Todesfall in Belgien

11. Januar 2019 22:17; Akt: 11.01.2019 22:29 Print

Gelbwesten-Demonstrant wird von LKW erfasst

In Belgien ist ein Demonstrant der Gelbwesten-Bewegung ums Leben gekommen. Bei Protesten auf einer Autobahn wurde er von einem Lastwagen angefahren.

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Die Gelbwesten-Bewegung schwappt auch auf Belgien über. Seit Wochen gehen die Aktivisten in Paris auf die Strasse. Im Ballungsraum Paris gab es am Vormittag nach Behördenangaben bereits etwa 30 Festnahmen. Nicht nur gelbe Westen werden getragen. Diese Frauen haben sich als Marianne, dem National-Symbol der französischen Republik, verkleidet. Die Polizeipräsenz ist riesig. Bereits in den letzten Wochen kam es immer wieder zu Protesten und Ausschreitungen. Die Polizei setzt Tränengas, gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer ein. Im Zentrum der Hauptstadt wurden Autos angezündet. Mehrere Demonstranten sollen zudem versucht haben, ein Luxus-Einkaufszentrum in Brand zu stecken. Polizisten in Kampfmontur setzen an der Champs-Élysées Tränengas ein. (8. Dezember 2018) Ein Demonstrant zieht durch eine Wolke aus Tränengas vor dem Arc de Triomphe. In den Strassen kämpfen «Gelbwesten» und Polizisten. Gepanzerte Fahrzeuge der Polizei stehen auf dem Champs-Élysées. Der Zugang zum Arc de Triomphe ist abgeriegelt. Vergangenes Wochenende hatten ihn Randalierer am Rand der «Gelbwesten»-Kundgebungen beschädigt. Am Samstag wurden bis am Mittag 700 Personen verhaftet. In Frankreich wird am Samstag mit schweren Ausschreitungen bei den Protesten der «Gelbwesten» gerechnet, insbesondere in der Hauptstadt. Die Regierung hat landesweit 89'000 Sicherheitskräfte mobilisiert, in Paris sind es 8000. Wenige Stunden vor Massenprotesten der sogenannten Gelbwesten sind in Paris 278 Personen festgenommen worden. Viele der Personen haben sich offenbar Gruppen angeschlossen, die «Gewalt gegen Personen oder die Zerstörung von Gegenständen» vorbereitet haben. Einige der Festgenommenen sollen Masken getragen sowie Steinschleudern, Hämmer und Pflastersteine bei sich gehabt haben. Am vergangenen Samstag gingen bürgerkriegsähnliche Bilder um die Welt. Heute rufen einzelne Aktivisten zur Einnahme des Elysée-Palasts auf, des Amtssitzes von Präsident Emmanuel Macron. Pariser Touristen-Attraktionen wie Eiffelturm und Louvre sowie zahlreiche Geschäfte bleiben aus Furcht vor Chaos und Plünderungen geschlossen. Zudem bleiben 36 Stationen der U-Bahn und der Vorortbahnen RER geschlossen. Die Protestbewegung fordert den Rücktritt Macrons sowie allgemeine Steuersenkungen, höhere Renten und Löhne. Die bisherigen Zusagen der Regierung reichen den Aktivisten nicht aus.

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Ein Demonstrant der Gelbwesten-Bewegung in Belgien ist bei Protesten durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Mann sei am Freitagabend bei den Protesten auf einer Autobahn zwischen Lüttich und dem niederländischen Maastricht von einem Laster angefahren worden und gestorben.

Dies berichtete die Zeitung «Sudinfo» unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der LKW-Fahrer sollte verhört und ihm sollte Blut abgenommen werden.

Die Gelbwesten-Bewegung hatte sich Mitte November in Frankreich formiert, um gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron und gegen als zu niedrig empfundene Kaufkraft zu protestieren. Daraufhin waren auch in Belgien mehrfach Menschen mit gelben Warnwesten auf die Strassen gegangen.

Laut belgischer Nachrichtenagentur Belga störten die belgischen Demonstranten am Freitag massiv den Verkehr auf der Fernstrasse E25. Unter Berufung auf die Polizei hiess es, eine Ausfahrt sei blockiert worden.

(sda)