Nach UNO-Resolution

18. März 2011 09:27; Akt: 21.03.2011 14:35 Print

Gaddafis Truppen marschieren trotz Warnung

Muammar Gaddafi hat einen Waffenstillstand versprochen. Trotzdem laufen die Vorbereitungen für die Flugverbotszone auf Hochtouren.

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Am verkündet die Übergangsregierung Libyens offiziell die Befreiung des Landes. Am wird Muammar Gaddafi in Sirte gefangen und getötet. : In der Nacht auf Montag nehmen die Rebellen den Grünen Platz im Zentrum von Tripolis ein. Dort feiern Aufständische und Bewohner gemeinsam den Einmarsch. Auf dem Platz demonstrierten zuvor monatelang die Gaddafi-Getreuen. Aufständische bejubeln die Einfahrt in eines der Aussenquartiere der Hauptstadt Tripolis. In Bengasi feiern libysche Rebellen zusammen mit tausenden Menschen auf dem Tahrir-Platz die militärischen Erfolge ihrer Mitstreiter. Die Aufständischen erobern Brega und Sawija. Damit stehen sie nur noch wenige Kilometer von Tripolis entfernt: Auf dem Bild feiern Rebellenkämpfer die Eroberung Sawijas. Am mobilisieren die Rebellen ihre Kräfte im Westen des Landes. Ihr Ziel ist die Stadt Sawija. Am stirbt der Militärchef der Rebellen Abdel Fatah Junis. Die Urheber des Mordes sind nicht bekannt. : Libysche Rebellen und Angestellte der Botschaft übernehmen die libysche Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. : Libysche Rebellen dringen in der strategisch wichtigen Stadt Brega in Wohngebiete vor. : Ein libyscher Junge schlägt in der Rebellenhochburg Misrata mit einem Schuh auf ein Porträt des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein. : Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates Mahmoud Jibril trifft in Brüssel auf den Europaratspräsidenten Herman Van Rompuy. Saif al Islam Gaddafi Sagt am 11.7.2011: «Die Wahrheit ist, dass wir mit Frankreich verhandeln und nicht mit den Rebellen». : Strassenkunst in Bengasi: Gaddafi wird von einer Krake gefressen. : Noch geniesst Machthaber Muammar al-Gaddafi auch Unterstützung in der Bevölkerung. «Gott, Gaddafi und Libyen» ist auf den Händen dieses Mädchens in Tripolis zu lesen. Andere halten Porträts mit dem Despoten in die Höhe. Am erlässt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl gegen Gaddafi und seinen Sohn Saif al-Islam. Der libysche Justizminister Mohammad al-Kamudi verurteilt den Haftbefehl als ein «Werkzeug der westlichen Welt». Zahlreiche Top-Fussballer Libyens laufen zu den Aufständischen über. Seit einigen Tag steht Tripolis unter ständigem Beschuss. NATO-Jets greifen auch tagsüber an. Die Ungeduld lässt die Rebellen bisweilen fatale Fehler begehen: Sie greifen ohne Marschbefehl an. Die Zahl der Opfer ist daher in den vergangenen Tagen gestiegen. Wie die UNO am mitteilt, wurde in Libyen systematisch vergewaltigt. Den Befehl dazu soll Muammar Gaddafi selbst gegeben haben. Am gehen wieder viele Bomben auf Tripolis nieder. Muammar Gaddafi sprach wieder am TV: «Wir werden nicht kapitulieren». Im Krieg in Libyen setzt die NATO erstmals Kampfhelikopter ein. Jacob Zuma ist in Tripolis eingetroffen. Er will im Konflikt vermitteln. Libysche Rebellen beklagen, dass ihnen das Geld ausgehe, weil die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland ausbleibe. Die NATO führt ihre Angriffe auf die Hauptstadt Tripolis fort. Durch ihre Bomben sterben laut Regierung drei Menschen. 150 werden verwundet. Am fliegt die NATO Luftangriffe auf den Hafen von Tripolis und zerstört sechs libysche Kriegsschiffe. Am . Es ist aber unklar, ob die Bänder aktuell sind. fordert Muammar Gaddafi zum sofortigen Rücktritt auf. Bei einem Nato-Angriff am soll sich während des Angriffs im Haus seines Sohnes befunden haben, blieb aber unverletzt. gegen sie einsetzt. aus. seine Beteiligung an den Luftangriffen zu. worden. (Bild), Adschabija und Brega wird immer heftiger gekämpft. Tausende hoffen auf ihre Ausreise. Im Bild: Aus Misrata evakuierte Viele Flüchtlinge kommen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa ums Leben. (r.) einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU). Die Rebellen bestehen auf dem sofortigen Rücktritt Gaddafis. NATO-Kampfflugzeuge bombardieren erneut versehentlich Fahrzeuge der Anti-Gaddafi-Milizen. Die Kritik der Rebellen an den NATO-Einsätzen wird lauter. haben Flugzeuge der internationalen Koalition einen libyschen Militärkonvoi angegriffen. Die libysche Regierung gibt sich zu Reformen bereit. Die Afrikanische Union fordert einen Waffenstillstand. verlängern ihre Beteiligung am internationalen Militäreinsatz in Libyen auf Bitten der NATO. Die Suche nach einer diplomatischen Lösung wird verstärkt. unterstützen die Aufständischen nicht nur mit Luftangriffen, sondern auch durch CIA-Beamte. Diese hätten unter anderem nach dem Absturz des US-Kampfjets Hilfe geleistet, heisst es. tritt von seinem Amt zurück und setzt sich nach England ab. Gaddafis Truppen erobern derweil Ras Lanuf und Brega zurück. und nähern sich Gaddafis Geburtsstadt Sirte. ein und erringen damit den ersten grossen Sieg seit Eingreifen der Koalition. Ebenfalls am Journalisten in Tripolis, sie sei von Gaddafi-Leuten vergewaltigt worden. Nachdem die Koalition die Luftwaffe Gaddafis zerstört hat, sollen Angriffe auf Gaddafi-Truppen rund um Tripolis, Misrata und das ebenfalls heftig umkämpfte Adschdabija verstärkt werden. Am Abend des in Tripolis der Öffentlichkeit und ruft einmal mehr zum Kampf gegen die «Kreuzzügler» auf. Ein US-Kampfjet vom Typ F-15 Eagle stürzt in der Nähe der Rebellenstadt Bengasi auf einem Feld ab. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Am Abend des In der Stadt war nach Einbruch der Dunkelheit das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören. Damit begann die dritte Nacht alliierter Luftangriffe gegen Libyen. Siegestrophäe à la libyenne: Aufständische haben am in der Nähe der befreiten Stadt Bengasi einen von den Allierten zerstörten Panzer mit einem rauchenden Schafskopf «geschmückt». Französische Kampfjets zerstören Militärfahrzeuge der Regierungstruppen auf einer strategisch wichtigen Strasse zur Rebellen-Hochburg Bengasi. eröffnet Frankreich das Feuer in Libyen. Danach feuern amerikanische und britische Kriegsschiffe im Mittelmeer 112 Tomahawk-Marschflugkörper ab. Im Bild: Eine Rafale im französischen St-Dizier. eine militärische Intervention abgesegnet hat. Zahlreiche Regierungschefs und Aussenminister sind in der französischen Hauptstadt zusammen. Gastgeber Nicolas Sarkozy kündigt im Anschluss baldige Militärschläge gegen Libyen an. warnt Muammar Gaddafi vor weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Überall in Südeuropa werden Luftstreitkräfte zusammengezogen: Dänische F-16-Jets landen im sizilianischen Sigonella, um ein Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Der Flugzeugträger «CharlesDe Gaulle» kreuzt im Mittelmeer. über Libyen zu. hat diese bereits im Vorfeld befürwortet. Gleichentags haben die Regierunstruppen die Ölstadt Ras Lanuf wieder eingenommen. US-Geheimdienstchef James Clapper (Bild) rechnet vor einem Militärausschuss des US-Senats mit einem Sieg Gaddafis. Derweil bereiten die USA, Grossbritannien und die NATO militärische Optionen vor. Die EU will ihre Sanktionen ausweiten und die UNO ermittelt gegen Gaddafis Truppen wegen Folter. Die libyschen Rebellen geraten immer stärker unter Druck: Gaddafis Truppen sind nur noch eine Stadt von der Rebellen-Hochburg entfernt. Der Diktator beschimpft immer wieder die Rebellen und den Westen. Ein Rebell schiesst mit einem Maschinengewehr auf Gaddafis Luftwaffe. Mittlerweile haben über 213000 Gastarbeiter das Land verlassen: Somalier im Auffanglager bei Ras Ajdir an der libysch-tunesischen Grenze. Gaddafis Truppen verteidigen Sirte und versuchen, Misrata und Bin Jawad zurückzuerobern. Auf der Mittelmeerinsel Kreta ziehen die USA und andere NATO-Staaten starke Einheiten zusammen. (Bild) werden Zeltlager errichtet. Regierungstruppen und Aufständische kämpfen erbittert um stratigisch wichtige Städte. Am warnt die USA und die NATO vor einem militärischen Eingreifen. Ausserdem sagt er, dass er seit 1977 keine politische Macht mehr innehabe. Die Regimegegner formieren sich immer mehr zu Kampftruppen. Hier lernen Freiwillige, wie man gegen Kampfflugzeuge kämpft. Das 75 000 Menschen gestrandet. Die hat die lybische Opposition in Bengasi einen Übergangnsrat gegründet. scharenweise vor den Unruhen aus Libyen: Ägypter erreichen am 27. Februar die Grenze zu Tunesien. Am Einreisesperren gegen den Gaddafi-Clan, sperrt dessen Konten und verhängt ein Waffenembargo gegen Libyen. Ein weiterer TV-Auftritt von gegen den Gaddafi-Clan aus. Am Nachmittag des via Telefon im Staats-TV und bezeichnet die Demonstrationen als «kindisch». Derweil hält der Exodus von Ausländern aus Libyen an, das Regime geht weiter brutal gegen Demonstranten vor. Nach Bengasi und Tripolis gehen die Menschen auch in auf die Strasse: Aufständische haben eine Polizeistation in Beschlag genommen. im Staatsfernsehen mit einer wirren Rede zu Wort. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt, nachdem bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in wenigen Tagen hunderte von Menschen getötet worden sind. Der Aufstand in der arabischen Welt erfasst im

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Adrian Eng
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Libysche Regimegegner wollen eigenen Angaben zufolge zu neuen Demonstrationen in Tripolis und anderen Städten im Westen des Landes aufrufen. Auf diese Weise werde sich zeigen, ob die von Machthaber Muammar al Gaddafi verkündete Waffenruhe nur ein Bluff sei, sagte Mustafa Gheriani, der zuletzt mehrfach als Sprecher der Opposition aufgetreten war.

Wenn Gaddafi nicht auf Zivilisten schiessen könne, werde die ganze Welt sehen, dass Libyen ihn nicht will. «Wir wollen unsere Revolution wieder zu einer friedlichen machen, einfach sein Anwesen umzingeln und ihn auffordern, zu gehen», sagte Gheriani
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Der stellvertretende libysche Außenminister Chalid Kaim hat die Entsendung von internationalen Beobachtern zur Überwachung der von Machthaber Muammar al Gaddafi einseitig verkündeten Waffenruhe vorgeschlagen. Deutschland, China, Malta und die Türkei sollten Gesandte schicken, sagte Kaim bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Tripolis.
22:08
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In Bengasi sind starke Explosionen vernommen worden, wie AFP berichtet. Kurz darauf seien mehrere Schüsse abgegeben worden.
22:04
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Ein Sprecher Gaddafis hat erneut beteuert, dass Libyen den Waffenstillstand einhalte. Es gebe keine Kämpfe, die Truppen seien ausserhalb Bengasis stationiert und hätten nicht vor in die Stadt hinein zu gehen.

Weiter sagte der Sprecher, es seien nie Zivilisten getötet worden. Im Gegenteil hätten die Rebellen Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen.
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Die BBC zitiert Augenzeugen, die aus Misrata berichten. Demnach sind Gaddafis Eliteeinheiten mit Panzern und bewaffneten Fahrzeugen in die Stadt eingedrungen.
20:48
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Die USA, Frankreich und Grossbritannien haben Muammar Gaddafi ein Ultimatum gestellt. Entweder er weicht aus Bengasi und anderen Städten zurück und ermöglicht der Bevölkerung Zugang zu Nahrung und Versorgung, oder die Länder werden militärisch eingreifen.

Allerdings sieht es laut neuesten Meldungen nicht nach einem Einlenken Gaddafis aus. Wie Al-Jazeera berichtet, sind Pro-Gaddafi-Truppen auf direktem Weg nach Bengasi.
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Wie Reuters unmittelbar vor Obamas Rede meldete, wollen französische und britische Kampfflugzeuge noch heute über Libyen fliegen. Dies sei als symbolische Aktion gedacht, keine Ziele sollen angegriffen werden.
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Weiter sagte Obama, die USA hätten diesen Militäreinsatz nicht gesucht. Aber die USA können nicht zusehen, wie unschuldige Menschen getötet werden und internationales Recht verletzt werde. Aber, so Obama weiter, die USA würden keine Bodentruppen nach Libyen entsenden. Das libysche Volk solle selber für ihre Rechte kämpfen können. Allerdings werde man ihnen zur Hand gehen.
19:38
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«Unser Ziel ist klar, unser Grund ist gerecht und unsere Koalition ist stark», mit diesen Worten beendet Barack Obama seine soeben gehaltene TV-Ansprache. Darin forderte er Gaddafi auf, sich aus den Rebellen-Orten sofort zurückzuziehen und Nahrung, Wasser und Strom wieder der Bevölkerung zugänglich zu machen.
19:05
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Die Arabische Liga lässt verlauten, dass mehrere arabische Länder an der Errichtung der Flugverbotszone teilnehmen werden, wie die BCC meldet. Welche Länder dies sein werden, ist noch nicht bekannt.

Derweil ist laut AFP der libysche Nationalrat (Rebellen) daran, mit dem Westen allfällige Ziele für einen Luftangriff auf Muammar Gaddafi zu besprechen.
18:50
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Wie die AFP berichtet, will Malta keine Basis für die Durchsetzung der Flugverbotszone zur Verfügung stellen.
18:23
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Die Aufmerksamkeit ist jetzt ganz auf den Libyen-Gipfel von morgen Samstag gerichtet. Der französische Aussenminister Alain Juppé erwartet «eine Weichenstellung» für den Militärschlag gegen Gaddafi. Laut Juppé sei «alles bereit». Beim Gipfel soll auch Gaddafis «Waffenstillstand» diskutiert werden.
18:03
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Das Internationale Rote Kreuz IKRK wird nach Bengasi zurückkehren und sich um die notleidenden Menschen kümmern. Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, hält das IKRK die Lage nach der UN-Resolution wieder für sicher.
17:43
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Zur Umsetzung der Flugverbotszone über Libyen wollen die westlichen Länder diverse Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe einsetzen.Diese Bildstrecke gibt einen Überblick.
17:34
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Die libysche Regierung widerspricht Berichten, wonach die Waffenruhe in Misrata und anderen Städten nicht eingehalten werde. Die Waffenruhe sei in Kraft, sagt ein Regierungssprecher. Der Sprecher forderte Malta und die Türkei dazu auf, als Aufsicht zu dienen.
17:28
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Auch Kanada will sich an der Durchsetzung des UNO-Flugverbots über Libyen beteiligen. Das Land werde sechs CF-18-Jagdbomber nach Europa entsenden, sagte Premierminister Stephen Harper am Freitag in Ottawa.

Zudem werde eine kanadische Fregatte nach Libyen entsandt. Zuletzt hatten sich kanadische Flugzeuge, auch damals CF-18, 1999 an den Nato-Luftangriffen gegen Serbien beteiligt.
17:09
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Laut US-Verteidigungsministerium sind die USA bereit, einen Militäreinsatz in Libyen zu starten. Das Pentagon könne jederzeit entsprechende Einsatzbefehle ausführen.

Derweil hat Präsident Barack Obama angekündigt, um 19 Uhr (MEZ) vor die Medien zu treten. Zuvor wolle sich mit Führern aus dem US-Kongress besprechen.
16:57
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Wie Al-Jazeera berichtet, ist in Tripolis vor Kurzem eine Serie lauter Explosionen zu hören gewesen. Die Detonationen hätten sich im Westen der Hauptstadt ereignet. Was genau dahinter steckt, konnte der TV-Sender nicht in Erfahrung bringen.
16:50
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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel: «Deutschland wird sich, wie jeder weiss, nicht an militärischen Massnahmen beteiligen.» Nur deshalb habe man sich bei der Abstimmung im Weltsicherheitsrat enthalten. Die Ziele der Resolution «teilen wir uneingeschränkt», betonte Merkel. «Die Enthaltung ist nicht mit Neutralität zu verwechseln.» Sie forderte vom Gaddafi-Regime eine uneingeschränkte Waffenruhe «ohne Tricks», damit der Krieg gegen das eigene Volk ein Ende habe.
16:40
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Die Hinweise mehren sich, dass die libysche Küstenstadt Misrata auch nach einem vom Regime verkündeten Waffenstillstand unter schwerem Beschuss liegt. «Ja, es gibt Artillerie- und Panzerfeuer», sagte ein Bewohner der Stadt am Telefon dem arabischen Nachrichtensender Al-Jazeera. «Von welchem Waffenstillstand wird da geredet? Es gibt keinen Waffenstillstand», empörte er sich.

Ein Sprecher der Aufständischen-Verwaltung sagte der BBC, dass bei den Angriffen 26 Menschen getötet und 83 weitere verwundet worden. 20 Häuser wurden demnach zerstört. Die Stadt 210 Kilometer östlich von Tripolis befinde sich aber weiter unter Kontrolle der Freiwilligenverbände der Regimegegner.
16:30
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Das mit Libyen bislang eng verbundene Italien will sich an allen Militäraktionen gegen den Mittelmeeranrainer beteiligen. Sein Land besitze die Fähigkeit, das libysche Radar zu neutralisieren, sagte Verteidigungsminister Ignazio La Russa in Rom.

Die Aktivitäten der Luft- und Seestreitkräfte könnten von Neapel aus koordiniert werden, sagte La Russa weiter. Italien könne für den Einsatz sieben Stützpunkte bereitstellen.
16:11
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Die USA halten weiterhin zurück in der Libyen-Frage. Aussenministerin Hillary sagte: «Die US-Resolution ist ein wichtiger Schritt, aber die USA und seine Partner werden sich weiterhin andere Lösungen zum Beenden der Libyen-Krise offenhalten.»

Weiter zeigte sich Clinton skeptisch gegenüber Gaddafis Ankündigung, die Waffen ruhen zu lassen. Die USA wollten Gaddafis Truppen abziehen sehen.
15:43
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Von der versprochenen Waffenruhe keine Spur: Die westlibyschen Städte Misurata und Zintan sind nach Angaben von Bewohnern weiterhin unter massivem Beschuss. Auf Al-Arabiya twittern Libyer: «Die Stadt stirbt. Die wild gewordenen TruppenGaddafis zerstören alles, sogar das Krankenhaus ist unter Beschuss. Möge Gott uns beistehen.» Auch aus Rebellenkreisen wird von weiteren Kämpfen berichtet.
15:33
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Mit der Ankündigung Libyens zur Einstellung der Kampfhandlungen gegen die Rebellen drehte der Ölpreis am Mittag ins Minus. Zuvor hatte die Angst vor einer militärischen Konfrontation des Westens mit den Truppen des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi die Notierung in die Höhe getrieben.

Das Fass der für Europa wichtigen Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 114.34 Dollar. US-Öl der Sorte WTI wurde mit 101.13 Dollar 0,3 Prozent billiger gehandelt. Am Morgen war der Ölpreis noch um bis zu zwei Prozent in die Höhe geschnellt.
15:22
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«Wir sind äusserst besorgt über die Gewalt der staatlichen Streitkräfte gegen die Aufständischen», teilt das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte mit. Niemand wisse, was in den Städten passiert sei, die von Gaddafi-Truppen zurückerobert worden sind.

Auch wisse niemand, was in den Gefängnissen und Gefangenenlagern passiere. «Wir sind sehr besorgt, dass es zu Kollektivstrafen gekommen ist», sagte Sprecher Rupert Colville. «Wir machen uns keine Illusionen über das, wozu das Regime von Gaddafi fähig ist.»
15:17
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Auch die EU hat zurückhaltend auf die Waffenstillstandserklärung aus Tripolis reagiert. Es gebe ein grosses Fragezeichen, was Muammar Gaddafi wirklich entschieden habe, sagte EU-Außenpolitikchefin Catherine Ashton. Ungeachtet der Erklärungen der libyschen Führung «gibt es die allgemeine Sichtweise, dass Gaddafi gehen und sein Regime zu Ende sein sollte».
15:14
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Die vier seit Mittwoch vermissten Reporter der «New York Times» werden nach Angaben eines Sprechers der Zeitung noch heute wieder freikommen. Sie waren in der Nähe der Stadt Ajdabiya von Gaddafi-Truppen verhaftet worden.
15:02
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Die Ansage von Muammar Gaddafi, seine Angriffe auf die Rebellen zu stoppen, werden im Westen mit Skepsis wahrgenommen. Als erster reagiert der britische Premier David Cameron. Zur BBC sagt er: «Gaddafi wird nach seinen Taten beurteilt, nicht nach seinen Worten.»

Ein US-Diplomat sagt ebenfalls zur BBC: «Gaddafi, es ist vorbei. Seit die UN-Resolution Tatsache ist, ist sein Schicksal besiegelt.»
14:53
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Die Schweiz anerkennt die Resolution des UNO- Sicherheitsrates zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Das teilt das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Die Schweiz hoffe auf eine rasche Umsetzung.

Mit der Resolution würden die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um das Leiden der wehrlosen Zivilbevölkerung in Libyen zu beenden. Die Schweiz verurteile jede nicht demokratisch legitimierte Gewalt von Behörden gegen die eigene Bevölkerung aufs Schärfste, hiess es weiter.
14:36
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Ein Beschluss der NATO zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen ist nach Diplomatenangaben nicht vor Sonntag zu erwarten. Auf dem NATO-Rat am Freitag habe sich zwar die Bereitschaft abgezeichnet, einen Einsatz zur Flugverbotszone sowie zur Durchsetzung des Waffenembargos vor der Küste mitzutragen.

Offen sei aber unter anderem, welches Land sich daran in welcher Form beteiligen könne. Etwaige Luftschläge Frankreichs oder Großbritanniens schon am Freitag oder am Wochenende würden den Quellen zufolge außerhalb des NATO-Rahmens stattfinden.
14:30
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Die libysche Opposition in der Schweiz ist erfreut über die UNO-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Gefeiert wird der Beschluss nicht nur, weil er den Schutz der Bevölkerung in Libyen garantiert. Die Opposition erwartet auch das baldige Ende Gaddafis.

Er sei sehr glücklich über den UNO-Beschluss zu einem Flugverbot über Libyen, sagte Said Khaled, Präsident der unabhängigen libyschen Menschenrechtsorganisation LHRS (Libyan Human Rights Solidarity) in Genf auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
14:25
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Libyen wird alle Kampfaktionen per sofort einstellen. Ein Waffenstillstand tritt in Kraft. Dieser werde dem Land die Sicherheit zurückbringen und den Schutz aller Libyer sicherstellen, sagte Außenminister Mussa Kussa.
14:17
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Nach dem Beschluss des UN-Sicherheitsrats zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen haben Frankreich und Großbritannien am Freitag sofort erklärt, innerhalb weniger Stunden Flugzeuge dafür bereitzustellen. Nur die USA, die die Hauptlast eines solchen Einsatzes tragen müssten, äußerten sich zunächst nicht.

Die USA haben schon eine Reihe möglicher Einsatzkräfte in der Region, darunter auch Schiffe, U-Boote, Zerstörer und Landungsfahrzeuge mit rund 400 Marineinfanteristen an Bord.

Ein Pentagon-Sprecher erklärte am Donnerstag, die Planungen liefen für eine Reihe möglichen Einsätzen. Wie stark sich die USA daran beteiligten werden, ist noch unklar.
13:34
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Libyens Ausenminister hat einen Waffenstillstand und den Halt aller militärischen Aktionen verkündet.
13:08
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Spanien stellt der NATO zwei Militärbasen zur Verfügung. Belgien erklärt sich bereit, an einer NATO-Operation in Libyen teilzunehmen.
13:06
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Frankreich hat für Samstag zu einem internationalen Gipfeltreffen über die Lage in Libyen eingeladen. Präsident Nicolas Sarkozy habe dazu auch Vertreter der arabischen Welt nach Paris gebeten, sagte der britische Premierminister David Cameron. Er selbst werde auch an dem Treffen teilnehmen.
13:00
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Die Europäische Union wird die Sanktionen gegen die Herrschenden in Libyen erneut verschärfen. Nach Angaben von Diplomaten werden die Aussenminister bei einem Treffen am Montag in Brüssel unter anderem über einen möglichen Boykott libyscher Öllieferungen sprechen. Libyen exportiert bisher rund 70 Prozent seines Öls in die EU. An den Gesamt-Ölimporten der EU ist es nur mit rund 10 Prozent beteiligt. Weitere Sanktionen, die nach Angaben von Diplomaten im Gespräch sind: Etwa zehn zusätzliche Firmen sollen zu einer Liste von bisher 14 Unternehmen hinzugefügt werden, deren Konten in der EU gesperrt sind. Zudem soll eine Liste von bisher 27 Personen, gegen die Einreiseverbote verhängt wurden und deren Vermögen in der EU eingefroren wurde, um etwa zehn Namen erweitert werden.
12:45
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Die deutsche Regierung erwägt einen Einsatz von Awacs-Überwachungsflugzeugen in Afghanistan, um die NATO für einen möglichen Einsatz in Libyen zu entlasten. Der Bundestag müsste dafür ein neues Mandat beschliessen.
12:19
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Der libysche Diktator Muammar Gaddafi warnt vor Angriffen. Gaddafi droht, das Leben derer, die Libyen attackieren «zur Hölle zu machen».
12:15
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Premierminister David Cameron kündigt die Beteiligung Grossbritanniens an den militärischen Operationen in Libyen an. Kampflugzeuge der Typen Tornado und Eurofighter würden mobilisiert.
12:04
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Eurocontrol verbietet Flüge nach Libyen. Die europäische Luftfahrtagentur teilt mit, Libyen dementiere, seinen Luftraum von sich aus gesperrt zu haben.
11:53
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Der Flüchtlingsstrom aus Libyen hält nach UNO-Angaben weiter an. Bislang hätten rund 300 000 Menschen das Land verlassen, teilte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR)in Genf mit. Die Angst vor Vergeltungsmaßnahmen von Machthaber Muammar al-Gaddafi könnte allerdings noch weitere Menschen in die Flucht treiben.

UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming erklärte, täglich kämen zwischen 1500 bis 2500 Menschen über die libyschen Grenzen.
11:11
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Gaddafi erhöht den Druck auf die von Regimegegnern kontrollierte Stadt Misrata. Die eingekesselte Stadt werde seit Stunden heftig beschossen, die Zahl der Opfer steige ständig, sagte ein Sprecher des Komitees der Aufständischen in der Stadt am Vormittag dem arabischen Nachrichtensender Al Jazeera. Rund 25 Panzer seien an den Angriffen beteiligt. Es sei zu befürchten, dass die Gaddafi-Truppen die seit Tagen belagerte Stadt nun schnell einnehmen wollten, um die Bevölkerung dort als «menschlichen Schutzschild» gegen mögliche Militärschläge der internationalen Gemeinschaft zu missbrauchen. Misrata, 210 Kilometer östlich von Tripolis, ist mit rund 400'000 Einwohnern die drittgrösste Stadt des Landes.
11:02
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Die türkische Regierung hat zu einer sofortigen Waffenruhe in Libyen aufgerufen. Zudem müsse die Gewalt gegen Zivilisten beendet werden, hiess es in einer Erklärung des Büros von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, aus der türkische Medien zitierten. Ankara forderte die Führung in Tripolis auf, Schritte für den vom libyschen Volk gewünschten Wandel einzuleiten und keine weitere Zeit zu verlieren. Die Türkei unterstützt die Libyen-Entscheidung der Vereinten Nationen.
10:23
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Russland schliesst eine Beteiligung an militärischen Operationen in Libyen aus. Dies sagte der Generalstabschef der russischen Armee, Nikolai Makarow, der Agentur Interfax.
10:16
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Libyen hat nach Angaben der europäischen Flugkontrolle seinen Luftraum komplett für alle Flüge geschlossen.
09:51
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Die EU warnt vor Alleingängen des Westens. Zur Umsetzung der Resolution müsse «eine enge Zusammenarbeit mit der UNO, mit der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union sichergestellt werden», betonten EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Aussenpolitikchefin Catherine Ashton in einer gemeinsamen Erklärung. Sie hoben «die wichtige Rolle der Arabischen Liga und unserer arabischen Partner» hervor. Die EU sei bereit, den Auftrag der Vereinten Nationen umzusetzen. Die EU-Aussenminister beraten am kommenden Montag, Ende der Woche kommen die Staats- und Regierungschefs in Brüssel zusammen. Auf den Treffen könnten «die notwendigen Entscheidungen» zur Umsetzung der Resolution getroffen werden.
09:03
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Nach der Libyen-Resolution des UNO-Sicherheitsrats sollen die ersten militärischen Angriffe gegen Gaddafis Truppen nach französischen Angaben «in einigen Stunden erfolgen». Frankreich werde sich daran beteiligen, sagte Regierungssprecher François Baroin.

Auch Norwegens Verteidigungsministerin Grete Faremo kündigte eine Beteiligung ihres Landes an der Militärintervention an. Dänemark will der aussenpolitischen Kommission des Parlaments «schnellstmöglich» eine Beteiligung beantragen, die auch F-16-Kampfflugzeuge umfassen soll. Warschau kündigt logistische Unterstützung an, schliesst aber ein militärisches Eingreifen aus.
08:40
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Die NATO-Botschafter beraten in Brüssel über die Umsetzung der vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbotszone über Libyen. In der UNO-Resolution waren «alle notwendigen Massnahmen» gebilligt worden, um die Menschen in Libyen vor den Angriffen der Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi zu schützen. Ein Diplomat erklärte, die Botschafter berieten rund um Uhr über die Lage. In der vergangenen Woche hatten die NATO-Verteidigungsminister beschlossen, dass die Allianz nur mit einem klaren rechtlichen Mandat und starker regionaler Unterstützung agieren wird. NATO-Flugzeuge könnten von Sizilien oder von US-Flugzeugträgern im Mittelmeer aus das Flugverbot durchsetzen.
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Sitation am Freitagmittag: Paris, London und Washington bereiten Angriff vor

Nach dem grünen Licht der Vereinten Nationen bereiten Frankreich, Grossbritannien und die USA Luftangriffe gegen Muammar Gaddafi vor. Paris werde einen Einsatz «binnen Stunden» unterstützen, sagte der französische Premierminister François Fillon am Freitagmorgen. Aus Londoner Parlamentskreisen verlautete, britische Einheiten stünden für Luftangriffe bereit und könnten «sofort» mobilisiert werden. Premierminister Cameron kündigte an, die britische Luftwaffe werde sich mit Tornados und Eurofightern beteiligen.

Auch Norwegens Verteidigungsministerin Grete Faremo kündigte eine Beteiligung ihres Landes an der Militärintervention an. Dänemark will der aussenpolitischen Kommission des Parlaments «schnellstmöglich» eine Beteiligung beantragen, die auch F-16-Kampfflugzeuge umfassen soll. Warschau kündigt logistische Unterstützung an, schliesst aber ein militärisches Eingreifen aus.

Als eines der ersten Länder ausserhalb der NATO kündigte das Emirat Katar seine Teilnahme an der UNO-Aktion an. Unklar blieb vorerst die Rolle der USA sowie anderer arabischer oder afrikanischer Staaten wie des libyschen Nachbarlandes Ägypten. Die Amerikaner hoffen, dass sich weitere arabische Länder beteiligen. Die Luftwaffen Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate und auch Omans könnten sich beteiligen, sagte eine Gewährsperson in den USA.

Französiche Führung?

In Brüssel kam der NATO-Rat zusammen, um einen Einsatz vorzubereiten. Als Stützpunkte für den Militäreinsatz boten sich zunächst die NATO-Flugplätze auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika an, ebenso der grosse NATO-Stützpunkt bei Souda auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta. Von dort beträgt die Flugzeit in Richtung Libyen knapp 20 Minuten. Das Bündnis könnte auch seine Basis Sigonella auf Sizilien und US-Flugzeugträger im Mittelmeer nutzen.

Nicht ausgeschlossen wurde, dass Frankreich, das sich vehement für die UNO-Resolution eingesetzt hatte, jetzt die führende Rolle in der Überwachung der Flugverbotszone übernimmt.

Deutschland könnte mit Überwachungsflugzeugen aushelfen

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle stellte klar, dass sich keine deutschen Soldaten an einem Militärschlag beteiligen werden. Deutschland hatte sich wie die Vetomächte China und Russland bei der Abstimmung in New York enthalten. In deutschen Diplomatenkreisen gibt es die Hoffnung, die Drohung eines Einsatzes könne ausreichen, um ein Ende der Gewalt zu erreichen. «Das Ziel ist ein Waffenstillstand», hiess es in Brüssel. Die deutsche Regierung erwägt jedoch einen Einsatz von Awacs-Überwachungsflugzeugen in Afghanistan, um so die NATO für einen möglichen Einsatz in Libyen zu entlasten.

Gaddafi lanciert Offensive vor Flugverbot

Die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi erneuerten ihre Angriffe auf die von Regimegegnern kontrollierte Stadt Misrata. Die Aufständischen hatten den UNO-Beschluss in der Nacht in den von ihnen kontrollierten Städten ausgiebig gefeiert.

Ein Sohn Gaddafis sagte unterdessen, seiner Familie machten die angekündigten Luftangriffe «keine Angst». Die Bombardierung Libyens, die Tötung von Libyern helfe den Menschen nicht, sagte Seif al-Islam Gaddafi der Sendung ABC News Nightline aus der libyschen Hauptstadt Tripolis.

Der Sender CNN meldete am frühen Freitagmorgen, Gaddafi-Sohn Saadi habe sich telefonisch gemeldet und gesagt, die Regierungstruppen würden vorerst nicht versuchen, nach Bengasi vorzustossen. Die Stadt werde lediglich belagert.

Die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi hatten in den vergangenen Tagen erhebliche Geländegewinne erzielt. Wenige Stunden vor der Abstimmung im Sicherheitsrat hatte sich Muammar Gaddafi noch entschlossen gezeigt, die Rebellenhochburg Bengasi und die übrigen Gebiete in der Hand der Aufständischen in Kürze zurückzuerobern.

US-Kongress könnte bremsen

Die Einzelheiten des militärischen Eingreifens der Amerikaner waren zunächst unklar. Der Stabschef der US-Luftwaffe, General Norton Schwartz, erklärte jedoch vor dem Kongress, die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen könnte rund eine Woche dauern. «Wir würden zweifelsohne sowohl Einheiten aus Europa als auch aus den USA benötigen», sagte Schwartz. «Für mich ist es keine Frage, ob wir es tun können, sondern ob wir sollten und - wenn ja - wie.»

Nach der Unterrichtung des US-Kongresses äusserten sich die Abgeordneten nur vage über die nächsten Schritte und den Zeitplan der Streitkräfte. «(Die Rebellen) müssen noch eine Woche aushalten», sagte der republikanische Senator Mark Kirk: «So lange könnte die internationale Gemeinschaft brauchen, um zu reagieren.»

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, lobte den Vorstoss der Arabischen Liga, die als erste eine Flugverbotszone über Libyen offiziell gefordert hatte. «Wir arbeiten mit ihr zusammen, um den richtigen Ansatz zu finden», sagte Reid.

Ob für die Durchsetzung der Flugverbotszone ein Parlamentsbeschluss notwendig sei, war umstritten. Seiner Auffassung nach könne US-Präsident Barack Obama die Luftwaffe ohne Zustimmung des Kongresses einsetzen, sagte der Republikaner Lindsey Graham. Er hoffe jedoch, dass der Kongress diesen Schritt unterstützen werde.

Der republikanische Senator Dick Lugar hingegen forderte eine Parlamentsdebatte. «Sollte sich die Regierung für die Durchsetzung einer Flugverbotszone über Libyen oder eine andere militärische Massnahme entscheiden, sollte sie sich im Kongress der Debatte über eine Kriegserklärung stellen», sagte Lugar.

(rub/sda/ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • manu am 18.03.2011 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Paris schlägt los

    Endlich, endlich. Wenigstens einer der nicht nur redet. Fegt endlich diesen Ghadfi weg sonst wird niemand aber auch wirklich niemand vor ihm sicher sein.

  • John Merck am 18.03.2011 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Obama der Zauderer

    Schade das die USA einen Präsidenten namens Obama hat der nur immer zaudert und nicht handelt.

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  • dario am 18.03.2011 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Höchsten respekt vor Frankreich und USA.

    wirklich sehr beeindruckend wie sich frankreich eingesetzt hat und alles mäglich tut um das lybische volk zu erlösen( entlasten). ich finde keine worte, sowas gibtsheute zu tage selten weil es den staaten nur um das geld geht und die bevölkerun vernachlässigt wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Keine am 18.03.2011 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr seid alle gesteuert.

    Merkt ihr denn nicht dass es wiedereinmal um die Interessen der USA geht? Das war schon damals bei Irak so! Das traurige ist, dass alle diesen Mist auch noch mitmachen. Einfach nur Krank.

  • Bob Bob am 18.03.2011 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Die Versprechen aus Tripolis...

    sind nichts wert. Die Nato muss endlich handeln.

  • Simon am 18.03.2011 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    Morgenröte

    gewalt ist nie schön. doch was wir hier erleben, könnte genau die welt genauso verändern wie der zusammenfall des kommunismus. bisher dachte man, dass die islamischen Völker gar nicht in der Lage seien für Demokratie und wenn schon eher eine Theokratie anstreben. Nun sieht man wie die Freiheit, die wir als zynische Europäer gar nicht recht schätzen, in einer weiteren Region ankommt. Die nächste Zeit wird nicht schön werden, es wird viele tote geben, doch am Ende des Tages, wird der arabische Raum seine Freiheit (hoffentlich) erhalten.

  • Benni Hueber am 18.03.2011 23:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gaddafi muss jetzt weg

    Gaddafi muss jetzt rasch besiegt und beseitigt werden, sonst hört dieser Alptraum nie auf. Auch wenn man nicht weiss, was nach ihm kommt, kann man ihn nicht weiter morden lassen. Er ist schlimmer als Saddam Hussein und der wurde auch beseitigt. Auch das Oel und damit das Geld spielen natürlich eine entscheidende Rolle. Wer kriegt unter einem neuen Regime das libysche Oel? Jedes Land schaut nur auf das eigene Wohl. Da geht es kaum um Gerechtigkeit und Demokratie. Gaddafis Bilanz von Lockerbie bis heute ist einmalig. Er ist schlimmer als Bin Laden und spielt dabei seine Oelkunden ständig gegenei

  • Vedran am 18.03.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    Aussage gegen Aussage. In dubio...? Pt.2

    ... um so an die Öl- und Wasserreserven heranzukommen. Wie hat schon Sokrates gesagt: Ein Leben, das nicht kritisch untersucht wird, ist es nicht wert, gelebt zu werden. - Nur deshalb, weil die Medien etwas berichten, muss es noch lange nicht stimmen.