«Wichtiger Schritt»

18. Juli 2019 15:40; Akt: 18.07.2019 15:40 Print

Google verbannt Viagogo-Werbung per sofort

Der Internetriese Google sperrt nun definitiv die Anzeigen der Ticketplattform Viagogo. Dieser Entscheid gilt weltweit und per sofort.

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Die Ticketplattform Viagogo steht schon lange in der Kritik, Tickets zu völlig überteuerten Preisen anzubieten. Nun hat der Internetkonzern Google britischen Medien zufolge reagiert und alle Anzeigen von Viagogo per sofort gestoppt.

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«Äusserst wichtiger Schritt»

«Wenn Menschen unsere Plattform für den Kauf von Tickets nutzen, möchten wir sicherstellen, dass sie eine Erfahrung haben, der sie vertrauen können», sagte ein Google-Sprecher zum Entscheid. «Aus diesem Grund haben wir strenge Richtlinien und ergreifen die erforderlichen Massnahmen, wenn wir einen Werbetreibenden finden, der gegen diese Richtlinien verstösst.»

Viagogo verkauft Tickets für erfundene Vorstellungen

Viagogo sei aber nur für kostenpflichtige Werbung gesperrt und wird nicht aus organischen Suchanfragen entfernt. Sam Shentop, Direktor der European Alliance For Ticketing (FEAT), zeigt sich trotzdem erleichtert. Für ihn ist der Werbeausschluss ein «äusserst wichtiger Schritt». Man hoffe nun, dass weitere Suchmaschinen und Social-Media-Plattformen folgen werden.

Erst kürzlich sorgte die Online-Plattform Viagogo für Schlagzeilen. Tickets für die St. Galler Festspiele wurden laut FM1 Today nicht nur überteuert angeboten, teilweise waren auch Tickets für erfundene Vorstellungen im Angebot.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tanja Weiss am 18.07.2019 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lernfährig

    Selber schuld, wer dort was kauft. Unzählige extrem negative Bewertungen und News-Artikel sollten doch genug Gründe für einen Nicht-Kauf sein?

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  • biba am 18.07.2019 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch bekannt...

    Wer noch Tickets bei Viagogo kauft ist selber schuld. Rammstein selbst hat die Bude letztes Jahr wegen total überteuerte Tickets für das Konzert in Bern verklagt, trotzdem machen die weiter. Also nur nichts mehr kaufen zwingt solche Händler in die Knie.

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  • Jimi Henrix am 18.07.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte auch aus

    Suchmaschine entfernen, dort erscheinen die immer noch

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Datenschutzdude am 19.07.2019 04:17 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst schuld

    Wie gut nutze ich kein Google. Keine dumme Werbung auf meiner Seite ;) Es gibt Alternativen. Wer sich nicht schlau macht und seine Daten diesen Psychopathen anvertraut, ist selbst schuld.

  • Robert S am 19.07.2019 03:57 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so...

    Eine richtige Entscheidung. Selbst Google darf sich nicht als richterliche Instanz ansehen sondern höchstens die zusätzliche Werbung bei ihrer hausinternen Plattformen verbieten. Mittlerweile gibs genügend amerikanischen IT Firmen, die mittlerweile meinen, über alles erhaben zu sein und entscheiden können, was recht und unrecht ist... Und solange Geld ein wichtiger Faktor dieser Firmen ist, sollte man solche politische Machenschaften mit einem gewisser skeptisch begegnen...

  • Robert am 18.07.2019 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es reklamiert wohl auch niemand

    Schon die Aufmachung ist doch total auffällig und betrügerisch. Es heisst unzählige andere interessieren sich auch dafür (sogar 4 Uhr nachts), es kommt ein langsamer Balken mit "x Tickets gefunden" als müssten die aufwändig gesucht / gezählt werden, alles im Stil "Sofort zugreifen sonst gibt es nichts mehr" sogar bei lahmen Konzerten wo man auf der offiziellen Ticketseite noch hunderte Tickets kriegt. Es grenzt an Betrug, aber Anzeige macht anscheinend auch niemand. In Social Media und auf Onlinezeitungen jammern hilft gar nichts.

  • romaro am 18.07.2019 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    Quatsch !

    Je nach Suche ist Viagogo immer noch an 4er Stelle !

    • Betrachter am 19.07.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

      Lesen + verstehen

      Ist leider ein ganz grosses Problem geworden in der heutigen Zeit.

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  • Zulu am 18.07.2019 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Nur eine Lösung

    Langfristig gibt es sowieso nur eine Lösung. Tickets auf Name ausgestellt. Ansonsten läuft es immer gleich: Deine Lieblingsband kommt nach 10 Jahren wiedermal in die Schweiz, du bist genau um Aufschaltzeit des Verkaufs am Telefon und trotzdem schon zu spät. Gehst 10min später auf Ricardo und schon haben die Hamsteris dieselben Tickets für den x fachen Preis drin. Frechheit!