck. Trump hatte mit der Entscheidung den Weg für die türkische Grossoffensive gegen die kurdischen Kämpfer freigemacht, die zusammen mit den US-Truppen gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft hatten.

Unter massivem Druck

Kurz vor dem Treffen im Weissen Haus hatte das Repräsentantenhaus in einer parteiübergreifenden Resolution den US-Truppenabzug als Fehler gegeisselt. Die Kongresskammer lehne die Entscheidung ab, «bestimmte Anstrengungen der Vereinigten Staaten zu beenden, türkische Militäroperationen gegen syrisch-kurdische Kräfte in Nordostsyrien zu verhindern», hiess es in der mit 354 gegen 60 Stimmen verabschiedeten Entschliessung. Diese hat allerdings lediglich den Charakter einer Stellungnahme und für Trump keine verbindliche Wirkung.

Pelosi sagte gleichwohl, der Präsident habe in dem Treffen «sehr aufgewühlt» wegen der Resolution gewirkt. Schumer teilte mit, er habe den Präsidenten nach seinem Plan zur Bekämpfung der IS-Dschihadisten gefragt: «Er hatte tatsächlich keinen.»

Der Eklat zeigt, wie dramatisch sich das Verhältnis zwischen dem Präsidenten und der Opposition zuletzt weiter verschlechtert hat. Hintergrund ist die von den Demokraten im Repräsentantenhaus geführte Untersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Darin geht es um die Versuche Trumps, sich aus der Ukraine möglicherweise kompromittierendes Material über Ex-Vizepräsident Joe Biden zu beschaffen, der Trumps Herausforderer bei der Wahl im November 2020 werden könnte.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jape6258 am 17.10.2019 03:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krank ist da nur einer

    Es ist einfach andere zu beschimpfen, wenn man von seiner eigenen Unfähigkeit ablenken möchte.

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  • James Dean am 17.10.2019 04:37 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig und Gefährlich

    Der unfähigste US-Präsident aller Zeiten. Zuerst Verbündete gegen den IS fallen lassen, dann wieder Druck auf Erdogan versucht, klappt auch nicht und dann wird er auch noch von den Republikanern abgewatscht. Wahrscheinlich hat er herumgebrüllt und geweint. Aber einen Plan hat er nicht.

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  • Martin Hostettler am 17.10.2019 04:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer die anderen

    Schuld sind immer die anderen, nur er nicht......

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Burgdorfer P am 22.10.2019 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Amtsdauerbegrenzung

    So wie der Präsident sollten auch der Kongress & Senat eine Amtsdauerbegrenzug haben. So käme mal wieder frisches Blut in die Politik statt nur die alten Greise. Wäre übrigens auch gut für die Schweiz, z.Bsp max 2 Amtszeiten

  • Tweety am 19.10.2019 04:00 Report Diesen Beitrag melden

    Es lebe Donald Trump!

    Ich mag Donald Trump sehr und hoffe er wird wieder gewählt!

  • Gägde Donald am 19.10.2019 01:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sind beidi echli hässig

    Mit Zorn und Wut und viel Getöse, sind nun die Greta und die Nancy böse!

    • pro Greta und Nancy, ich wähle diese am 19.10.2019 01:54 Report Diesen Beitrag melden

      @Gägde Donald

      Die Greta war traurig, nicht hässig und Nancy betet auf amerikanische Art. Ich kann Ihre Ansicht nicht teilen.

    • Glaring Greta am 19.10.2019 02:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pro Greta und Nancy, ich wähle diese

      Für ein bisschen Traurigkeit schaute sie allerdings ziemlich mies gelaunt drein

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  • K.D. am 18.10.2019 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Nancy

    sollte lieber für sich betten, sie sieht irgendwie nicht mehr so taufrisch aus.

  • Thomaso B am 18.10.2019 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Daneben Eben

    Geliftet Gebotoxt ,jede oder Jeder ,Hat Steine im Rucksack