Zeitung berichtet

21. Dezember 2011 06:28; Akt: 21.12.2011 07:11 Print

Fukushima-Betreiber wird verstaatlicht

Das Energieunternehmen Tepco soll zu zwei Dritteln von der japanischen Regierung übernommen werden. Das bedeutet faktisch eine Verstaatlichung des Fukushima-Betreibers.

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Journalisten konnten sich am 12. November 2011 ein Bild der Situation vor Ort machen.

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Die japanische Regierung will eine Billion Yen (umgerechnet fast zwölf Milliarden Franken) in das Energieunternehmen Tokyo Electric Power (Tepco) einbringen. Das berichtete die Zeitung «Yomiuri» am Mittwoch. Mit der Übernahme von mehr als zwei Dritteln der Anteile des Fukushima-Betreibers würde dieser quasi verstaatlicht. Ausserdem würden Banken gebeten, dieselbe Summe an Krediten zur Verfügung zu stellen.

Das Blatt berief sich dabei auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien. Eine Tepco-Sprecherin sagte, der Bericht entspreche nicht den Tatsachen.

Verstaatlichung war immer wieder Thema

Der Zeitung zufolge sollen die konkreten Verhandlungen im nächsten Jahr beginnen und bis März abgeschlossen sein. Eine Verstaatlichung des Unternehmens war seit dem Unglück im Atomkraftwerk Fukushima immer wieder im Gespräch gewesen.

Die Reaktoren des Kraftwerks waren nach dem Tsunami im März ausser Kontrolle geraten. In mindestens einem kam es zu einer Kernschmelze. Tepco sieht sich mit hohen Entschädigungszahlungen und Kosten für die Dekontaminierung verstrahlter Gebiete konfrontiert.

(sda)