Memoiren erscheinen

27. August 2010 16:32; Akt: 27.08.2010 16:59 Print

George W. Bush kürt seine «Decision Points»

Knapp zwei Jahre nach seinem Abschied aus dem Weissen Haus kehrt der frühere US-Präsident George W. Bush ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zurück - mit seinen Memoiren.

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Wie funktioniert denn ein Regenschirm? So wohl eher nicht, Mr. Bush. Immer noch nichts gelernt: Bush vs. Regenschirm - Klappe die Zweite. Präsident Bush beim Staatsbesuch in Deutschland. Die Abneigung steht nicht nur dem Baby ins Gesicht geschrieben... Hier besuchte Bush das US-Beachvolleyballteam bei den Olympischen Spielen in Beijing. Hilfsbereit wie er ist, befreite er die Spielerin von dem bisschen Sand am Rücken. Eigentlich wollte Bush dem Federvieh nichts Böses. Wie jedes Jahr begnadigt der US-Präsident einen Truthahn, stellvertretend für Hunderttausende, die an Thanksgiving im Ofen enden. «Liberty» war nicht sonderlich dankbar. An einer Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrats überkam Bush ein dringendes Bedürfnis: «Ich glaube, ich bräuchte eine Toilettenpause. Ist das möglich?», kritzelte er auf einen Zettel, den er an Condoleezza Rice weiterreichte. Der Segway ist in den USA ein beliebtes Transportmittel, der sich durch Verlagerung des Körpergewichts vorwärts bewegt. Ein computergesteuerter Regelkreis sorgt dafür, dass es in der Balance verbleibt, weshalb der Segway als «idiotensicher» gilt. Trotzdem bracht es George W. Bush bei einem Besuch auf dem Familienanwesen in Kennebunkport fertig, vor den Augen von Vater George und Mutter Barbara mit dem Gefährt auf die Nase zu fallen. Kommen wir nun zum «Brezel-Vorfall»: Der Präsident schaute sich gerade ein Football-Spiel im Fernsehen an, als er sich an einer Brezel verschluckte und von der Couch fiel. Dabei zog er sich diese Schürfung im Gesicht zu. Kann passieren... George Bush und seine «First-Lady». An der jährlichen Oster-Party im weissen Haus konnte der Präsident seine Finger nicht vom Hoppelhäschen lassen. Auch das blieb dem Präsidenten nicht erspart: Der legendäre Schuh-Wurf vom irakischen Journalisten al-Zeidi ging um die Welt. Bush wurde dank seiner schnellen Reaktion jedoch nicht getroffen. Achtung Stufe: Der Stolper-Präsident beim Verlassen des Präsidentenfliegers. So gratuliert man heutzutage einem Absolventen der Air-Force-Akademie: Brust raus und... kräftig aneinander drücken. Wie echte Kerle das halt so machen... Und die Grimasse danach nicht vergessen. Dass Hündchen Barney nicht immer gehorchen will ist kein Wunder... Hier hat ihn George Bush nämlich direkt auf den Kopf fallen lassen. Zum Entsetzen seiner Frau Laura und den Mitgliedern eines Mädchen-Softballteams. Macht sich gar nicht so schlecht auf der Harley: George «der Rocker» Bush. Da der ganze Auftritt drinnen stattfand, endete er auch unfallfrei. Bravo! Da er jetzt schon mal auf einer Harley sass, muss er auch seine Begrüssung seinem neuen Image anpassen. Was wäre da nicht angebrachter als der «Teufelsgruss». Jaja, diese Promo-Touren immer. Da wird auch der fleissigste Präsident mal müde. George Bush bei einem Päuschen. Zwinker, Zwinker. Gesichtsübungen vor einer Rede in New York. Und jetzt kräftig Luft holen, George! Damit auch alle Kerzen aus sind. Bush bei seinem 60. Geburtstag. Die Luft anhalten kann er übrigens auch gut. Oder auch einfach nur ein dummes Gesicht machen. So gut wie nichts konnte diesen Präsidenten aufhalten.. Bis auf diese verschlossene Tür, die ihm den eleganten Abgang vermasselte. Auch diese Situation wurde wie immer mit einer passenden Grimasse gerettet.

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Das Buch «Decision Points» soll 14 wichtige Entscheide in seinem Leben und seiner Amtszeit beleuchten, wie das «Wall Street Journal» am Freitag berichtete. Darunter die Themen Stammzellenforschung, Bewältigung der Finanzkrise und Irak-Krieg.

Es soll eine Woche nach den US-Kongresswahlen am 2. November erscheinen. Das Erscheinungsdatum der Memoiren lasse darauf schliessen, dass sie keinen Zündstoff für die anstehenden Kongresswahlen enthielten, schreibt die Zeitung.

George W. Bush hatte im Jahr 2000 zum ersten Mal die Präsidentschaftswahl gewonnen. Vier Jahre darauf wurde er knapp im Amt bestätigt. Vor 19 Monaten schied der heute 64-Jährige aus dem Amt - ungeliebt von Parteifreunden und einer Mehrzahl der Amerikaner, scharf kritisiert in grossen Teilen der Welt. Seitdem war es still geworden um den Texaner.

(sda)