20. April 2005 10:15; Akt: 20.04.2005 10:15 Print

Gedenken an die 168 Opfer von Oklahoma City

Die USA haben am Dienstag der Opfer des Terroranschlags von Oklahoma City vor zehn Jahren gedacht.

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Der damalige US-Präsident Bill Clinton sagte bei einer Gedenkzeremonie, die US-Bürger schuldeten es den Opfern des Anschlags, den Terror zu besiegen.

US-Präsident George W. Bush, der selbst nicht an der Zeremonie teilnahm, erklärte, für die Überlebenden dieses Verbrechens und für die Angehörigen der Todesopfer dauere der Schmerz auch zehn Jahre danach weiter an.

Bei dem bis dahin schlimmsten Anschlag in der US-Geschichte waren am 19. April 1995 in Oklahoma City 168 Menschen getötet und 500 weitere verletzt worden. Die Gedenkfeier am Dienstag begann mit 168 Sekunden des Schweigens und einem Gebet. Auch 40 Überlebende der Terroranschläge vom 11. September 2001 nahmen an der Zeremonie teil.

Attentäter als Martyrer vereehrt

Der Attentäter, der Golfkriegsveteran Timothy McVeigh, wurde am 11. Juni 2001 hingerichtet. Der US-Fernsehsender ABC berichtete über einen Geheimbericht der US-Bundespolizei FBI, wonach mehr als 20 «heimische» terroristische Gruppierungen in den USA aktiv sind, die vielfach rassistische Ziele verfolgen und McVeigh als Märtyrer verehren.

Demnach laufen fast 340 Ermittlungesverfahren gegen insgesamt 22 Gruppierungen. Die rassistische «Aryan Nations», die neonazistische National Alliance und andere Organisationen werden vom FBI für Morde, den Einsatz von Brandbomben sowie Diebstahl und die Versendung von Drohbriefen verantwortlich gemacht.

Geld beschafften sich diese Gruppen unter anderem durch Neonazi- Konzerte oder die Produktion entsprechender CDs.

(sda)