06. April 2005 10:56; Akt: 06.04.2005 10:56 Print

Garnaoui im Berliner Al-Kaida-Prozess verurteilt

Im Berliner Al-Kaida-Prozess ist der Tunesier Ihsan Garnaoui zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

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Das Urteil wurde vom Berliner Kammergericht am Mittwoch allerdings nicht wegen Terrorismus, sondern wegen Steuerhinterziehung, ausländerrechtlicher Vergehen und unerlaubten Waffenbesitzes verhängt.

Garnaoui war angeklagt, in einer Berliner Moschee gewaltbereite Mitstreiter für Anschläge gesucht zu haben. Die Bundesanwaltschaft war davon überzeugt, dass er 2001 in Afghanistan von Osama bin Laden ausgebildet und von dort nach Deutschland geschickt wurde, um eine Zelle der Terrororganisation aufzubauen. Die Bundesanwaltschaft forderte sechs Jahre Haft. Die Verteidigung verlange dagegen Freispruch, weil die Terrorvorwürfe nicht ausreichend belegt gewesen seien.

(ap)