Tripolis

03. Oktober 2011 19:25; Akt: 03.10.2011 19:37 Print

Gaddafis Raketen in Händen der Al Kaida?

Aus Gaddafis Waffenlager sind tausende Raketen verschwunden. Die Nato warnt: Terroristen könnten damit Flugzeuge abschiessen.

storybild

Von Tausenden solcher SAM-7-Raketen fehlt in Libyen jede Spur. (AFP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

20 000 SAM-7-Raketen hat Muammar Gaddafi während seiner Herrschaft gekauft. Nun fehlt von einem grossen Teil der Boden-Luft-Raketen aus sowjetischer oder bulgarischer Produktion jede Spur: Sie wurden im Chaos nach dem Fall von Tripolis Ende August gestohlen. Der Rüstungsbeauftragte des Nationalen Übergangsrats, Mohammed Hadia, spricht von mindestens 5000 fehlenden Waffen. «Leider besteht die Möglichkeit, dass einige dieser Raketen in die falschen Hände gelangt sind, etwa im Ausland», so der General.

Die Raketen seien zwar veraltet – weil sie klein und leicht zu bedienen sind aber ideal für Terroristen. «Die internationale Gemeinschaft hat zu Recht Furcht vor diesen Waffen», so Haida. Befürchtet wird etwa, dass die Al Kaida mit den ­Raketen Passagierflugzeuge angreifen könnten. Bereits im November 2002 hat die Terrororganisation in Kenia eine SAM-7-Rakete auf ein israelisches Flugzeug abgefeuert, die ihr Ziel jedoch verfehlte. Auch der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Giampaolo di Paolo, warnt vor einer «ernsthaften Gefahr für den zivilen Luftverkehr». Er geht laut Spiegel.de sogar von insgesamt 10 000 ­verschwundenen SAM-7-Raketen aus. Diese könnten quasi überall auftauchen, so der Admiral.

(hal/20 Minuten)